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Cover von Shrinebuilder -- Shrinebuilder
Band: Shrinebuilder bei Facebook Metalnews nach 'Shrinebuilder' durchsuchenShrinebuilder
Album:Shrinebuilder
Genre:Post Rock, Psychedelic
Label:Neurot Recordings
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:09.10.09
CD kaufen:'Shrinebuilder - Shrinebuilder' bei amazon.de kaufen
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"Ein Schrein voller Riffs, nicht Reliquien!"

Auch wenn das Infoschreiben unnötigerweise darauf herumreitet, so hat es dennoch Recht. SHRINEBUILDER bestehen tatsächlich aus Musikern, die mit ihren Hauptbands einen zumindest innerhalb der Doom- und Postrockszene legendären Status hatten oder haben. Und natürlich werden an eine solche „Superband“ ganz besondere Erwartungen gestellt, das lässt sich kaum vermeiden. Ähnlich schwer vermeiden lassen sich daher auch häufig die folgenden Enttäuschungen.

Darum sei eines gleich vorweggenommen: Wer sich von „Shrinebuilder“ die Rettung der Wale und des Regenwaldes, kostenlosen Zahnersatz und Liebe und Glückseligkeit in Ewigkeit für alle wünscht, der hat den vollkommen falschen Ansatz und braucht sich die fünf von den Herren Kelly, Weinrich, Crover und Cisneros eingespielten Stücke eigentlich gar nicht erst anzuhören. Das alles kann Musik nicht leisten, und Legende hin oder her, SHRINEBUILDER bestehen aus Menschen von Fleisch und Blut, die ebenfalls mit Wasser zu kochen gezwungen sind. Aber das können sie verdammt gut, wenngleich es abzusehen war, dass SHRINEBUILDER nach einem Eintopf aus NEUROSIS, ST VITUS, OM und den MELVINS klingen. Das lässt sich auch gar nicht umgehen, schließlich haben sämtliche Musiker ihre ureigenen Stile. Die Gesänge von Scott Kelly, Wino und Al Cisneros erkennt jeder Kundige sofort. Einzig Dale Crovers Organ muss man mit der Lupe suchen. Auch fällt auf, dass er sich hier gegenüber seinem Schlagzeugspiel bei den MELVINS ausgesprochen subtil und beinahe konventionell verhält. Beinahe. Heraus kommen bei „Shrinebuilder“ Songs, die vor allem zwischen dem unterdrückten Zorn später NEUROSIS, der Gequältheit von ST VITUS und den entrückt dröhnenden Mantras von OM mit schlafwandlerischer Sicherheit hin und her mäandrieren. Garniert und mitunter auch zusammengehalten wird diese Mischung vermittels dezenter, psychedelischer Elektronik, wie sie sich auch auf der letzten NEUROSIS-Großtat „Given To The Rising“ findet. Und wo bleibt da das Spezielle, das ganz, ganz Große und Heilige, die eierlegende Postcore-Sau?

Die bleibt ein Fantasieprodukt. Ein Hirngespinst. SHRINEBUILDER sind es nicht. Und ja, ein ganz kleines bisschen enttäuscht war ich selber auch. Habe ich womöglich zu viel erwartet? Kann schon sein. Nachdem man sich von obengenanntem Fabeltier verabschiedet hat, sollte man „Shrinebuilder“ aber als das schätzen können, was es ist: Ein von Spitzenmusikern in erschreckend kurzer Zeit [drei Tage!] eingespieltes, an vielen Stellen sehr dichtes und intensives Album, welches einige der besten Elemente ihrer Hauptbands zu vereinen sucht. Wo es wie in „Pyramid Of The Moon“, „The Architect“ und „Science Of Anger“ vollständig gelingt, darf man sich gerne in den Staub werfen. Beim Rest reicht der einfache Kniefall aus.

Trackliste:
01. Solar Benediction
02. Pyramid Of The Moon
03. Blind For All To See
04. The Architect
05. Science Of Anger
Spielzeit: 00:38:32

Line-Up:
Scott Kelly - Gitarre, Gesang
Scott "Wino" Weinrich - Gitarre, Gesang
Al Cisneros - Bass, Gesang
Dale Crover - Schlagzeug, Gesang
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
01.10.2009 | 19:49
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