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Cover von Saxon -- The Emi Years [1985-1988]
Band: Saxon Homepage Saxon bei Facebook Metalnews nach 'Saxon' durchsuchenSaxon
Album:The Emi Years [1985-1988]
Genre:NwobHM
Label:Cmm
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:08.06.12
CD kaufen:'Saxon - The Emi Years [1985-1988]' bei amazon.de kaufen
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"Auf dem falschen Fuß erwischt"

SAXON sind diese Band, die einst zur rechten Zeit am rechten Ort war und damit zur Speerspitze der New Wave Of British Heavy Metal wurden, weil sie Musik spielten, die später noch von drölfzig anderen Kapellen fabriziert werden sollte. Und tatsächlich: Es gab eine Zeit da die Mannen um Biff Byford noch nicht nahezu ausschließlich Themen englischer Folklore und/oder Geschichte verwursteten und so lange auswalzten, bis selbst die entfernten Nachkommen des Richard Löwenherz keine Angelsachsen mehr sehen konnten. Das waren die Jahre 1985 bis 1988.

Natürlich ist die Einleitung nichts als der pure Zynismus, denn SAXON waren und sind eine dufte Band die noch heute, 30 Jahre nach Gründung, regelmäßig Alben von bestechend hoher Qualität veröffentlichen. Doch zurück in die Vergangenheit: Wie das in den 80ern so war, war Hard Rock bzw. Heavy Metal absolut angesagt und chartverträglich, so lange man denn nicht zu ruppig zuwerke ging. Während VENOM also im Vorprogramm ähnlich junger wilder wie METALLICA allerorts die Sittenwacht auf den Plan riefen, fuhren DEF LEPPARD goldene Schallplatten ein. Schon wieder vom Thema abgekommen? Mitnichten! Mit den in „The Emi Years [1985-1988]“ enthaltenen drei Studioalben schlugen SAXON nämlich in die exakt gleiche Kerbe wie es ihre erwähnten Kollegen mit Platten wie „Pyromania“ taten – schon „Innocence Is No Excuse“ eröffnet mit einem gediegenen Stadion-Rocker im Midtempo-Bereich [„Rockin’ Again“] und auch ansonsten hat die Platte mit Nummern wie „Back On The Streets“ oder auch „Rock ’n’ Roll Gypsy“ eher entspanntes Liedgut zu bieten. Gleiches Programm auch auf dem Nachfolgewerk „Rock The Nations“, das mit „Battle Cry“ und „We Came Here To Rock“ einige echt starke Nummern zu bieten hat und auch auf „Destiny“ regiert das Midtempo, wobei die Truppe vielleicht nie wieder derart amerikanisch klang und klingen wollte – Songs wie „We Are Strong“ machen gar JOURNEY Konkurrenz. Wie eingangs angesprochen durfte man in den Jahren 1985-1988 nicht zu rebellisch daherkommen, wenn man den auch noch ein paar Platten auf dem Mainstream-Markt absetzen wollte und so sind die Merkmale des klassischen NWoBHM-Sounds zwar auch auf den hier vertretenen Alben in Teilen vorhanden, allerdings stets auf Hochglanz poliert und nicht selten bis zur beinahen Unkenntlichkeit verpoppt. Und auch, wenn es im Nachhinein immer keiner gewesen sein will, unterliegt vielen Nummern der angesprochenen Alben ein dezenter Synthie-Teppich, um das von der Produktion angestrebte Breitwand-Format des Sounds auch voll ausfüllen zu können – gewöhnungsbedürftig. Was diesen Alben im Endeffekt fehlt, sind richtige Hits der Marke „747 [Strangers In The Night]“ oder „Strong Arm Of The Law“, denn während das Dargebotene in jedem Fall gut gemacht ist, verfehlen es Platten wie „Rock The Nations“, die Aufmerksamkeit des Hörers dauerhaft zu fesseln.

