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Cover von Skum -- Prašina
Band: Skum Homepage Skum bei Facebook Metalnews nach 'Skum' durchsuchenSkum
Album:Prašina
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:SAOL
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:01.02.13
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"Karneval fällt aus - Köln wird abgerissen!"

Vor Urzeiten, um genau zu sein vor über 16 Jahren, unter dem unheilvollen Namen ANCIENT TRUTH gegründet, stehen die rheinischen Todesfetischisten SKUM wieder in den Startlöchern, um ihr nunmehr drittes Album in die Menge zu schaufeln. Nach den beiden „Skumworks“ I [2004] & II [2008] brechen die kölschen Jungens jedoch mit ihrer Titel-Tradition und taufen das neue Werk auf den vielversprechenden Namen „Prašina“ [kroat. für Staub]. Mit Roberto Parada am Sechs- und Christian Görke am Viersaiter gibt es außerdem Zuwachs in den SKUM-Reihen, was sich bereits auf der Visitenkarte in Form der „Promo 2010“ und schlussendlich auf „Prašina“ deutlich bemerkbar macht...

SKUM - in der Vergangenheit eher ein Synonym für die Redewendung „nichts Halbes und nichts Ganzes“. Das war Rock, das war Metal, das war von allem ein Wenig und zwar in den verschiedensten Ausprägungen. Mit „Prašina“ bohrt sich nun ein regelrechter Trümmer ins Ohr, der sich gewaschen hat. Das Quartett scheint sich auf die Essenz ihres vergangenen Schaffens besonnen zu haben und präsentiert eine herrlich lebendige Mixtur aus jenen Elementen, die die Vergangenheit prägten – kompositorisch gewiefter, ausgereifter und mit einer verdammt großen Handvoll Hoden. Selbstverständlich darf so manche Tradition nicht gebrochen werden, und so bleibt das Markenzeichen von Frontsau Nikola Grgic der Balance-Akt zwischen stilistisch stimmig eingesetzten deutschen, englischen und kroatischen Lyrics. Dies steht dem experimentellen Mix aus saftigem Old School Death, klassischen Heavy Metal Riffs, dreckigem Poser-Rock und der Portion deutscher Härte, die man von SKUM seit jeher kennt, in Verbindung verdammt gut zu Gesicht. Wahrscheinlich sogar besser denn je.
SKUM machen auf „Prašina“ kaum Gefangene und poltern nach dem Intro „Escoria“ mit „Trails“ gleich mal einen ordentlichen Abriss aufs Parkett, was sich mit wüsten Nummern wie „Spring Is Coming“ oder „The World Turns Red“ fortsetzt. Eher gediegenere, gleichwohl ebenbürtige Songs wie „Nada“ oder „Where All Life Ends“ wirken, als gönne man dem Hörer anspruchsvolle Ruhepausen, bevor es dann wieder saftig in die Vollen geht.

Fazit: SKUM liefern mit „Prašina“ den eindrucksvollen Beweis dafür ab, dass Monotonie im eigenen Genre verdammt langweilig werden kann, wenn man nicht hier und da die kleinen Stellschrauben der Möglichkeiten wahrnimmt. Hört man sich das neue Werk einmal genau an, bemerkt man schnell die Liebe, die in jeder Note steckt und die vielen kleinen Huldigungen an den Metal im Gesamten. Angesichts der in Eigenproduktion verdammt eindrucksvoll gelungenen Präsentation des Ganzen, muss hier eindeutig aufgewertet werden. „Prašina“ - knappe 50 Minuten Unterhaltung in diversen Varianten. Welcome back, SKUM!

Trackliste:
01. Escoria
02. Trails
03. Prašina
04. Spring Is Coming
05. Kolos
06. Nada
07. The World Turns Red
08. Blood Is On Our Hands
09. Schlachtpark
10. Brandrodung
11. Where All Life Ends
12. Pjesma Bez Imena
Spielzeit: 00:49:01

Line-Up:
Nikola Grgic - Gesang
Roberto Parada - Gitarre
Christian Görke - Bass
Christoph Buchheim - Schlagzeug


Gäste:
Patrick "Puddy" Fischer - Gesang
Patrick Franken – Gesang
Markus Jakob [shilrak]
31.01.2013 | 20:59
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