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Cover von Sear -- Begin The Celebrations Of Sin
Band: Sear Homepage  Metalnews nach 'Sear' durchsuchenSear
Album:Begin The Celebrations Of Sin
Genre:Black/Death Metal
Label:Dynamic Arts records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:10.10.05
CD kaufen:'Sear - Begin The Celebrations Of Sin' bei amazon.de kaufen
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"Wenn das Ratzinger wüsste..."

„Ach Herrje“ war der erste Gedanke, als ich mir den Infozettel von SEAR durchgelesen hatte. Kostprobe gefällig? „This blasphemic debut crashes all the statues and blackens the christian values into oblivion“. Na na na, bloß nicht pampig werden liebe Label-Leute. Sonst kommt gleich uns Papst und beißt euch in die Nase. Aber alles schön der Reihe nach.

Um eines vorweg zu sagen, ich finde „Begin The Celebrations Of Sin“ wirklich gut. Das Debut der Finnen entpuppt sich bei näherer Betrachtungsweise als wirklich gelungenes Mixtürchen aus Death- und Black Metal mit schönen Melodien und Harmonien, die aber nie die nötige härte unbeachtet lassen. Eigentlich ist hier sogar mehr Death als Black drin, was mir ja wieder völlig zusagt. Gute Headbanger Moshparts wechseln sich ab mit vertrackten Melodieläufen und atmosphärischen Samples (hört euch mal „Monument 666“ an, da läuft einem schon ein gewisser Schauer den Rücken runter). SEAR erinnern einen gelegentlich an die guten alten SATARIEL oder auch ABORTED (wobei die Belgier natürlich etwas Groove-Technischer arbeiten). Mag auch daran liegen, dass der Sänger zwischen Gegrunze und Gekeife hin und her wechselt, was er meiner Meinung nach aber noch ein wenig üben müsste.

Die Melodien haben es mir bei SEAR besonders angetan, neben den Texten vielleicht auch das einzige, was an eine Black Metal Band erinnern könnte. Apropos Texte… Also ich weiß ja nicht, wen man mit Texten wie „Copses of christian cowards, torn apart and nailed to wooden boards“ noch hinter dem Ofen hervorlocken möchte. Es mag ja sein, dass man in jedem Genre über das gleiche schreiben muss. Ob es nun Punk (Fuck The System), Heavy Metal (Fuck The Princess), Grunge (Fuck Myself) oder Black Metal (Fuck Jesus) ist aber langsam müssen einem da doch auch Zweifel kommen, ob das überhaupt was bringt. Aber so lange die Musik passt, und die stimmt bei Sear wirklich, kann man auch darüber hinwegsehen.

Bleibt den Jungspunden nur zu wünschen, dass sie auch weiterhin solche Scheiben abliefern. Nur noch ein bisschen dem Sänger einreden, dass er nicht mehr in der Pubertät steckt und dann werden die Songs vielleicht noch ein Tick griffiger. Als besondere Anspieltipps empfehle ich „Vade Retro Deus“, das bereits erwähnte „Monument 666“ und „Temptations Of The Flesh“, da jeder Song ein anderes Gesicht der Band zeigt.

Trackliste:
1. Intro
2. Lobotomy With A Crucifix
3. Bless The Child
4. Sythe Of Blasphemy (Kiss The Goat)
5. Mankind's Last Breath
6. Vade Retro Deus
7. Temptations Of Flesh
8. Monument 666
9. Blindfolded Fuck
10. Viimeinen Voitelu


Lorenz von König [LvK]
03.10.2005 | 14:33
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