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Cover von Sentenced -- The Funeral Album
Band: Sentenced Homepage  Metalnews nach 'Sentenced' durchsuchenSentenced
Album:The Funeral Album
Genre:Gothic Metal, Rock'n'Roll
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.05.05
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"Das Ende einer Legende!?"

Es ist vorbei. SENTENCED strecken 14 Jahre nach dem Erscheinen ihres ersten Albums „Shadows Of The Past“ ein für alle mal die Waffen.
Und wie es für eine Band, die so vom Tod fasziniert war, angemessen ist, wird der Abschied standesgemäß zelebriert. Keine Randnotiz in irgendwelchen Genre-Zeitschriften, sondern ein groß angekündigtes Requiem und das dazu passende „The Funeral Album“, mit dem der kollektive Bandselbstmord vollzogen wird.

Ich muss zugeben, nicht immer ganz unbelastet im Umgang mit dem neueren Schaffen der fünf Finnen aus Oulu gewesen zu sein. Zu tief saß die Begeisterung für ihr meiner Meinung nach noch immer bahnbrechendes Album „Amok“, als dass ich mit den Nachfolgern hätte zufrieden sein wollen.
Aber um ehrlich zu sein, war „Down“ trotz des stilistischen Bruchs ein sehr gutes Album, welches den Weg des melancholischen Rock einschlug, welcher mit den Nachfolgern weiterverfolgt wurde. Und auch wenn „Crimson“ und „The Cold White Light“ für meinen Geschmack nicht gitarrenlastig genug waren, so konnten auch diese Alben mit begeisternden Qualitäten aufwarten.

Zum Abschluss ihrer Karriere wollen es SENTENCED aber noch mal wissen. Natürlich kennt man viele der Elemente bereits als klassische Bestandteile des inzwischen typischen SENTENCED Sounds, denn auch auf dem Abschiedsalbum werden weiter die Pfade melancholischen Rock 'n' Rolls mit einem metallischen Grundgerüst beschritten.
Dieses Mal wird aber wieder wesentlich mehr Wert auf kraftvollen Gitarreneinsatz gelegt, und auch an wunderschönen Gitarrensoli mangelt es nicht. So bläst einem schon der Opener „May The Day Become The Day“ ungewohnt kräftig entgegen, zumindest an dem direkten Vorgängeralbum gemessen.
Und es wird deutlich, dass es eigentlich kaum eine andere Band so gut versteht, mit den Elementen Gothic, Rock ’n’ Roll und Metal zu jonglieren. Besonders Songs wie „ Her Last 5 Minutes“ oder „Lower The Flags“ und „End Of The Road“ gehen einem in dieser Hinsicht unter die Haut.
Sehr großes Kino sind auch „Vengeance Is Mine“ mit einem Gänsehaut verursachenden Mädchenchor und „Despair-Ridden Hearts“. Gerade letzterer überrascht eingangs mit Experimentierfreude in Form von Mundharmonikatönen, die tatsächlich sehr zum Stimmungsaufbau beitragen.

Ein gewaltiges Plus für die Atmosphäre des Albums ist Ville Laihialas Gesang. Voller Schwermut und dennoch wütend und trotzig singt sich der Kerl durch die Stücke, dass es einem an die Nieren geht. Todesverachtend und sich dennoch nach dem Ende verzehrend fordert er auch mal dazu auf, ihm eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Da ist der Albumname Programm und die Stimme passt dazu, wie ein Strauß weißer Lilien auf das Grab.

Die Skandinavier lassen es sich auch nicht nehmen, zumindest 56 Sekunden lang an die glorreichen todesmetallischen Anfänge der Band zu erinnern und schlagen einem beim instrumentalen „Where Waters Fall Frozen“ schwere Riffs mit den für die frühen 90er typisch finnischen Melodieläufen und einem spektakulären Drumming um die Ohren. Eben der Sound, der auch so großartige Alben wie „Tales From The Thousand Lakes“ von AMORPHIS auszeichnete und zum Wegbereiter manch einer finnischen Band wie z.B. CHILDREN OF BODOM wurde.

Diese kleine Reminiszenz und der hohe Unterhaltungswert des letzten Albums machen mir klar, dass ich SENTENCED wirklich vermissen werde. Wegen dem, was sie waren und dem, das aus ihnen wurde. Aber hier heißt es nun:
Ruhet in Frieden.

Trackliste:
01. May The Day Become The Day
02. Ever-Frost
03. We Are But Falling Leaves
04. Her Last 5 Minutes
05. Where Waters Fall Frozen
06. Despair-Ridden Hearts
07. Vengeance Is Mine
08. A Long Way To Nowhere
09. Consider Us Dead
10. Lower The Flags
11. Drain Me
12. Karu
13. End Of The Road


Marco Cardoso [Mr.Vandemar]
23.05.2005 | 11:39
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