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Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
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"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
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"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
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"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
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"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Hölle Hölle Hölle!" | ||||||||||||||||||
| Um gleich einmal eine dieser sensationsheischenden Floskeln auszuhebeln: zumindest ich selber habe das neue Album von SIGH keineswegs heiß und sehnsüchtig erwartet. Das liegt vor allem daran, dass die Vorgängerscheibe „Hangman's Hymn“ derart gut ist, dass ich sie noch lange nicht leid geworden bin und auch noch weitere zwei Jahre hätte hören können, ohne nach dem nächsten Album der Japaner zu quengeln. Dieses ist jetzt aber da, hört auf den Namen „Scenes From Hell“ und hat, weit mehr noch als sein Vorgänger, wieder einmal das Zeug dazu, die Hörerschaft zu spalten. Warum das so ist wird im Vergleich sofort klar, denn „Scenes From Hell“ hat mit einem wohlgeordneten Marsch zum Galgen, der „Hangman's Hymn“ mit seiner straffen kompositorischen Ordnung trotz allen Irrsinnsflairs war, auf den ersten Blick wenig gemein. Das fängt schon beim stark von Bruegel inspirierten, chaotisch-apokalptischen Cover an und geht im Rahmen der Musik gnadenlos weiter. Die Zutaten sind anders gemischt und die ersten drei Stücke „Prelude To The Oracle“, „L'art de Mourir“ und „The Soul Grave“ hindurch wirkt SIGHs Klangmix aus altem Thrash/Black Metal und orchestralem Bombast zunächst einfach anstrengend und wenig nachvollziehbar, auch weil die klassischen Bestandteile hier nicht missbraucht werden, um die Gitarren besser in Szene zu setzen, sondern mindestens gleichberechtigt neben dem Metal-Instrumentarium stehen. So kann es durchaus öfter vorkommen, dass man eine Blechbläser- oder Streicherbreitseite begleitet von Schlagzeug und Bass verpasst bekommt. Wie verstörend durchschnittlichen DIMMU BORGIR und CRADLE OF FILTH-Anhängern das vorkommen muss, kann man sich vorstellen, zumal SIGH auch, sehr zu meiner persönlichen Freude, die abgedrehten Synthesizer-und Orgelklänge ihrer mittleren Phase wieder auspacken. Das zwangsläufig herrlich debile Alien-Horror-Zombie-Film-Sounds herauskommen, wenn Herr Kawashima einen seiner Synthies anfasst, ist meines Erachtens immer eine der größten Stärken dieser Band gewesen – und genau solche finden sich, wenn auch etwas im Hintergrund, in äußerst ansprechender Weise in „The Red Funeral“, „The Summer Funeral“, „Musica in Tempore Belli“ und anderen Stücken. Den harschen Knurrgesang teilt sich Hauptverantwortlicher Mirai dieses Mal zu recht gleichen Teilen mit der zierlichen Neuanwerbung Dr. Mikannibal, die hinter dem Mikro und am Saxofon eine gleichermaßen überzeugende Leistung abliefert. Die Gastauftritte von MASSACREs Kam Lee und CURRENT 93s David Tibet stellen darüberhinaus nette Gimmicks dar – wobei man zugeben muss, dass Kam Lee wesentlich weniger zur Atmosphäre beiträgt als Tibet, der in „“The Red Funeral“ und „Musica in Tempore Belli“ einen seiner typischen, kryptisch-apokalyptischen Texte vorträgt und beide Male wie die Faust aufs Auge passt. Wer schon beim Lesen obiger Zeilen an Reizüberflutung zugrunde zu gehen drohte und trotzdem noch nicht weiß, wie sich „Scenes From Hell“ eigentlich anhört, der stelle sich vielleicht vor, wie die alten Death-Thrasher von ALTAR nach zu hektischem Genuss von japanischem Reiswein den Reisebus eines kleineren Orchesters mit 100 Sachen in ein Spätsechziger-Horrorfilmset fahren. Anstrengend? Bestimmt. Da „Scenes From Hell“ den Hörer nicht wie „Hangman's Hymn“ mittels konsequenter Leitmotivtechnik an die Hand nimmt, stellt diese Scheibe auch für Kenner der Band eine harte Nuss dar. Chaotisch? Nur vordergründig. Schlecht? Auf keinen Fall, denn nach einigen konzentrierten Hördurchgängen, am Besten auch über Kopfhörer, kristallisieren sich all die kleinen, ausgefuchsten Verzweigungen und Details auf „Scenes From Hell“ heraus, die beweisen, dass im Hause SIGH der Wahnsinn immer noch jede Menge Methode hat. Das „Scenes From Hell“ nicht ganz so mitreißen kann wie sein Vorgänger, fällt da nur leicht ins Gewicht – wer meint, im Metal schon alles zu kennen, wird hier feststellen, wie sehr er sich irrt. | ||||||||||||||||||
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