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News zu Sigh
Sigh - Bei Candlelight
07.10.10
07.10.10
Sigh - Neuer Track online
17.11.09
17.11.09
Sigh - Preview
06.06.07
06.06.07
Sigh - Neues Album
25.08.06
25.08.06
Interviews mit Sigh
Reviews von Sigh
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"Schlaflos in Tokyo!" | ||||||||||||||||||
| Es gibt keine mir bekannte Band, die eine ähnliche Vorstellung von Musik an den Tag legt wie die japanischen SIGH um ihren Bandgründer und Hauptverantwortlichen Mirai Kawashima. Punktum. Und wenn hierzulande auch blödsinnigste Klischees über Nippon und seine Bewohner hartnäckig am Leben bleiben, dann dürften SIGH dem auf metallischer Ebene wohl kaum entgegenwirken. Zumindest für einen Großteil der SIGHschen Werke trifft dies zu – rückblickend vielleicht noch am wenigsten auf das Debüt „Scorn Defeat“ und auf „Hangman's Hymn: Musikalische Exequien“, welches nach wie vor den Status des eingängigsten und genießbarsten Albums dieser Band hält. Schon mit dem folgenden „Scenes From Hell“ kehrte der für SIGH so spezielle Mix aus uralten Metalriffs, europäischer Klassik und synthie-basiertem Horrorflair schleichend zurück – und genau dieser ist es auch, der „In Somniphobia“ fest im Griff hat. Normale Kategorien sind somit wieder einmal zum Scheitern verurteilt, weil SIGH auf gut Deutsch gesagt eigentlich alles scheißegal respektive nur Mittel zum Zweck ist. Metal, Klassik, Jazz, Weltmusik, indische Volksmusik, Reggae, Soundtracks zu alten, schrägen Filmen [Forbidden Planet], die Musiken von Stockhausen und Xenakis – was in SIGHs Musik Platz findet, scheint grundsätzlich keine Grenzen zu kennen. Das war zwar spätestens seit „Infidel Art“ abzusehen, das Nebeneinander von verschiedensten Einflüssen, die sich zu einem verstörend-faszinierenden Ganzen verbinden, erreicht auf „In Somniphobia“ jedoch einen neuen Höhepunkt nach „Hail Horror Hail“ und „Imaginary Soniscape“. Deswegen hat „In Somniphobia“ - wie eigentlich jedes Album von SIGH – jede Menge Potenzial, den Hörer fertig zu machen – trotz reichlich vorhandener, auch im konventionellen Sinne schön zu nennender Melodiearbeit durch Gitarre, Streicher, Orgel, Saxofon und Klavier. Die mit über einer Stunde üppig ausgefallen Spielzeit tut da ihr Übriges. Doch im direkten Vergleich mit dem Vorgänger „Scenes From Hell“ gewinnt „In Somniphobia“ fast durchweg. Nicht nur ist der Sound weniger dumpf geraten, auch die Rückbesinnung auf längere Songs tut der Scheibe gut. Denn diese zusätzliche Zeit braucht ein Komponist wie Kawashima – was seinen Einfallsreichtum angeht durchaus als musikalische Ausgabe von Fantasy-Autor Walter Moers im Fliegenpilzrausch zu sehen – um tatsächlich so etwas wie „Hits“ zu schaffen. Ja, das geht wirklich, wie nicht nur „Equale“ beweist. Wer noch nie von SIGH gehört hat und sich ein Bild von dem machen möchte, was auf diesem Album Sache ist, dem empfehle ich vor dem Blindkauf dringend, die beiden Stücke „The Transfiguration Fear“ und „Somniphobia“ anzutesten. | ||||||||||||||||||
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