.: SUCHE
News zu Setherial
Interviews mit Setherial
Reviews von Setherial
Mehr aus den Genres
ASG
Blood Drive
Alternative, Hard Rock, Pop, Rock, Stoner Rock
6 von 7 Punkten
"Alternativer Stonermetalpop für alle"
![]() |
| |||||||||||||||||
"Schwarze Lichtgestalten" | ||||||||||||||||||
| Setherial gehören für mich schon seit ihrem vor gut einer Dekade eingeprügelten Debüt „Nord“, spätestens aber seit dem phänomenalen „Hell Eternal“ (1998), zu den wirklich ganz großen Schwarzwurzelkapellen Skandinaviens. Ein durchgängig hoher Brutalitätsfaktor, gepaart mit technischer Finesse, unmenschlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten und kompositorischem Genie: So ließe sich die Formel für die Musik der schwedischen Höllenhunde auf den Punkt bringen. Mit „Death Triumphant“ liegt nun der neueste Streich der Satansbraten vor. Und schon der Opener „The Limb Of Insanity“ macht deutlich, dass wir uns vor Schnickschnack wie Frauengesang oder übertriebenen Keyboardorgien im Falle Setherials auch im Jahr 2006 nicht zu fürchten brauchen. Abwechslungsreicher sind die Stücke aber allemal. Viel öfter als sonst wird die Raserei durch Breaks unterbrochen, die weitläufige Grooveparts einläuten und etwas Ordnung ins vermeintliche Chaos bringen. Vermeintlich deshalb, weil auch die hyperschnellen Parts (die immer noch dominieren) aufgrund der glasklaren Abyss-Produktion und der spielerischen Klasse der Band stets nachvollziehbar sind. Das nimmt der Platte allerdings einiges an Bosheit und Gefährlichkeit, weswegen der Grusel-Effekt nicht mehr in dem Maße vorherrscht wie auf früheren Scheiben. Wo wir gerade beim Meckern sind: Auch die Produktion der Drums ist meines Erachtens nicht gelungen. Der Trommel-Sound klingt nämlich sehr verdächtig nach Computer und trägt nicht gerade zur Ausprägung eines organischen Klangbildes bei. Aber das war’s auch schon an Negativ-Kommentaren. Die Songs sind nämlich brillant. Damit meine ich die vielen kranken Melodien, die kaum merklichen Schnörkel und das Gefühl für dynamische und majestätische Songaufbauten. Hier weht einem der Hauch des Südhimmels an allen Ecken und Enden entgegen und schließlich ist man der Meinung, dass der unbändige Hass auf alles vermeintlich Gute auch gerechtfertigt ist – großes Kino also. Und dass man mit „Relinquishment From The Unlighted Chambers“ für Setherial-Verhältnisse beinahe balladesk zur Sache geht, ist durch die sicke Umsetzung der Nummer auch bald verziehen. Schlussendlich noch ein Genießer-Tipp: Hört euch mal konzentriert die Riffs in „Inhale The Embers“ und dem beinahe verträumt anmutenden Geschoss „Devilry, Wickedness And Scorn“ an. Da ist er wieder, der Geist der Anfangstage. Wer solche Sachen schreiben kann, muss als Hoffnungsträger für eine Szene gelten, deren Protagonisten sich selbst schon zu oft zu belanglos kopiert haben. Wegen der kleinen Soundschwächen „nur“ 5,5 pechschwarze Punkte. | ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
Kommentare









![CD Review: Primordial - A Journey's End [Re-Issue]](/images/cdcovers/cdcover_2132466763.jpg)








