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Album:Poison The Parish
Genre:Alternative, Grunge, Post Rock
Label:Spinefarm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:12.05.17
CD kaufen:'Seether - Poison The Parish' bei amazon.de kaufen
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"Kein Album von der Stange"

SEETHER sind seit ihrem 2002er Werk erfolgsverwöhnt - zumindest in kommerzieller Hinsicht. Mit ihrem Post-Grunge oder Alternative Rock/Metal bedienen die Jungs um Sänger und Gitarristen Shaun Morgan u.a. NIRVANA-Fans und Freunde modern-metallischer Klänge. Fast drei Jahre nach ihrem letzten Album "Isolate And Medicate", beehren uns die ehemaligen Südafrikaner jetzt mit einer neuen Langrille namens "Poison The Parish". Hat sich in den drei Jahren etwas geändert? Auf jeden Fall!

"Isolate And Medicate" war schon ein cooles Album, allerdings für manche vielleicht etwas zu kommerziell ("Words As Weapons"). Auf "Poison The Parish" begeben sich SEETHER (überwiegend) auf einen härteren Weg. Zumindest wird dieser Eindruck deutlich, wenn man sich die ersten Paar Stücke des Albums anhört - und diese stehen ja meistens stellvertretend für den Rest bzw. sollen die Richtung aufzeigen. Auf ruhige Stücke wurde demnach bis zu "Against The Wall" verzichtet. Und bis auf "Let Me Heal" und "Sell My Soul" bleibt es auch dabei. Natürlich klingen auch diese Stücke nicht kitschig oder angebiedert, sondern 100% nach SEETHER. Egal, schön ist zu hören, dass die Gruppe bei dieser Scheibe eher abrocken will und öfter mal verdammt fette Riffs und mächtig Druck abliefert, was Granaten wie "Stoke The Fire", "Betray And Degrade", "Let You Down" oder "Saviours" beweisen. Der Sound kommt dabei authentisch, wild und wuchtig aus den Boxen gekracht. Produziert hat es Shaun Morgan quasi im Alleingang. Und das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen. Betriebsblind/-taub war der gute Mann jedenfalls nicht.

Album Nr. 8, "Poison The Parish" überzeugt auf ganzer Linie. Schwer zu sagen, ob es den Vorgänger übertreffen konnte, denn dafür liegen die Scheiben stilistisch zu sehr nah aneinander. Wie erwähnt ist "Poison The Parish" allerdings weniger kommerziell, ne ganze Ecke wilder und härter. Große Überraschungen gibt es nicht, dafür aber soliden, super gespielten Post Grunge oder Alternative Rock/Metal. Was will man mehr?

Trackliste:
01. Stoke The Fire
02. Betray And Degrade
03. Something Else
04. I´ll Survive
05. Let You Down
06. Against The Wall
07. Let Me Heal
08. Saviours
09. Nothing Left
10. Count Me Out
11. Emotionless
12. Sell My Soul
Spielzeit: 00:47:52

Line-Up:
Shaun Morgan - Gesang, Gitarre
Dale Stewart - Bass, Gesang
John Humphrey - Drums
Ingo Nentwig [Pinhead]
11.05.2017 | 21:56
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