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Cover von Sky Architects -- The Promise Of Tomorrow
Band: Sky Architects Homepage Sky Architects bei Facebook Metalnews nach 'Sky Architects' durchsuchenSky Architects
Album:The Promise Of Tomorrow
Genre:Alternative, Post Hardcore, Post Rock
Label:VME Group
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:25.05.12
CD kaufen:'Sky Architects - The Promise Of Tomorrow' bei amazon.de kaufen
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"Wohlklangsarchitekten am Werk!"

Schubladi, Schublada – Bands, denen es nicht passt, von der Schreiberlingszunft in die eine oder andere Kategorie einsortiert zu werden, bedienen sich oft eines kleinen Tricks. Sie machen einfach ihr eigenes Genre-Schublädchen auf und hoffen, dass es übernommen wird.

So auch die dänische Truppe SKY ARCHITECTS, die ihren Klangcocktail kurzerhand als „Doom Pop“ tituliert. Ob sie damit verhindern können, dass man sie in die Postrock/Posthardcore-Nische presst, ist ziemlich fraglich. Denn genau in diese Ecke passt „The Promise Of Tomorrow“ so wunderbar hinein, dass wohl kaum ein Journalist sich der Versuchung entziehen kann, ein bekanntes Etikett einem erklärungsbedürftigen vorzuziehen. Zumal "Doom Pop" eher zu einer Band wie GHOST passen dürfte. Tja, dumm gelaufen!
Das sollte die Band aus dem schönen Aarhus nicht sonderlich grämen, denn für die Musik bekommt sie mit Sicherheit einiges an Respekt – und das zu Recht. Denn obgleich epische Postrock-Bands aus dem Szeneboden jeder größeren Kleinstadt zu wuchern scheinen wie der Schimmelpilz in schlechtgelüfteten Badezimmern, haben sich die minutiöse Planung und die konsequente DIY-Attitüde von SKY ARCHITECTS gut bezahlt gemacht. Trotz meiner Unkenntnis der vorangegangenen EPs „Sky Architects“ [2008] und „The Reflection“ [2010] bin ich mir sicher, dass sie nicht nur aus Geldmangel und Ungeduld entstanden sind, sondern der allmählichen Verfeinerung des Bandsounds dienen sollten. Bei so viel Plan ist es dann natürlich kein Wunder, dass „The Promise Of Tomorrow“ wie aus einem Guss klingt und trotz seiner Spieldauer keine nennenswerten Längen aufweist. Nach so viel Bauchpinselei sei natürlich nicht unerwähnt, dass sich SKY ARCHITECTS musikalisch und stilistisch keinesfalls im luftleeren Raum und jenseits von Gut und Böse bewegen. Dass die Band bereits die Bühne mit Bands wie unter anderem 65 DAYS OF STATIC, CASPIAN und ANDSOIWATCHYOUFROMAFAR geteilt hat, darf dabei als guter Fingerzeig dienen. Denn in ziemlich ähnlichen Sphären bewegen sich die vier Herren auf „The Promise Of Tomorrow“, die mittlerweile fast genretypische, leicht schmalzig-poppige Selbstvergessenheit und der schmachtende Klargesang eingeschlossen. Und noch verstärkt durch Gastbeiträge von unter anderem Karin Nielsen, Anna Brønsted und dem Streichquartett WHO KILLED BAMBI.

Das ich auf die durchweg vorhandene Lieblichkeit im Hause SKY ARCHITECTS nicht allergisch reagiere, sondern sie sogar zu schätzen weiß, mache ich vor allem an zwei Punkten fest: Erstens ist das Album trotz seiner Homogenität und Eingängigkeit ziemlich abwechslungsreich geraten und zweitens haben die Himmelsarchitekten immer noch das entscheidende Quäntchen fuzziges Grummeln unter den ganzen Wohlklang gebettet – ähnlich, wie es auch bei den [stilistisch wohlgemerkt ziemlich anders gelagerten] Amerikanern von BARONESS in jüngerer Zeit der Fall ist. Wer Postrock etwas abgewinnen kann, sollte dieser Scheibe definitv Gehör schenken und sich nicht von dem etwas nichtssagenden Cover ins Bockshorn jagen lassen!

Trackliste:
01. The Promise
02. Fade Out
03. We'll Never Forget This
04. All Free Must Fly
05. Waves of Light
06. The Dark Wave
07. Breach These Walls
08. Ignite
09. Endzeit
10. Procession of Hearts
Spielzeit: 00:49:22

Line-Up:
Mr. Lassen - Gitarre
Mr. Fast - Gesang/Gitarre
Mr. Graneberg - Bass
Mr. Rasmussen - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
10.07.2012 | 15:12
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