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Band: Skitliv Homepage Skitliv bei Facebook Metalnews nach 'Skitliv' durchsuchenSkitliv
Album:Kristiansen And Kvarforth Swim In The Sea Of Equilibrium While Waiting... [Demo]
Genre:Black Metal, Doom Metal, Noisecore
Label:Eigenproduktion
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:04.12.07
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"18:15min aus dem Leben eines Maniac"

Rar ist sie auf jeden Fall - die Demo von SKITLIV, der neuen Band von Maniac [Ex-MAYHEM] und Niklas [SHINING] mit dem etwas unhandlichen, aber dafür sehr interessanten Titel "Kristiansen And Kvarforth Swim In The Sea Of Equilibrium While Waiting".
Limitiert auf 393 handnummerierte, selbstgebrannte CD-R's, verpackt in eine simple Papierhülle, die das Gemälde "Die große Welle vor Kanagawa" des japanischen Ukiyo-e Künstlers Katsushika Hokusai veredelt, war sie nur auf den Konzerten der Tour im Dezember mit SHINING [Se] und HELLSAW zu erstehen.
Schon wenige Tage später erzielte die Demo mit Höchstgeboten um die 20€ schon 15€ Gewinn für den, der am Merchandise-Stand etwas weiter dachte als bis zum heimischen CD-Schrank - ob die CD diese Summe allerdings wert ist, hängt davon ab, mit welcher Intention man sie ersteht:

Vom Standpunkt des Sammlers aus ist sie ein Muss: 2 Black Metal-Autonome, im wahrsten Sinne des Wortes, umstritten und verrufen wie nur Wenige in der Szene, veröffentlichen ein streng limitiertes Werk, dass durch seine Eigenheit ein deutlicheres Fuck Off an die trven Traditionen kaum geben könnte und somit wohl mehr Black Metal ist, als so mancher, nein, eigentlich jeder Corpspaint-Knüppel-BM. Insofern ist die CD schon kurz nach ihrer Veröffentlichung wohl absoluter Kult und ein Sammlerstück.
Reduziert man die CD allerdings um eben diesen Kult-Bonus auf das Songmaterial, so ist dieses, verglichen mit den zahlreichen Vorab-Versionen anderer Lieder auf Myspace wie "Hollow Devotion", dem Gaahl [GORGOROTH] seine Stimme für Intro und Outro lieh, zwar etwas schwächer, aber dennoch chaotisch, innovativ und vor allem anders genug, um zu faszinieren:
Man könnte meinen, Maniac vertont sein Leben, und wenn diese These stimmt, ist dieses verdammt abgefuckt, reudig und hässlich - ein "Skit-liv" eben [aus dem schwedischen in "Scheißleben" zu übersetzen].
Denn genau so klingen die 18:15 Minuten, für die Maniac den Hörer in seine Welt entführt.
Als Intro wurde ein sehr skuriles Dudelsack-Synthesizer-Intro mit Sprech-/Flüster/Jammergesang verwendet, das von David Tibet's Projekt CURRENT 93 extra für die SKITLIV-Demo komponiert und aufgenommen wurde.
Darauf folgen zwei Lieder, die weder eine erkennbare Struktur, noch eine Entwicklung oder dergleichen aufweisen: Eingerahmt von allen möglichen Geräuschen, die hervorzubringen eine Gitarre im Stande ist, schleppen sich doomige Riffs, getragen-verloren klingende Gitarren-Melodien sowie ein langsames, kraftvolles Schlagzeug Schritt für Schritt in die vertonte Dunkelheit - und über all dies legt sich Maniacs rauhe Stimme, röchelnd, quälend, leidend.
Das ganze ist wohl musikalisch noch am ehesten mit CELTIC FROSTs "Monotheist" zu vergleichen, das stellenweise eine vergleichbare Stimmung erzeugt. Und so legt sich nach einer guten Viertelstunde vertonter Anarchie eine [vermutlich] japanische Rede über ausklingendes Gitarren-Kreischen, Verstärkerrauschen und Rückkopplungen, und man ist am Ende angelangt, am Ende der CD, am Ende der 18:15 Minuten aus Maniacs Leben und vielleicht am absoluten Ende des Lebens: Livets Ändhallplats, um mit SHINING zu sprechen.

Anspieltipp: Durchhören oder es ganz bleiben lassen. Soviel Zeit muss sein, und 18min. wartet man auch mal an der Busstation.

Trackliste:
01. Who Will Deliver Us From Gold & Planets [by CURRENT 93]
02. Slow Pain Coming
03. A Valley Below
Spielzeit: 00:18:15

Line-Up:
Maniac - Vocals, Guitars, Bass
Kvarforth - Guitars
Ingvar - Guitars
Spacebrain - Bass
Wedebrand - Drums
Moritz Grütz [Morg]
09.02.2008 | 14:39
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