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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Skirmish - Jet-Black Days
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Album:Jet-Black Days
Genre:Black/Thrash Metal, Death/Thrash Metal, Thrash Metal
Label:Eternal Sound
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:04.10.13
CD kaufen:'Skirmish - Jet-Black Days' bei amazon.de kaufen
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"Einmal Extreme Metal mit alles, bitte! Und scharf!"

Im hohen Norden Finnlands formierte sich 2005 die Band SKIRMISH. Sich selbst den härteren Tönen verschrieben, hat das Quartett 2011 mit seinem Debütalbum „Through The Abacinated Eyes“ vorrangig im finnischen Underground für Furore gesorgt. „Jet-Black Days“ ist der Titel des neuen Albums, mit dem SKIRMISH nun auch den europäischen Kontinent mit frischen thrash-metallischen Klängen begeistern wollen.

Die Versuch des Plattenlabels, SKIRMISH zielgenau als Thrash-Metal-Band zu kategorisieren darf jedoch angezweifelt werden. Das Label liegt zwar nicht gänzlich falsch, trifft aber auch nicht ins Schwarze. Die Finnen bieten weit mehr als „nur“ Thrash-Töne. Während der Opener „Terminal Embrace“ mit SLAYEResken Vollgas-Riffs in die erst Runde startet, birgt der ein oder andere Song auf „Jet-Black Days“ viel mehr Death- oder Black-Metal-Atmosphäre. Dieses erfrischende Gemisch wird dabei von tief todmetallischen Growls überlagert. Das Spielen mit dem Gaspedal nutzen die Finnen ausgiebig und springen von Genre zu Genre als wären es Spurwechsel auf der Autobahn. Dabei schaffen sie es jedoch, innerhalb der Tracks in einer Spur zu bleiben. So fällt beispielsweise „Absolut Demise“ besonders groovend aus, „First Seed“ nimmt einen Schlenker zum Göteborger Death Metal in Kauf und hinter dem Titel „Mirror Distortion“ versteckt sich eine schwarzmetallische Mid-Tempo-Zone. Insgesamt sind die sieben Titel auf „Jet-Black Days“ mit dem bloßen Verweis auf das Thrash-Genre also nicht treffend beschrieben. Das Album hat aber, trotz aller Mannigfaltigkeit im Songwriting, auch Charakterzüge, die das ganze Werk betreffen. So verzichtet die Band auf eine zu dicke oder glatt geschliffene Produktion, die dem Album die Authentizität geraubt hätte. Der Sound ist rau und versprüht dadurch einen gewissen Charme. Zudem sind die Soli der Saitenfraktion ein Genuss. Anders als die Growls von Frontmann Jani Niskanen. Die sind zwar nicht schlecht, wirken auf dem Album allerdings doch zu Monoton. Letztlich klingen die Vocals trotz des Genre übergreifenden Charakters des Albums konstant und wirken als verbindendes Glied der sieben Tracks.

Insgesamt muss man SKIRMISH attestieren, dass sie ihr Handwerk gekonnt ausüben und sich auf „Jet-Black Days“ gleich in mehreren Genres beweisen. Besonders für Freunde härterer Gangart, die von zu vielen Songs nach „Schema F“ die Nase voll haben, dürfte der abwechslungsreiche Langspieler ein gefundenes Fressen sein. Im Gegenzug dürften musikalische Monotheisten ihre Probleme mit der Bandbreite der Band haben. Spannend bleibt es allemal, in welche Richtung sich die Band mit ihren weiteren Outputs entwickeln wird. Schaffen es SKIRMISH, dem Schubladendenken weiterhin so gekonnt zu entkommen?

Trackliste:
01. The Mirror Distortion
02. Strategy Of Self-Destruction
03. Obscure Tyrant
04. Replacement
05. First Seed
06. Terminal Embrace
07. Absolution Demise
Spielzeit: 00:41:50

Line-Up:
Jani Niskanen - Vocals
Mikko Kupiainen - Guitar
Markus Salo - Guitar
Kalle Raijonkari - Bass/Vocals
Panu Heikkinen - Drums
Sebastian Kronenberg [sebyK]
21.11.2013 | 18:20
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