Zur Neuauflage: Leider kommen die vier enthaltenen Alben in einer Compilation – dem Inhalt tut das natürlich keinen Abbruch, Sammler hätten sich aber vermutlich noch mehr über die „Originale“ im Pappschuber gefreut, denn so muss man auf Artworks und Booklets der jeweiligen Alben leider verzichten. Die Studioalben wurden dabei um etliche B-Sides aus Studio- und Livebetrieb bereichert und während derlei Nummern sicher nicht unabdingbar sind, bilden sie doch eine ganz nette Dreingabe. Anders verhält es sich da schon mit der Live-CD „Live At Hammersmith“, welche einen bis dato unveröffentlichten Live-Mitschnitt vom 18. September 1985. Zwar zeigt sich hier noch einmal im direkten Vergleich, dass das Material vom damals aktuellen „Innocence Is No Excuse“ einfach nicht mit Stücken wie „Power And The Glory“, „Crusader“ oder „Strong Arm Of The Law“ mithalten kann, aber immerhin ist der Sound von „Live At Hammersmith“ schön aufbereitet worden und bietet so recht authentisches Zeitzeugnis von über einer Stunde Länge. Das Booklet, mit dem „The Emi Years [1985-1988]“ ausgestattet wurde, dürfte für Fans allerorts ebenfalls von Interesse sein, denn während besagtes Heftchen wahrlich nicht besonders schön weil recht lieblos aufgemacht aussieht, enthält es neben Tracklist usw. auch ein Interview mit den an den in Frage stehenden Aufnahmen beteiligten Musikern, die unter anderem verraten, was ihnen damals alles nicht gepasst hat und welche Entscheidungen unter maßgeblichem Druck der Plattenfirma gefällt werden mussten.

Sicherlich haben die in „The Emi Years [1985-1988]“ enthaltenen Alben für SAXON-Fans ihren Reiz, allerdings markiert jenes Zeitfenster auch die schwächere Schaffensphase der Briten: Vorher kamen Alben wie „Strong Arm Of The Law“ und „Crusader“ und danach „Forever Free“ und „Dogs Of War“ – allesamt interessanter als „Destiny“ und Co. Ob die Live-CD alleine ein Anreiz ist, sich die Alben ein weiteres Mal in den Schrank zu stellen, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen, allen Quereinsteigern sei ohnehin empfohlen, sich erstmal die stilbildenden Alben der Herren SAXON zu besorgen.

Trackliste:
CD I - "Innocence Is No Excuse"

01. Rockin' Again
02. Call Of The Wild
03. Back On The Streets
04. Devil Rides Out
05. Rock 'n' Roll Gypsy
06. Broken Heroes
07. Gonna Shout
08. Everybody Up
10. Give It Everything You've Got
11. Back On The Streets [12" Club Mix]
12. Live Fast Die Young [B-Side]
13. Krakatoa [Live B-Side]
14. The Medley [Live B-Side]

CD II - "Live At Hammersmith"

01. Back On The Streets
02. Dallas 1 PM
03. The Devil Rides Out
04. Power And The Glory
05. Broken Heroes
06. And The Bands Played On
07. Crusader
08. Princess Of The Night
09. Wheels Of Steel
10. Rockin' Again
11. Strong Arm Of The Law
12. 747 [Strangers In The Night]

CD III - "Rock The Nations"

01. Rock The Nations
02. Battle Cry
03. Waiting For The Night
04. We Came Here To Rock
05. You Ain't No Angel
06. Running Hot
07. Party 'Til You Puke
08. Empty Promises
09. Northern Lady
10. Chase The Fade [B-Side]
11. Waiting For The Night [7" Single Edit]
12. Northern Lady [7" Single Edit]
13. Everybody Up [Live In Madrid]
14. Dallas 1 PM [Live In Madrid]

CD IV - "Destiny"

01. Ride Like The Wind
02. Where The Lightning Strikes
03. I Can't Wait Anymore
04. Calm Before The Storm
05. SOS
06. Song For Emma
07. For Whom The Bell Tolls
08. We Are Strong
09. Jericho Siren
10. Red Alert
11. I Can't Wait Anymore [12" Mix]
12. Rock The Nations [Live At Hammersmith]
13. Broken Heroes [Live In Madrid]
14. Gonna Shout [Live In Madrid]
Spielzeit: 04:23:09

Line-Up:
"Innocence Is No Excuse"

Biff Byford - Vocals
Graham Oliver - Guitar
Paul Quinn - Guitar
Steve Swanson - Bass
Nigel Glockler - Drums

"Rock The Nations"

Biff Byford - Vocals
Graham Oliver - Guitar
Paul Quinn - Guitar
Paul Johnson - Bass
Nigel Glockler - Drums

"Destiny"

Biff Byford - Vocals
Graham Oliver - Guitar
Paul Quinn - Guitar
Paul Johnson - Bass
Nigel Durham - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
02.06.2012 | 11:26
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