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Cover von Shrapnel -- The Virus Conspires
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Album:The Virus Conspires
Genre:Thrash Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:14.02.14
CD kaufen:'Shrapnel - The Virus Conspires' bei amazon.de kaufen
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"Technisch brillantes Versatzstück"

Mit Retro-Thrash lässt sich derzeit gut Geld verdienen und darum braucht auch jede Plattenfirma, die etwas auf sich hält, ihre eigenen jugendlichen Dreschflegel. Candlelight Records haben sich aus diesem Grund gleich die viel versprechenden britischen Newcomer SHRAPNEL unter den Nagel gerissen, die mit „The Virus Conspires“ nach zwei EPs nun ihr erstes Album veröffentlichen dürfen.

Schon im eröffnenden „Kingdom Come“ wird recht schnell deutlich, dass die Briten genau das sind, was sich die alternative Plattenfirma bei aktueller Wirtschaftslage wünschen möchte: Eine jungendlich-hungrige Thrash Metal-Band, die ihren Sound weit genug in den 80ern verwurzelt, um Fans der traditionellen Bay Area auf Anhieb anzusprechen und die gleichzeitig modern genug rüber kommt, um nicht [ausschließlich] als der drölfte SLAYER-Abklatsch zu gelten. SHRAPNEL spielen präzise, schreiben Songs mit Hand und Fuß und haben technisch einiges auf der Pfanne, wie die zahlreichen technisch höchst versierten Soli auf „The Virus Conspires“ unmissverständlich deutlich machen. Die Briten sind allerdings auch nicht besonders originell. Genau genommen sogar überhaupt nicht. Die Jungs aus Norwich klingen wie die Quintessenz der wieder erstarkten Thrash Metal-Szene und so meint man im Sound des Gespanns Anteile von HAVOK, WARBRINGER und EVILE sowie SAVAGE MESSIAH oder ANGELUS APATRIDA heraus zu hören – alles nicht verkehrt, aber auch alles schon mal dagewesen. Wie angesprochen lebt die Musik der Herren von ultra-präzisem Blast, explosiven Gitarrensoli und den verdammt an WARBRINGER-Fronter John Kevill erinnernden Vocals, aber letztendlich bleiben SHRAPNEL dem Hörer die Antwort auf die Frage, warum man ausgerechnet sie den hier zum Vergleich genannten Bands vorziehen sollte, schuldig. Klar, mit Nummern wie „Braindead“ oder dem Titeltrack haben die Engländer schon ein paar richtig gute Songs im Gepäck, aber insgesamt fällt das auf „The Virus Conspires“ gebotene etwas zu gesichtslos aus, weshalb sich die Band nicht wirklich von der Masse ihrer Mitstreiter abheben kann. Immerhin haben SHRAPNEL ihrem Erstlingswerk eine stilecht trockene Hartwurst-Produtktion im Geiste klassischer METALLICA- oder SLAYER-Alben verpasst, was für die entsprechende Authentizität sorgt.

Die Briten SHRAPNEL machen auf ihrem ersten vollen Album formal gesehen alles richtig und haben damit ein technisch über jeden Zweifel erhabenes Thrash Metal-Album gezimmert. Allerdings agiert die Band aus den genannten Gründen auf „The Virus Conspires“ weithin gesichtslos und wird deshalb trotz hochwertiger Bauteile vorerst wohl nur im Mittelfels mitmischen dürfen.

Trackliste:
01. Kingdom Come
02. Titan
03. Braindead
04. 22
05. The Virus Conspires
06. The Wake
07. Red Terror
08. The Watchers
09. Pseudocommando
10. Poison The Mind
11. All That We Know
Spielzeit: 00:43:45

Line-Up:
Jae Hadley - Vocals
Nath Sadd - Guitar
Chris Martin - Guitar
Adam Read - Bass
Chris Williams - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
07.02.2014 | 21:46
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