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Cover von Six Feet Under -- Graveyard Classics 3
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Album:Graveyard Classics 3
Genre:Death Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:15.01.10
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"Nicht ganz so Frisches vom Friedhof"

Viele sagen, die “Graveyard Classics”-Serie habe schon nach ihrem ersten Teil an Reiz verloren. Das damals grandiose erste Album der Reihe wurde von einem eher mittelmäßigen zweiten Teil gefolgt, der damals AC/DCs komplettes "Back In Black“ verarbeitete. Jetzt besinnen sich SIX FEET UNDER wieder auf das ursprüngliche Konzept der "Graveyard Classics“ und nehmen sich vieles aus verschiedenen Metal-Richtungen fürs hausgemachte Covern.

Den Einstieg bildet "A Dangerous Meeting“, das im Original von MERCYFUL FATE stammt. Schon im Intro wird man ergriffen und der Groove packt einen. Das Growling anstelle der eigentlich sehr hohen Stimmlage von King Diamond wird erstmal etwas störend und da wirkt der Herr Barnes doch um einiges kraftvoller und der gewisse "80er Jahre-Sound“ ist, dank hervorragender Produktion, auch verschwunden. Leider ist der Song aber auch kein wahres Highlight. Deshalb gleich weiter zum ANVIL-Cover "Metal On Metal“. Die Floridaner bieten hier eine bodenständige Death Metal-Version des Klassikers, ohne dabei den Flair des Originals zu verlieren. Hier haben Barnes und Co. bei der Songauswahl richtig gewählt und hier passt die Umsetzung richtig gut. "The Frayed Ends Of Sanity“ ist ein METALLICA-Cover, bei dem man den Ursprung leider kaum mehr heraus hört. Warum man einen Song herausgesucht hat, der nicht gerade als Glanzleistung berühmt ist, ist Nebensache, denn die Umsetzung ist entgegen vieler Befürchtungen nicht gerade schlecht geworden. Chris Barnes ist zwar kein James Hetfield, jedoch klingt der Titel vom Album "…And Justice For All" angenehm frisch. Mit "At Dawn They Sleep“ folgt ein weiteres Thrash-Cover. Diesmal aus dem Hause SLAYER. Die Verarbeitung macht Laune und auch das Solo ist sehr schön umgesetzt. Trotz aller "Verdeathung“ hört man SLAYER noch immer heraus und muss zugeben, dass das Cover bei weitem nicht ans Original heran kommt. An BACHMANN-TURNER OVERDRIVE traut man sich ebenfalls heran und verwurstet hier "Not Fragile“ aus den Tiefen der Siebziger. Die Vorlage hatte schon einen schönen langsamen Groove im Schlepptau, auf dem sich die Deather auch ausbreiten. Sehr schön gemacht, aber irgendwie auch verzichtbar. Etrwas besonderes bieten uns SIX FEET UNDER auch hier nicht. Ein rumpelnder Klassiker voller Energie und "Feuer“ ist Gitarrenguru VAN HALENs "On Fire“, was wohl auch das Highlight der Platte ist. Hier macht das Zuhören richtig Spaß und man kommt an das Niveau von "TNT“ auf dem ersten Klassiker-Album heran. EXCITER sind mit "Pounding Metal“ vertreten. Druckvoll hämmert die harte Variante des Songs von 1984 aus den Boxen und hat einen hohen Fun-Faktor. Im Gegensatz zum Original von TWISTED SISTER wirkt die SIX FEET UNDER-Version von "Destroyer“, als hätte man die Geschwindigkeit herunter gedreht, um den Song stärker und tiefer grooven zu lassen. Nach den beiden hervorragenden "On Fire“ und "Pounding Metal“ geht der Song leider unter, wobei er aber so oder so kein Highlight darstellt. "Psychotherapy“ huldigt THE RAMONES und klingt auch mit den wilden Growls herrlich nach ramonesker Anarchie. Der sehr schnelle, fast punkige Titel macht richtig Spaß und ist der [!] Partytrack auf "Graveyard Classics 3“.

Insgesamt ist "Graveyard Classics 3“ ein Coveralbum, das vielleicht nicht gerade "nötig“ gewesen wäre und auch nicht durch eine besondere Klasse glänzt. Allerdings findet sich darauf auch das ein oder andere Schmuckstück. Und wenn man den Stil von SIX FEET UNDER mag, lohnt sich ein Kauf gleich doppelt.

Trackliste:
01. A Dangerous Meeting - Mercyful Fate
02. Metal On Metal - Anvil
03. The Frayed Ends Of Sanity - Metallica
04. At Dawn They Sleep - Slayer
05. Not Fragile - Bachman Turner Overdrive
06. On Fire - Van Halen
07. Pounding Metal - Exciter
08. Destroyer - Twisted Sister
09. Psychotherapy - The Ramones
10. Snap Your Fingers, Snap Your Neck - Prong
Spielzeit: 00:46:01

Line-Up:
Chris Barnes - Gesang
Steve Swanson - Gitarre
Terry Butler - Bass
Greg Gall - Schlagzeug
Sebastian Kronenberg [sebyK]
11.01.2010 | 15:17
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