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Cover von Shihad -- FVEY
Band: Shihad Homepage  Metalnews nach 'Shihad' durchsuchenShihad
Album:FVEY
Genre:Alternative, Industrial, Noise Rock
Label:Warner Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:08.08.14
CD kaufen:'Shihad - FVEY' bei amazon.de kaufen
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"Wut"

SHIHAD sind und bleiben ein Phänomen. Die Neuseeländer begannen 1988 als Thrash Metal-Kapelle, entdeckten dann repetitive Industrial-Grooves auf ihren Klassiker-Alben „Churn“ [1993] und „Killjoy“ [1995] für sich, um sich dann ab 1996 mit ihrem selbstbetitelten dritten Album endgültig dem energischen Alternative Rock hinzuwenden, der aber auch in den Folgejahren niemals den einfachen Weg ging und trotz großer Melodien nie den Punch der Vergangenheit vergessen ließ. Zwischenzeitlich benannten sich SHIHAD [abgeleitet von „Jihad“] nach dem 11. September 2001 in PACIFIER um, da man zu dieser Zeit versuchte, kommerziell in den USA Fuß zu fassen. Das Experiment scheiterte und spätestens seitdem kann man jedes SHIHAD-Album, ähnlich wie bei den irischen Brüdern im Geiste von THERAPY?, als großen Mittelfinger an jegliche Erwartungen verstehen.

„FVEY“ macht da keine Ausnahme, aber die Vehemenz mit der SHIHAD hier vorgehen überrascht dann doch. War der Vorgänger „Ignite“ [2010] noch etwas orientierungslos, aber wieder deutlich härter als das wundervolle, sehr poppige „Beautiful Machine“ [2008], so hinterlässt „FVEY“ [gesprochen „Five Eyes“, benannt nach einer Geheimdienst-Allianz der USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland] nur verbrannte Erde. Das erste Indiz war die erneute Verpflichtung von KILLING JOKE-Mastermind Jaz Coleman als Produzent, der bereits „Churn“ soundtechnisch veredelte, sich danach aber mit der Band zerstritt. Trotzdem sollte man nicht den Fehler machen und ein zweites „Churn“ erwarten: „FVEY“ ist ähnlich laut, lärmig und nervenzehrend wie das legendäre Debüt der Neuseeländer, aber zum einen schwingt hier stets der Alternative-Vibe der letzten Jahre mit, zum anderen klingt das Teil zuweilen dermaßen nach KILLING JOKE, dass es eine wahre Freude ist. Was „FVEY“ so besonders macht, ist der tiefe, verzerrte und sägende Gitarren-Sound, der nichts djentiges an sich hat, aber trotzdem genauso effektiv in die Magengrube haut. Hier hat sich Coleman selbst übertroffen – genau wie die Band selbst, was das Songwriting angeht. Der Opener „Think You're So Free“ klingt, als hätten FILTER ein paar blutrünstige Pitbulls in ihr Line-Up aufgenommen, der Titeltrack wäre eine Bereichung auf jedem KILLING JOKE-Werk seit 2003 gewesen und „The Living Dead“ hätte mit weniger Bumms auch auf SHIHADs Prachtstinker „Love Is The New Hate“ [2005] stehen können. Ein weiteres Highlight ist der hypnotische, knapp achtminütige Rausschmeißer „Cheap As“, der an HELMETs Hochzeiten erinnert.

Es ist eine Schande, dass seit 1996 kein SHIHAD-Album mehr regulär in Deutschland veröffentlicht wurde [PACIFIER ausgeklammert], sodass man hier im Zweifelsfall auf teure Importware zurückgreifen muss [Tipp: Die Limited Edition mit vier Bonustracks, die den regulären Albumtracks in nichts nachstehen], aber der Kauf von „FVEY“ lohnt sich für Freunde von lärmigem Rock an der Grenze zum Metal und dicken Riffs in jedem Fall. Auch bestens geeignet, um sich die Albumpause bei KILLING JOKE sinnvoll zu versüßen. Großartig!

Trackliste:
01. Think You're So Free
02. FVEY
03. The Big Lie
04. Grey Area
05. The Living Dead
06. Song For No One
07. The Great Divide
08. Model Citizen
09. Wasted In The West
10. Loves Long Shadow
11. Cheap As
Spielzeit: 00:52:27

Line-Up:
Jon Toogood – Vocals, Guitar
Phil Knight – Guitar, Synths, Backing Vocals
Karl Kippenberger – Bass, Backing Vocals
Tom Larkin - Drums, Sampler, Backing Vocals
Michael Siegl [nnnon]
13.09.2014 | 13:27
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