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Cover von Shaking Godspeed -- Hoera
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Album:Hoera
Genre:Psychedelic, Retro Rock
Label:Drakkar
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:08.02.13
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"Aller Ehren wert!"

Nein, ein Ende der aktuellen Retro Rock-Welle ist nicht absehbar und das ist auch gut so. Okay, man kann in Anbetracht der vielen tollen Bands und hochkarätigen Veröffentlichungen aus dieser Ecke schon ein wenig den Überblick verlieren, aber das ist ja auch kein wirklicher Grund zum Meckern. Jedenfalls hat man jetzt auch bei Drakkar die Zeichen der Zeit erkannt und sich mit dem holländischen Trio SHAKING GODSPEED auch eine Retro-Band ins Haus geholt.

Bevor diese sich aber daran machen, brandneues Material unter das Volk zu bringen, wird zunächst mal der 2012er Zweitling der Band in standesgemäßer Art und Weise, unter anderem mit neuem, großartigem Artwork, veröffentlicht. Während allerdings der Großteil der anderen Retro-Bands, die derzeit die Rock- und Metalszene so aufmischen, deutlich den großen Helden der 70er-Jahre wie BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN oder DEEP PURPLE huldigen, sind diese Einflüsse bei SHAKING GODSPEED zwar auch nicht komplett zu verleugnen, trotzdem sind es andere Bands, die einem bei „Hoera“ eher in den Sinn kommen. Interessanterweise handelt es sich dabei eher um Gruppen, die ihre Inspiration zwar ebenfalls aus der Hochzeit der Rockmusik beziehen, die aber einer späteren Generation angehören, wie z.B. KULA SHAKER, THE BRIMSTONE SOLAR RADIATION BAND, DEWOLFF oder THE BLACK CROWES, trotzdem ihres Zeichens allesamt Bands, denen es gelingt, einen relativ eigenständigen Sound zu kreieren. So weit sind SHAKING GODSPEED noch nicht ganz, ihre Fähigkeit, eingängige und packende Rocksongs zu schreiben, können sie aber in jedem Fall auf „Hoera“ schon mal unter Beweis stellen. Man höre sich hierzu stellvertretend den leicht hektischen Titelsong, das mit toller Orgel und effektvollem Backgroundgesang veredelte „Season's Over“, das herrlich schräge „Gong Gong“ oder das nicht weniger abgespacte „Without“ an.

Elf Songs in 35 Minuten, eine Menge einprägsamer Hooks und dabei kein Gramm Fett, das ist die Formel, die „Hoera“ zu einer richtig coolen Platte machen und die jeder, der mit den Ursprüngen der Rockmusik oder der aktuellen Retro-Welle etwas anfangen kann, zumindest mal antesten sollte. Das, was SHAKING GODSPEED hier abliefern, ist wirklich aller Ehren wert, in Anbetracht der recht großen Konkurrenz, bleibt nun aber abzuwarten, ob sie sich nachhaltig durchsetzen können. Als besonders lohnendes Schmankerl liegt einem Teil der Erstauflage übrigens auch noch „Awe“, das erste Album der Band, bei.

Trackliste:
01. I Wonder
02. Hoera
03. French Girls
04. Season's Over
05. Jesus
06. Gong Gong
07. Without
08. Promise
09. With
10. The Ghouls Have Come
11. Scratch Your Name In Our Skin
Spielzeit: 00:34:58

Line-Up:
Wout Kemkes - Vocals, Guitars
Maarten Rischen - Drums
Paul Diersen - Bass
Timo Beisel [kaamos]
01.02.2013 | 23:15
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