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Cover von Seer -- Vol III & IV: Cult Of The Void
Band: Seer Homepage Seer bei Facebook Metalnews nach 'Seer' durchsuchenSeer
Album:Vol III & IV: Cult Of The Void
Genre:Hard Rock, Sludge, Stoner Rock
Label:Art of Propaganda
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:07.07.17
CD kaufen:'Seer - Vol III & IV: Cult Of The Void' bei amazon.de kaufen
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"Reizüberflutung!"

Mit SEER steigt eine weitere junge, motivierte Band in den Ring. Erst seit Ende 2014, so verrät es der Waschzettel, machen die fünf Kanadier zusammen Musik. Zeit verlieren sie keine: Mit „Vol III & IV: Cult Of The Void“ ist schon die zweite Langrille am Start. Das muss man auch erst mal hinbekommen, alle Achtung!

Und das bewerkstelligen SEER nicht etwa dadurch, dass sie zwei, drei halbgare Ideen in verschiedenen Fuzz-Soßen ersäufen und einen auf hypnotisch machen – in Stoner- und Doomkreisen durchaus nicht unüblich. Eher im Gegenteil: Auf „Vol III & IV: Cult Of The Void“ ist ideenmäßig eher schon zu viel los. SEER können spielen, SEER lieben das Riff und SEER wollen alles, alles, alles verarbeiten. Hört sich nach gesundem Ehrgeiz und Enthusiasmus an? Auf jeden Fall. Sympathisch ist obendrein, dass die Band einen guten Sound hat, spielen kann und Durchschlagskraft hat. Letztere verpufft leider viel zu oft allein dadurch, dass SEER offenbar alles verhackstücken müssen – ob da nun ein runder Song draus wird oder eher nicht. Vor allem die erste Hälfte des Albums vermittelt einen ziemlich guten Eindruck davon wie es sich anhören dürfte, wenn VOLBEAT sich an einer Synthese von BARONESS und dem hyperaktiven Action-Rock von THE ATOMIC BITCHWAX versuchen würden. Das entspricht dem Teil des Albums, der „Vol III“ überschrieben ist. „Vol IV“ hingegen gibt sich akustisch, verspielt, psychedelisch und waldschratig bis hin zu plätschernden Bächlein oder auf Waldboden stapfenden Schritten als Sample. Im Gegensatz zum ersten Teil wird hier wenig gesungen.

Man könnte also sagen, dass SEER zwei verschiedene EPs in Form eines Albums gepresst haben – was nicht einmal das Hauptproblem ist, das ich mit „Vol III & IV: Cult Of The Void“ habe. Vielmehr ärgere ich mich darüber, dass SEER sich offenbar nicht entscheiden können. Und ärgerlich ist das deshalb, weil die Kanadier hörbar das Zeug zu einer richtig geilen Band haben, wenn sie sich mal entscheiden würden, wo die Reise hingehen soll.


Trackliste:
Vol. III
01. Ancient Sands (Rot Preacher)
02. Acid Sweat
03. They Used Dark Forces
04. Burnt Offerings

Vol. IV
05. I: Tribe of Shuggnyth
06. II: Spirit River
07. III: Passage of Tears
08. संसार
Spielzeit: 00:45:14

Line-Up:
Bronson Lee Norton - Gesang, Akustikgitarre
Madison Norton – Schlagzeug
Peter Sacco - Gitarre
Josh Campbell - Bass, Synthesizer
Kyle Tavares - Gitarre, Akustikgitarre, Gesang, Synthesizer
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
27.07.2017 | 23:34
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