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Reviews von Shining [Nor]
CD Review: Shining [NOR] - International Blackjazz Society

Shining [NOR]
International Blackjazz Society


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Cover von Shining [Nor] -- Blackjazz
Band: Shining [Nor] Homepage Shining [Nor] bei Facebook Metalnews nach 'Shining [Nor]' durchsuchenShining [Nor]
Album:Blackjazz
Genre:Hörbuch, Industrial Metal, Progressive
Label:Indie Recordings
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:22.01.10
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"Wenn Jazzer durchdrehen..."

Gleich zu beginn: Nein, es handelt sich nicht um ein weiteres Musikwerk aus Kvarforths suizidalem Black Metal Schwadron. SHINING, wie es hier vorliegt, bezeichnet eine musikalische Formation aus Norwegen, welche sich auch völlig anderen Musikstilen, der Plural ist mit Bedacht gewählt, widmet. Ihr nunmehr fünftes Album haben sie „Blackjazz“ getauft, was die Richtung, in welche dieses Album geht nur vage umreißt.

Man nehme PANZERABALLETT, füge eine Unze Virtuosität alá MUSE hinzu und koche dies unter rühren mit heißem Industrial Metal und einer Menge Progressivität auf. Dann, wenn man alles richtig gemacht hat, erhält man vielleicht in Ansätzen, was SHINING produzieren. Verstörende Takte, a-rhythmische Melodien, schroffe Riff-Strukturen mit futuristischem Gitarrenklang, ein Saxophon und morbide Gesangselemente. Ein unglaubliches Chaos aller erdenklichen Klänge, welche sich illustrer Weise zu einer Einheit formieren, aber doch nie so recht zu begreifen sind. Wahnwitzige Tempi-Wechsel, unerwartete Breaks und psychotische Kumulationen, bis man selbst fast vor Verzweiflung in sich zusammen bricht. Und die Gesangsstrukturen tragen auch nicht gerade zur Beruhigung bei; Fanatische, hektische Schreie, welche unwillkürliche Zahlen brüllen und von exaltierten Gitarren getrieben werden. Der perfekte Soundtrack für einen angehenden Nervenzusammenbruch; So muss es im Kopf eines Klaustrophobikers klingen, wenn er in einen Moshpit gerät. Der Inbegriff von Panik, jedenfalls ereilt einen diese, wenn man „Blackjazz“ zu lange hört und folglich nackt, mit Schaum vor dem Mund an der einzigen Eiche des großen Marktplatzes seines Heimatortes steht. Unlogisch und nicht nachvollziehbar? Dann ist ihnen lieber Leser nun klar, welches Klangerlebnis auf sie zukommt. Doch seien sie nicht schüchtern und treten sie ein, denn „Blackjazz“ hält viele Überraschungen bereit. Wenngleich der Industrial/ Hard Rock überwiegt, gibt es immer wieder erstaunliche aufregend-schöne Momente, welche zu Teilen an schon oben genannte MUSE erinnern und einen tief in der Seele treffen, nur um mit gezieltem Ruck das Herz zu packen und in der nächsten Sekunde mit manischem Blick und krankhafter Wut aus dem Leib zu reißen und vor den Augen des gerade verendenden Opfer zu verspeisen. SHINING sind nichts für schwache Nerven und keinesfalls etwas für Harmonie-Fanatiker. Wer jedoch das Opening-Riff von MUSE „Hysteria“ [Absolution; 2004] auf etwas alternative Weise hören will, sollte sich „Exit Sun“ nicht entgehen lassen und wer progressiven Industrial Jazz mit Saxophon, Syntheziser und irrsinnigem Gitarrengeflecht möchte, darf „Healter Skelter“ nicht ungehört lassen. Man findet kein passendes, gutes Wort für das, was SHINING hier veranstalten; Man muss es schlichtweg erlebt haben. Die völlige Abkehr von jeglichen Normen, Konventionen oder Grenzen. Eine Anarchie von begabten Jazz-Musikern.

Es ist beeindruckend, mit welcher Kreativität SHINING hier an die Aufgabe gehen, ihrem Albumtitel alle Ehre zu machen und auch wenn ihre vorherigen Veröffentlichungen eine ähnliche Sprache an den Tag legten, sind sie diesmal mit dem gesalzenen Zeigefinger mitten in der Wunde. Sie haben den Nerv getroffen und sind wohl so schnell nicht nachzuahmen. Die Frage ist nun, wie man solch ein Album bewerten soll. Es bleibt keine andere Möglichkeit als multiple Persönlichkeiten zu entwickeln, welche sich getrennt für Metal, Industrial, New Metal und Jazz begeistern.

Der Metalkopf ist etwas verstört und findet sich nicht genug berücksichtigt, mag aber die Innovation und Atmosphäre dieser Scheibe: Er gibt 4 Punkte. Der Industrial-Fan geht das Spiel ein und ist hell-auf begeistert, für ihn wird hier eine Traumwelt eröffnet, voller Zerstörung, mechanischer Klänge und Geisterkrankheit: Er wird wohl 6.5 Punkte vergeben. Der New Metaller ist von den Rockelementen angetan und den schön eingefügten Melodieparts. Außerdem sagt ihm die etwas gewagte Stimme zu: Er verteilt 5 Punkte. Der Jazzer ist sich uneins mit sich selbst. Er erkennt die Jazz-Strukturen und ist sichtlich von den Saxophon-Elementen angetan, welche zwar untypisch, aber phantasievoll verarbeitet wurden. Zumal die Schlagzeug-Technik wirklich von hoher Begabung zeugt und das instrumentale Zusammenspiel dem zeitgenössischen Free-Jazz nahe kommt. Doch sind die Industrial Elemente sehr vordergründig. Er ist jedoch von den Fertigkeiten fasziniert: Er gibt 6 Punkte. Dies ergibt dann addiert und durch vier geteilt: 5.375! Der Metaller merkt noch an, dass bei „21st Century Schizoid Man“ ENSLAVED Sänger Grutle Kjellson das Mikro in der Hand hält und rundet dementsprechend auf: 5.5!

Trackliste:
1. The Madness And The Damage Done
2. Fisheye
3. Exit Sun
4. Exit Sun
5. Healter Skelter
6. The Madness And The Damage Done
7. Blackjazz Deathtrance
8. Omen
9. 21st Century Schizoid Man
Spielzeit: 00:57:15

Line-Up:
Jørgen Munkeby: Gesang, Gitarre, Saxophon [Produzent]
Torstein Lofthus: Schlagzeug
Tor Egil Kreken: Bass
Bernt Moen: Synths und Keyboards
Even Helte Hermansen: Gitarre

Guest vocals: Grutle Kjellson [ENSLAVED]
Tobias Naumann [Necrologue]
02.02.2010 | 17:20
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