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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Sinbreed -- Shadows
Band: Sinbreed Homepage Sinbreed bei Facebook Metalnews nach 'Sinbreed' durchsuchenSinbreed
Album:Shadows
Genre:Heavy Metal
Label:AFM Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:28.03.14
CD kaufen:'Sinbreed - Shadows' bei amazon.de kaufen
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"Ohne Schattenseiten"

Die hessischen Metaller SINBREED formierten sich 2008 um den ehemaligen SEVENTH AVENUE-Sänger Herbie Langhans sowie den BLIND GUARDIAN-Drummer Frederik Ehmke. Seit ihrem Debüt „When Worlds Collide“ sind vier Jahre ins Land gegangen und seither hat die Truppe mit Gitarrist Markus Siepen einen weiteren Musiker von den Krefeldern rekrutiert. Selbiger feiert seinen Einstand auf deren neuem Album „Shadows“.

Die Herren SINBREED haben sich ganz offensichtlich ganz dem melodischen Heavy Metal verschrieben. Mit einem Sänger, der irgendwie an Y&T-Frontmann Dave Meniketti erinnert, geht das natürlich ziemlich gut und erinnert von vornherein ein bisschen an die Metal-Größen vergangener Tage, allerdings haben die Herren aus Wiesbaden ansonsten keinerlei Interesse, als „retro“ zu gelten. Schon mit dem eröffnenden „Bleed“ oder auch dem nachfolgenden Titeltrack setzen SINBREED auf auf treibende Riffs in zeitgemäße fetter Produktion, weshalb die Gitarren hier schön trocken ausfallen und gehörig braten. Die Bausteine, mit denen die Truppe arbeitet, sind dabei althergebracht, aber darum nicht weniger hochwertig: Zu den erwähnten Riffs kommt der kraftvolle Gesang von Sänger Herbie Langhans sowie selbst verständlich große, eingängige Refrains und singbare Melodieläufe. Ähnlich wie die Genre-Spitze MYSTIC PROPHECY wandeln also auch SINBREED auf dem Grad zwischen moderner Härte und Power Metal-typischer Melodie, wobei es bei SINBREED - und das ist mitnichten negativ zu verstehen - weniger thrashig und auch nicht ganz so technisch zugeht. Dennoch stellen die Herren mit Nummern wie „Call To Arms“, „Leaving The Road“ oder auch „Black Death“ ein ausgeprägtes Gespür für zeitgemäßes Heavy Metal-Songwriting zur Schau. Dankenswerterweise verzichtet die Truppe auch auf eine dieser schmalzigen Power Metal-Balladen, die auf einem Album wie diesem zu befürchten sind. Insgesamt merkt man „Shadows“ hier und da an, dass es sich „erst“ um das zweite Album der Truppe handelt, denn das enthaltene Material ist doch größtenteils recht ähnlich aufgebaut, aber dennoch: Knackige Riffs, wie es sie bei SINBREED zuhauf zu hören gibt, muss eine Band erstmal schreiben und dann auch noch mit so viel Power umsetzen können. Wie bereits eingangs erwähnt wurde „Shadows“ zudem in eine Vorzeige-Produktion verpackt, die dem Riffing der Mannschaft den nötigen Druck verschafft und dieser Platte so ein Sahnehäubchen aufsetzt.

Mit „Shadows“ haben SINBREED ein gradliniges, kraftvolles Heavy Metal-Album ohne wenn und aber abgeliefert. Die Truppe aus Wiesbaden dürfte für jeden Fan melodischer Härte so einiges zu bieten haben, denn wenngleich sich die Band auf ihrem Zweitwerk kaum über die Grenzen des Genres hinauswagt, halten SINBREED ihrem Musik doch weithin frei von Klischees und legen ein hohes Maß an Spielfreude an den Tag.

Trackliste:
01. Bleed
02. Shadows
03. Call To Arms
04. Reborn
05. Leaving The Road
06. Far Too Long
07. Black Death
08. Standing Tall
09. London Moon
10. Broken Wings
Spielzeit: 00:48:19

Line-Up:
Herbie Langhans - Vocals
Flo Laurin - Guitar
Marcus Siepen - Guitar
Alexander Schulz - Bass
Frederik Ehmke - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
21.03.2014 | 00:26
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