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Cover von Sinister -- The Post-Apocalyptic Servant
Band: Sinister Homepage Sinister bei Facebook Metalnews nach 'Sinister' durchsuchenSinister
Album:The Post-Apocalyptic Servant
Genre:Death Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:23.05.14
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"Solide, aber nicht bahnbrechend auf die Mütze"

Da sich die niederländischen Deather SINISTER seit „Afterburner“ [2006] munter auf einen Zweijahresrhythmus eingeschossen haben, steht nun mit „The Post-Apocalyptic Servant“ pünktlich wieder ein neues, das inzwischen elfte Studioalbum vor der Tür.

Und natürlich sind die Tulpendeather wie der Schuster bei seinen Leisten geblieben. Will heißen: Große Überraschungen oder Innovationen darf/kann man nach wie vor nicht erwarten, die Songs sind alle leicht überdurchschnittlich, aber eben auch nicht der Oberhammer [wobei hier „The Masquerade Of An Angel“ und „The Burden Of Mayhem“ sehr positiv hervorstechen], und es wird bevorzugt auf die Tube gedrückt, bis der Arzt kommt. Zum Glück gibt es dann aber doch einige wenige „langsamere“ und groovende Stakkato-Parts, denn sonst wäre die ganze Angelegenheit schlichtweg zu eintönig geworden – Aggression, Tempo und Brutalität in allen Ehren. Denn grundsätzlich machen die Jungs um Aad Kloosterwaard in erstmals unveränderter Bandbesetzung von Album zu Album nichts grundlegend falsch und schreddern in bester US-Death-Manier mit viel CANNIBAL CORPSE im Blut [„The Macabre God“, „The Dome Of Pleasure“] und ohne modernen Schnickschnack kompromisslos durch die Gegend [die paar Samples mal ausgeklammert], dass es nur so kracht. Wie auch beim leider erneut sehr klischeebehafteten Artwork von Mike Hrubovcak fehlt es aber eben auch bei den Songs am gewissen Etwas und wirklichen Knallern über die Albumlänge hinweg gesehen, auch wenn spielerisch alles in Ordnung geht. Die Growls von Aad sind dafür eher Standard und auf Dauer ein bisschen monoton, während die Produktion schön sägend, druckvoll und aggressiv geworden ist und gut zu SINISTER passt. Wer übrigens die Limited Edition des postapokalyptischen Konzeptalbums ins Augen fassen sollte, dem sei gesagt, dass es hier noch brauchbare, aber keine überragenden Coverversionen von „Fall From Grace“ [MORBID ANGEL], „Deadly Inner Sense“ [PARADISE LOST; hier wären gesangliche Abwechslung und Tiefgang wichtig gewesen] und „Unstoppable Force“ [AGENT STEEL] sowie ein Video von „The Science Of Prophecy“ gibt.

Fazit: Mit „The Post-Apocalyptic Servant“ legen SINISTER erneut ein brauchbares, aber nicht überwältigendes Album vor, das vor allen Dingen die Freunde des schnörkellosen Prügel-Todesbleis ansprechen dürfte. Fans der Band werden sowieso blind zuschlagen und machen damit auch nicht viel verkehrt, auch wenn es anno 2014 nach wie vor nicht für SINISTER reicht, um ganz vorne mitzuzocken – so solide und kompromisslos die Geschichte auch gemacht sein mag.

Trackliste:
01. The Science of Prophecy
02. The Macabre God
03. The Sculpture Of Insanity
04. The End Of All That Conquers
05. The Masquerade Of An Angel
06. The Dome Of Pleasure
07. The Post-Apocalyptic Servant
08. The Art Of Skin Decoration
09. The Saviour
10. The Burden Of Mayhem
Spielzeit: 00:44:56

Line-Up:
Aad Kloosterwaard – Vocals
Dennis Hartog – Guitars
Bas Brussaard – Guitars
Mathijs Brussaard – Bass
Toep Duin – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
30.05.2014 | 18:56
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