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"Heimspiel mit Stolpersteinen"
Cover von Septagon -- Deadhead Syndicate
Band: Septagon Homepage Septagon bei Facebook Metalnews nach 'Septagon' durchsuchenSeptagon
Album:Deadhead Syndicate
Genre:Thrash Metal
Label:Cruz Del Sur Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:05.02.16
CD kaufen:'Septagon - Deadhead Syndicate' bei amazon.de kaufen
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"Thrash mit sieben Ecken und Kanten"

Bei SEPTAGON handelt es sich um ein schwäbisch-fränkisches Thrash Metal-Konglomerat, das via des geschmackssicheren Cruz Del Sur-Labels aus Italien sein Albumdebüt, „Deadhead Syndicate“, präsentiert.

Mit überambitionierten Jungspunden des bereits wieder abflauenden, längst nicht mehr ganz so hippen Thrash Metal-Revivals indes hat man es bei SEPTAGON nicht zu tun, vielmehr handelt es sich bei dem Quintett um gestandene Underground-Metal-Veteranen/-Musiker, die sich u.a. aus ATLANTEAN KODEX-Frontmann Markus Becker und LANFEAR-Gitarrist Markus Ullrich rekrutieren. Die Frage, wie der Sänger der derzeit wahrscheinlich beliebtesten und von den Fans kultisch verehrten Epic Metal-Kapelle Deutschlands denn ausgerechnet zum Thrash Metal kommt, beantwortet sich aus dessen illustrer Vergangenheit u.a. als Frontmann der Erlanger Thrasher von SELDOM REFUSE, die es seinerzeit immerhin auf zwei Demos und zu so etwas wie lokaler Berühmtheit gebracht hatten.
Wie dem auch sei, SEPTAGON wissen, was sie wollen, agieren selbstbewusst und von vornherein mit einem gewissen Anspruch, nämlich in der Tradition altehrwürdiger Thrash Metal-Legenden wie HEATHEN, TOXIK oder FORBIDDEN, wissen Melodie ebenso zu schätzen wie Mosh, abgeschmeckt gerne mit einer Prise Progressive Marke WATCHTOWER [„Deadhead Syndicate“ oder „Secret Silver Panorama Machine“ mit geiler ANNIHILATOR-Randy Rampage-Phrasierung und Harmoniegesang] und sie reüssieren spontan. Klar, ganz ohne liebgewonnene bzw. Pflicht-Thrash-Klischees geht es auch bei SEPTAGON [erst recht] nicht, angefangen beim [stimmigen, gar nicht überflüssigen] Akustik-Intro, dem gelungenen Cover-Artwork [von Markus Vesper] im klassischen Ep Repka-Stil, bis zu den sozial- bzw. politikkritischen Texten über Kriegstreiberei, religiösen Fanatismus [„Revolt Against The Revolution“], totale Überwachung [„Unwanted Company“] oder Alien-/Verschwörungstheorien [„Septagon Conspiracy“]. Die Umsetzung allerdings ist stets beeindruckend, denn egal, ob SEPTAGON es eher ruhig angehen lassen [„Henchman Of Darkness“] oder ordentlich den Riff regieren lassen [der Titeltrack bzw. die künftige „Bandhymne“ „Deadhead Syndicate“ mit herrlichem Uffta-Uffta-Drumming und ANTHRAX-vs.-MEGADETH-Referenzen]: die Songs sind ebenso eingängig, wie anspruchsvoll und genügen dem Hirn ebenso wie dem Nacken [oder umgekehrt].
Die SEPTAGON-Musiker beherrschen sämtlich ihr Handwerk [tolle Gitarrenarbeit bei „Exit... Gunfire“], Markus Beckers eigenwilliges Timbre passt wie die Faust aufs Auge, die Produktion drückt und schiebt ordentlich, so dass als weitere Paradebeispiele für das für ein Debüt bereits herausragende Songwriting auch noch das sinistre, treibende „Ripper“ [zwischen alten METALLICA und ANNIHILATOR], der zackige Opener, „Revolt Against The Revolution“ [so gehen Hooklines!], oder auch „Septagon Conspiracy“ [CHANNEL ZERO-Gitarre, hektische SLAYER-Parts und VOIVOD-Atmosphäre] genannt gehören.

„Deadhead Syndicate“ von SEPTAGON ist bereits jetzt ein heißer Anwärter auf die Thrash Metal-Alben-Top Ten des [noch jungen] Jahres 2016 und nicht nur für Old School-Aficionados ist Probehören keine blosse Empfehlung, sondern eigentlich Pflicht...!

Trackliste:
01. Ignite The Apocalypse [Instrumental]
02. Revolt Against The Revolution
03. Exit…Gunfire
04. Ripper
05. Septagon Conspiracy
06. Henchman Of Darkness
07. Deadhead Syndicate
08. Unwanted Company
09. Secret Silver Panorama Machine
Spielzeit: 00:39:33

Line-Up:
Markus „Magus“ Becker - Vocals
Markus „Ulle“ Ullrich - Guitars
Stef Binnig-Gollub - Guitars
Alexander Palma - Bass
Jürgen Schrank - Drums







Dirk Konz [dkay]
11.02.2016 | 12:34
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