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Cover von Septicflesh -- Titan
Band: Septicflesh Homepage Septicflesh bei Facebook Metalnews nach 'Septicflesh' durchsuchenSepticflesh
Album:Titan
Genre:Death Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:20.06.14
CD kaufen:'Septicflesh - Titan' bei amazon.de kaufen
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"Düsterer Extreme Metal-Bombast"

Die Titanen gehören zu den ältesten Wesen der griechischen Mythologie. Sie repräsentieren die Gewalten der Natur, ihre Macht, Größe und Unbesiegbarkeit. Ein überaus passender Titel also für ein Album wie das neunte Full Length der griechischen Szene-Urgesteine SEPTICFLESH, das in Sachen Epik, Düsternis und Majestizität schwer zu überbieten ist.

Dabei setzen die Griechen jedoch weniger auf Komplexität und Progressivität, wie auf den vorherigen Werken angedeutet, sondern haben sich wieder etwas schlichteren, straighteren Songstrukturen verschrieben, sodass die zehn Stücke gut ins Ohr gehen. Dennoch mangelt es SEPTICFLESH keinesfalls an kompositorischem Anspruch oder Raffinesse, vielmehr ist es der Band erneut gelungen, Metal geschickt mit ausgefeilter klassischer Musik zu verweben und majestätische, überaus stimmige Songs zu erschaffen, die nicht selten auch als Filmmusik durchgehen könnten. So z.B. der schwerfällige Opener „War In Heaven“, zu dem sich zunächst schwieriger Zugang finden lässt als zum folgenden Ohrwurm „Burn“, der mit dezent eingesetztem cleanen Gesang beeindruckend zwischen Extreme und Epik pendelt. Mit Dramatik, Energie und melancholischen Chören punktet „Prototype“, während das im Albumkontext auffallend lange „Prometheus“ geradezu elegisch düster und trist daher kommt. Mit „Confessions Of A Serial Killer“ und „The First Immortal“, zwei Titeln mit ausgeprägtem eigenen Charme, verleihen SEPTICFLESH „Titan“ einen würdigen und stimmungsvollen Abschluss.

Das Album bietet allerdings auch ein wenig Anlass zur Kritik. Zunächst sind nicht alle Titel gleichermaßen großartig, auch wenn kein einziger auch nur in den qualitativen Durchschnitt absackt. Der cleane Gesang für sich genommen beeindruckt mit seinem wirklich ausgeprägten eigenen Charakter, zeigt im Kontrast jedoch auf, dass die Growls sehr gleichförmig sind und hier und da eine Spur Emotion und Variation mehr vertragen könnten. Auch insgesamt ist „Titan“ zwar nicht kühl, wirkt aber zuweilen, insbesondere und erstaunlicherweise gerade in den extremen Parts, doch zu kontrolliert und kalkuliert, was durch die von klassischen Elementen beherrschten, teilweise eher ergreifenden Zwischenparts noch hervorgehoben wird. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Abzusprechen ist es SEPTICFLESH nämlich keinesfalls, dass sie erneut ein zu großen Teilen wahrlich beeindruckendes Werk hervorgebracht haben, das einmal mehr zeigt, dass die Griechen ihren Rang im orchestralen Metal nicht nur verdient haben, sondern auch vehement zu verteidigen wissen.

Trackliste:
1. War in Heaven
2. Burn
3. Order of Dracul
4. Prototype
5. Dogma
6. Prometheus
7. Titan
8. Confessions of a Serial Killer
9. Ground Zero
10. The First Immortal
Spielzeit: 00:45:24

Line-Up:
Seth Siro Anton - Bass, Vocals (harsh)
Christos Antoniou - Guitars, Orchestrations
Fotis Benardo - Drums, Percussion
Sotiris Anunnaki V - Guitars, Vocals (clean), Lyrics
Katharina Beck [Katha]
10.07.2014 | 21:59
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