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"Im Nevermore-Paralleluniversum" | ||||||||||||||||||
| An der letzten NEVERMORE habt ihr euch langsam totgehört? METAL CHURCH bringen euch seit Ewigkeiten schon nicht mehr zum ausrasten? Dann gibt’s vielleicht ein wenig Abhilfe mit SHATTER MESSIAH. Wen wundert’s? Haut doch niemand geringerer als Curran Murphy [Ex-NEVERMORE/ANNIHILATOR] in die sechs Saiten Und dem musikalischen Kopf hinter dem Power-Prog-Thrash-Unternehmen ist eine ziemlich interessante Scheibe gelungen. Man scheut weder vor eigenwilligen Melodiebögen, noch vor abgefahrenen Rhythmen, noch vor seltsamen Stilmixen zurück. So wundert man sich doch ziemlich über den plötzlich in „God Burns Like Flesh“ auftauchenden Death Metal-Part, der dort irgendwie nicht hinzupassen scheint und gleich wieder in einen ruhigen Picking-Teil mündet. Ähnlich klingt der Ohohoh-Part in „Dirge Of The Christ“. War Steve Harris kurz im Studio? Mit solcherlei unverhofften Spielereien ist die ganze Platte ausgestattet, ohne aber in allzu nervige Prog-„guck mal, was ich kann“- Dudeleien auszuarten. Vielmehr soll der Hörer in die Musik hineingezogen werden, die er konzentriert, aber dennoch agil genießen kann. Denn zum Abschädeln sind genug Passagen vorhanden, hat man die Sperrigkeit des Materials erstmal überwunden. Das ist nach etwa 13 Durchläufen der Fall, womit auch ein kleines Problem dieser wirklich interessanten Veröffentlichung hörbar wird: Im Gegensatz zu den übergroßen Vorbildern NEVERMORE ist man als Hörer oft nicht sicher, ob die Band nun innerhalb des ansonsten wirklich fett-thrashigen Gitarrengewitters besondere Tiefe kreieren will oder sich schlicht verzettelt hat. | ||||||||||||||||||
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