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Cover von Serious Black -- Magic
Band: Serious Black Homepage Serious Black bei Facebook Metalnews nach 'Serious Black' durchsuchenSerious Black
Album:Magic
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:AFM Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:25.08.17
CD kaufen:'Serious Black - Magic' bei amazon.de kaufen
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"Stillstand auf hohem Niveau"

Den Herren von SERIOUS BLACK ist es ganz offensichtlich ernst [haha...] mit ihrem Tun: Seit die „Supergroup“ 2015 ihr Debüt veröffentlichte, werfen die Herren um Sänger Urban Breed knallhart im Jahrestakt neue Platten auf den Markt und schaffen es dabei auch noch, auf ihren Werken ein achtbar hohes Niveau zu halten. Ziemlich genau ein Jahr nach ihrer letzten Veröffentlichung „Mirrorworld“ haben SERIOUS BLACK nun mit „Magic“ bereits das nächste volle Album auf Lager.

Passend zur hohen Frequenz ihrer Veröffentlichungen verändern SERIOUS BLACK ihre mit den vorangegangenen Platten etablierte Formel auch auf ihrem dritten Album höchstens minimal. Mittlerweile offenbar in stabiler Besetzung unterwegs bieten die Herren auf „Magic“ einmal mehr europäisch geprägten Power Metal mit Fokus auf große Refrains und einprägsame Melodien und orientieren sich für diese Mixtur wie auch in der Vergangenheit vornehmlich an Kollegen wie beispielsweise MASTERPLAN. Klar, je länger die einzelnen Musiker zusammenarbeiten, umso mehr wächst das gegenseitige Vertrauen und so hört man „Magic“ durchaus eine kreative Steigerung an. Das macht sich in erster Linie in selbstbewussterem Songwriting bemerkbar: Ehe der Opener „Binary Magic“ der Platte mit wuchtig-treibendem Riffing den passenden Einstieg beschert, gibt es hier vorsichtig aufbauende Gitarren und in den ausgedehnten Instrumentalteilen von Nummern wie „Skeletons On Parade“ oder „Mr. Nightmist“ duellieren sich Keyboard und Leadgitarre eindrucksvoller denn je. Ansonsten bieten SERIOUS BLACK hier alles, was Fans schon von ihnen kennen und haben mit dem knackigen „Burn! Witches Burn!“, der Stadion-tauglichen Band-Hymne „Serious Black Magic“ oder dem schiebenden „The Witch Of Caldwell Town“ richtig starke Songs im Angebot. Hinzu kommt, dass der inzwischen eingemeindete Flitzefinger Bob Katsionis hier in Sachen Leadgitarrenarbeit noch ein bisschen nachgelegt hat und „Magic“ in eine wuchtige, moderne Produktion mit atemberaubendem Gitarrensound und zu keiner Zeit aufdringlichen Keyboards verpackt wurde. Auch macht Sänger Urban Breed wie schon in der Vergangenheit hier wieder einen hervorragenden Job und veredelt jeden der enthaltenen Songs mit seiner kraftvollen, variablen Stimme. So viel zur Haben-Seite. Allerdings machen SERIOUS BLACK mit ihrer dritten Platte bei weitem keinen so großen Sprung wie von „As Daylight Breaks“ hin zu „Mirrorworld“. Viel mehr scheint die Truppe hier – vielleicht auch, weil zwischen ihren Alben so wenig Zeit vergeht – kreativ auf der Stelle zu treten. Das äußert sich anhand von Songs wie „Lone Gunman Rule“, „I Can Do Magic“ oder „True Love Is Blind“, die allesamt modernen Power Metal auf hohem Niveau bieten, letztendlich jedoch von 08/15-Arrangements leben und nach Schema-F des Genres komponiert sind. Das soll nicht heißen, dass diese Songs nicht auch große Momente bieten würden – schließlich sind an SERIOUS BLACK ausschließlich Ausnahme-Musiker beteiligt – jedoch wirken diese Kompositionen etwas charakterlos. Einzig im abschließenden „One Final Song“ brechen die Mannen aus jeglicher Formel aus und stellen gar einen Anflug von TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA zur Schau, was im Kontext dieser Platte sowohl unerwartet als auch unterhaltsam ist. So ist „Magic“ ein starkes Album von hochkarätigen Musikern, jedoch sorgt gerade der letzte Punkt dafür, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, diese Platte sein ein bisschen weniger als die Summe ihrer hochwertigen Teile.

Bei SERIOUS BLACK handelt es sich mit Sicherheit um einen von Süddeutschlands fähigsten Power Metal-Exporten – wo STORMHAMMER die Old School-Fraktion bedienen, ist diese Truppe für den zeitgenössischen Markt zuständig. Mit „Magic“ zeigen SERIOUS BLACK bereits zum dritten Mal, welch gute Musiker in ihnen stecken, allerdings kann dieses Album nicht ganz mit seinem überragenden Vorgänger mithalten. Der Erfolg bleibt dieser Band zu gönnen, allerdings wäre es vielleicht ratsam, die Kreativsäfte bis zum nächsten Album etwas länger gären zu lassen.

Trackliste:
01. With A Tip Of The Hat
02. Binary Magic
03. Burn! Witches Burn!
04. Lone Gunman Rule
05. Now You`ll Never Know
06. I Can Do Magic
07. Serious Black Magic
08. Skeletons On Parade
09. Mr. Nightmist
10. The Witch Of Caldwell Town
11. True Love Is Blind
12. Just Kill Me
13. Newfound Freedom
14. One Final Song
Spielzeit: 01:00:28

Line-Up:
Urban Breed - Vocals
Bob Katsionis - Guitar
Dominik Sebastion - Guitar
Mario Lochert - Bass
Jan Vacik - Keyboard
Alex Holzwarth - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
25.08.2017 | 13:56
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