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Reviews von Sirenia
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Cover von Sirenia -- Dim Days Of Dolor
Band: Sirenia Homepage Sirenia bei Facebook Metalnews nach 'Sirenia' durchsuchenSirenia
Album:Dim Days Of Dolor
Genre:Female Fronted, Gothic Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:11.11.16
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"Traurige Schönheit mit Altersspuren"

Neue Sängerin, neues Glück. Für SIRENIA-Mastermind Morten Veland ist das mittlerweile zur Devise geworden. In 14 Jahren Bandgeschichte steht nun schon die fünfte Elfe am Mikro.

Dabei verfügt Emanuelle Zoldans Stimme über eine angenehm warme Färbung, die Dauerquäken auf „Dim Days Of Dolor“ gottlob gar nicht erst zulässt. Ansonsten ist aber natürlich die Marschrichtung klar – der Titel zeigt es ja schon an: großes Drama und zwischen Orchester-Arrangements umhertaumelnde Verzweiflung sind angesagt. Im Opener „Goddess Of The Sea“ wirbelt man diese Mischung zum eindrucksvoll pompösen Hit-Feuerwerk zusammen, das – getrieben von drückenden Gitarren und einem tollen Spannungsbogen in den Strophen – Appetit auf mehr macht. Den folgenden Titelsong gestaltet man dann jedoch unverhofft als wenig spektakuläre Pop-Nummer, die aber immerhin mit einer klaren Struktur und einer netten Hookline glänzt. Nicht ärgerlich, aber auch nicht mehr als Stangenware. „The 12th Hour“ rockt wieder amtlich, kommt aber nicht so auf den Punkt, wie es möglich gewesen wäre, auch wenn der Einsatz verschiedenster Stimmen ganz interessant ist und das unheimliche Flair des Songs gut transportiert. Richtig gut wird es bei „Ashes To Ashes“ und „Fifth Column“. Hier korrespondieren Härte, Drama und epische Momente so wie sie es sollten, ohne kitschig zu werden. Und auch die das Album beschließende Ballade „Aeon's Embrace“ geht gerade noch als gelungen durch. Allerdings können solche Momente auf dem Album nicht verbergen, dass man bei anderen Tracks immer mal wieder in die 08/15-Symphonic Metal-Trickkiste gegriffen hat. Das aktuelle Riff klingt arg belanglos? Egal – klatschen wir halt ein paar Effekte drauf! Die Hookline ist nicht ganz so doll? Blähen wir sie doch mit einem dicken Chor auf! Irgendwie kommt der Song nicht schlüssig voran? Kein Problem – bauen wir einen Blastbeat ein – das klappt bei EPICA schließlich auch! Das Problem ist nur, dass man die kompositorische Klasse der Niederländer nicht erreicht.

Grundsätzlich kann man Morten Veland ein Händchen für fesselnde Momente nicht absprechen. Sein Werk ist sicherlich um einiges gehaltvoller als das mancher Genrekollegen – vorausgesetzt, man kann diesem Sound etwas abgewinnen. Aber dass dem Mann langsam die Ideen ausgehen, kann auch das sich kontinuierlich drehende Besetzungskarussell irgendwann nicht mehr verschleiern. Dennoch ist „Dark Days Of Dolor“ immer noch ein gutes Album, das weder Spannung noch metallische Härte unterschlägt. Für schwermütige Cineasten auf jeden Fall ein guter Winter-Soundtrack!

Trackliste:
01. Goddess of the Sea
02. Dim Days Of Dolor
03. The 12th Hour
04. Treasure n' Treason
05. Cloud Nine
06. Veil of Winter
07. Ashes to Ashes
08. Elusive Sun
09. Playing with Fire
10. Fifth Column
11. Aeon's Embrace
Spielzeit: 00:56:35

Line-Up:
Emmanuelle Zoldan - Vocals
Morten Veland - Guitar, Bass, Vocals
Jan Erik Soltvedt - Guitar
Jonathan A. Perez - Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
29.12.2016 | 23:33
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