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Cover von Six Feet Under -- Crypt Of The Devil
Band:  Metalnews nach 'Six Feet Under' durchsuchenSix Feet Under
Album:Crypt Of The Devil
Genre:Death Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:01.05.15
CD kaufen:'Six Feet Under - Crypt Of The Devil' bei amazon.de kaufen
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"Altbewährt mit neuem Team"

Für das neue Album seiner groovenden Death Metal-Walze SIX FEET UNDER scharte Chef-Growler Chris Barnes eine neue Mannschaft um sich: An Bass und Gitarre sowie beim Songwriting unterstützte den Mann für „Crypt Of The Devil“ ein gewisser Phil Hall, sonst tätig bei MUNICIPAL WASTE und CANNABIS CORPSE. Zudem lieh sich der Mann noch Saitenhexer Brandon Ellis von den Melodic Death Metallern ARSIS aus. Man darf also gespannt sein, was da kommen mag...

Trotz veränderter Besetzung spielt die Truppe um Chris Barnes auch auf „Crypt Of The Devil“ wieder Bollo-Death Metal nach gewohntem Rezept. Das ist nicht eben abwechslungsreich, kann aber durchaus spaßig sein und besticht gerne durch infektiösen Groove, z.B. in „Lost Remains“ oder „The Night Bleeds“ oder der verdammt gelungenen Headbang-Orgie „Slit Wrists“. So rangiert die Band wie immer irgendwo zwischen doomig-zähen Midtempo-Brechern und furioseren Angriffen wie „Stab“, was stets gut funktioniert aber kaum die Grenzen des Genres erweitern wird - die Mitarbeit von MUNICIPAL WASTE- und CANNABIS CORPSE-Bassist Phil Hall hat also kaum einen großen Eindruck beim Songwriting hinterlassen. Von einer Band wie SIX FEET UNDER wird aber auch kaum erwartet, dass sie sich verändert. Insbesondere die Gitarrenfraktion hat auf „Crypt Of The Devil“ einiges zu bieten und so warten etwa Nummern wie „Open Coffin Orgy“ mit überraschend melodiösen Gänsehaut-Gitarren auf. Überhaupt bilden die oftmals reichlich anspruchsvollen Leadgitarren auf „Crypt Of The Devil“ das ideale Gegengewicht zu den nicht selten etwas monotonen oder zumindest nicht unbedingt innovativen Riffs aus dem Hause SIX FEET UNDER. Die Abwesenheit von Langzeit-Klampfer Steve Swanson während der Aufnahmen wird also bestens von Aushilfs-Axtmann Brandon Ellis ausgeglichen - das verwundert wenig, denn normalerweise frickelt der Mann bei den weitaus technischeren ARSIS. Hier sorgt dessen superbes Spiel für frischen Wind und das ist nur zu begrüßen. Altbekannt und stets beliebt ist hingegen Frontmann Chris Barnes und der tut sich auch auf „Crypt Of The Devil“ wieder als der gemeinste Growler des Genres hervor - wenn er denn nicht gerade wie ein gestresster Ziegenbock klingt, aber diese etwas befremdlichen Anwandlungen halten sich auf dieser Platte dankenswerterweise in Grenzen. Wie eingangs erwähnt, machen SIX FEET UNDER auf ihrer neuesten Platte also so ziemlich das Gleiche wie schon die letzten 20 Jahre, aber das auch auf gewohnt hohem Niveau - nur großartige Neuerungen kann und wird auch vermutlich niemand erwarten.

„Crypt Of The Devil“ ist ein in jeder Hinsicht typisches SIX FEET UNDER-Album geworden: Typische Riffs, typische Growls, typische Songs – aber eben auch typische Qualität. Während das neu gegründete Songwriting-Duo Barnes und Hall also kaum eine veränderte Handschrift aufweist, macht sich doch die Präsenz von Studio-Gitarrist Brandon Ellis bemerkbar, denn der setzt mit seinen Leads frische Akzente. Für Fans ist „Crypt Of The Devil“ bestimmt ein muss, für Neulinge zumindest hörenswert.

Trackliste:
01. Gruesome
02. Open Coffin Orgy
03. Broken Bottle Rape
04. Break The Cross In Half
05. Lost Remains
06. Slit Wrists
07. Stab
08. The Night Bleeds
09. Compulsion To Brutalize
10. Eternal Darkness
Spielzeit: 00:36:59

Line-Up:
Band:

Chris Barnes - Vocals
Brandon Ellis - Guitar
Phil Hall - Bass, Guitar
Josh "Hallhammer" Hall - Drums

Gastmusiker:

Ray Suhi - Guitar
Rebecca Scammon - Guitar
Thomas Meyns [Metalviech]
01.05.2015 | 21:56
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