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Cover von Serpent Throne -- Brother Lucifer
Band: Serpent Throne Homepage Serpent Throne bei Facebook Metalnews nach 'Serpent Throne' durchsuchenSerpent Throne
Album:Brother Lucifer
Genre:Doom Rock, Instrumental, Retro Rock, Stoner Rock
Label:Prophase Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:29.04.13
CD kaufen:'Serpent Throne - Brother Lucifer' bei amazon.de kaufen
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"Bruder Luzifer, bitte kommen...!"

Bei SERPENT THRONE handelt es sich um eine vierköpfige, rein instrumental agierende Stoner/Heavy/Doom Metal-Band aus Philadelphia, Pennsylvania, die mit „Brother Lucifer“ via Prophase Music ihr mittlerweile viertes Opus auf den Weltmarkt hievt.

Wer bei den Stichworten „Stoner“ und „Instrumental“ sofort an KARMA TO BURN denkt, der ist zwar nicht komplett schief gewickelt, dennoch fahren SERPENT THRONE ihre ganz eigene Schiene, denn neben dem obligaten Wüstensound werden ebenso scham- wie bedenkenlos Proto-Hardrock-, Seventies-, Hippie-, Psychedelic-, Blues- und Southern-Einflüsse verwurstet.
Thematisch hat die Band um die Gebrüder Fenton diesmal den Vietnamkrieg für sich entdeckt, nachdem ihr Debüt von anno 2007, „Ride Satan Ride“, als Soundtrack zu einem imaginären Biker-Movie daherkam, das nachfolgende „The Battle Of Old Crow“-Album [Vinyl hierzulande jeweils noch via Modus Operandi Records, inzwischen aber praktisch nicht mehr zu bekommen] sich mit Naturmystik befasste und „White Summer - Black Winter“ von 2010 eher Science Fiction war.
Dementsprechend haben sämtliche Titel irgendetwas mit der Nemesis vieler US-Marines am Hut bzw. am Helm, wie etwa „Foxtrot Tango Whiskey“ [„F.T.W“, anyone?], „Widowmaker“, „Fubar“ [Militärslang für „fucked up beneath all recognition“] oder natürlich das epische „Napalm Mourning“.
Dabei scheinen SERPENT THRONE aber nicht nur die Ära des Vietnamkriegs, sondern auch die seinerzeit herrschende Musik- und Drogenkultur [und den damit verbundenen Grasgeruch] tief in sich eingesogen zu haben, denn mehr ausuferndes, jammiges Retro-Riffing geht fast schon nicht mehr: „Devil's Breath“ etwa ist eine Mischung aus versteinerten HENDRIX-meets-SANTANA-Riffs, der Titelsong nichts als melancholischer Doomrock zwischen SABBATH und ZEPPELIN und „Widowmaker“ etwa könnte auch von Retro-bzw. Weirdo-Metallern zwischen SLOUGH FEG und THE SWORD stammen.
„Enough Rope To Hang Yourself“ scheint einer Mischung aus SABBATH, URIAH HEEP, BLUE ÖYSTER CULT, den Schenker-Brüdern und Uralt-PRIEST nicht unähnlich, wohingegen „As The Crow Flies“ [natürlich eine Allegorie an Gevatter Hein] zwischen 70er-Ballade und Retro-Metal à la CHRISTIAN MISTRESS pendeln mag.
Der Sound ist eine Wand, die Band spielt tight, die Gitarren solieren eifrig und ausführlich, finden jedoch immer noch rechtzeitig zurück zum Song, ohne zu belanglosem, überdrehtem Geschwurbel zu verkommen und den roten Faden vermissen zu lassen.

Wer sich mit o.g. Vergleichen und Instrumental- bzw. Monumental-Metal und/oder Bands wie z.B. TIA CARRERA anfreunden kann, der tut gut daran, sich erst „Brother Lucifer“ und anschließend auch noch die anderen drei Alben von SERPENT THRONE in den Plattenschrank zu stellen...!

Trackliste:
01. Foxtrot Tango Whiskey
02. Enough Rope To Hang Yourself
03. Devil’s Breath
04. Brother Lucifer
05. Widowmaker
06. As The Crow Flies
07. Fubar
08. Napalm Mourning
Spielzeit: 00:39:03

Line-Up:
Colin Smith - Bass
Sean-Paul Fenton - Drums
Don Argott - Guitars
Demian Fenton - Guitars


 
Dirk Konz [dkay]
14.07.2013 | 22:14
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