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"Ramrod, der Zerstäuber"
Cover von Shining -- VII: Född Förlorare
Band: Shining Homepage Shining bei Facebook Metalnews nach 'Shining' durchsuchenShining
Album:VII: Född Förlorare
Genre:Black Metal, Rock
Label:Spinefarm Records
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:27.05.11
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"Mach das und ich fahr' mit einem Schaufelbagger in deine Eier!"

Angesichts der Interviews sowie der Ereignisse, welche Band-Anführer Niklas die letzten Jahre über gegeben beziehungsweise der Öffentlichkeit preisgegeben hat, könnte man - durchaus berechtigt - die Meinung vertreten, SHINING gelte eigentlich nur als Mittel zum Zweck, das vormalige Lebensmartyrium dieses Mannes nachzuzeichnen. Dementsprechend verlockend wäre es, die siebente Platte aus dem Hause SHINING einer gleichfalls oberflächlichen Begutachtung zu unterziehen. Habe ich ein Glück, dass es mir die Band so dermaßen einfach macht!

Dabei ist es keineswegs schlimm, wenn man als Black-Metal-Bande sanftere Töne anstimmt, ganz im Gegenteil. SÓLSTAFIR sind das musikalisch beste Beispiel dafür, dass solch ein Vorhaben keineswegs gleich in die Hose gehen muss. "Född Förlorare" hingegen zeigt auf, was passiert, wenn man den Pfad der Wimps bis zum Ende bestreitet: Zu hören sind unter anderem einschmeichelnder Klargesang vom gequälten Mastermind in den ruhigeren Momenten, 'ne Extra-Portion extraschlapper Black 'n Roll und sehr limitierter Tremolo-BM, dessen Vorhersehbarkeit mir eher ein Schmunzeln entlocken als den Wunsch nach der nächstbesten Rasierklinge aufkeimen lassen kann. Schwermütige Klavier-Soli hier und dort runden das wenig aufregende Gesamtbild ab, welches bei aller Professionalität das Feuer früherer Werke vermissen lässt, welches einzig in "FFF" ein wenig aufflackert, bevor die Rock-Salve auf uns niederregnet und in einem inspirationslos gespielten Porno-Solo gipfelt. Örks. Selbst "Halmstad" wusste besser zu gefallen, wobei diese Platte meine Anlage seit Urzeiten nicht mehr aus der Nähe sah.

Wozu würde denn "Född Förlorare" - vom wirklichen Konsum per se abgesehen - taugen? Gemessen an dem über die letzten Alben hinweg stark angestiegenen Frauen-Anteil bei Live-Shows könnte man natürlich dieses Album in voller Lautstärke bei einschlägigen Lokalen spielen. Ja, als "Pussy-Magnet" hätten SHINING durchaus Potenzial [ich rate übrigens davon ab, darüber laut in Gegenwart der besseren Hälfte nachzudenken]. Da ich allerdings auf solche Aktionen nicht mehr angewiesen bin, fällt der Promo-Scheibe wohl das Schicksal als schmucker Bierdeckel zu. Immerhin gehen so rasch die Daten verloren und mein Tisch bekäme keine unnötige Flecken ab. Für diesen Umstand gibt es einen Punkt mehr als ursprünglich vorgesehen.

Trackliste:
01 - Förtvivlan, Min Arvedel
02 - Tiden Läker Inga Sår
03 - Människa O'Avskyvärda Människa
04 - Tillsammans Är Vi Allt
05 - I Nattens Timma [Landberk Cover]
06 - FFF
Spielzeit: 00:40:40

Line-Up:
Niklas Kvarforth - Gesang
Fredric Gråby - Gitarren
Peter Huss - Gitarren
Andreas Larsen - Bass
Richard Schill - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
12.06.2011 | 23:06
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