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Band: Slayer Homepage  Metalnews nach 'Slayer' durchsuchenSlayer
Album:Repentless
Genre:Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:11.09.15
CD kaufen:'Slayer - Repentless' bei amazon.de kaufen
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"Fulminante Rückkehr"

Über zwei Jahre sind seit dem Tod von Jeff Hanneman vergangen. SLAYER begnügen sich deswegen aber nicht damit, das wohlverdiente Rentenzeitalter anzubrechen, sondern greifen auf die bereits bewährte Alternative Gary Holt zurück. Eine bessere Wahl gibt es nicht - der EXODUS-Klampfer hat jüngst mit seiner Hauptband unter Beweis gestellt, dass er zu den Ober-Riffmeistern dieses Planeten gehört. Alles bekannte Infos soweit, die Frage ist jetzt, was verbirgt sich hinter „Repentless“? Können SLAYER die Tiefschläge der letzten Jahre einfach vom Tisch fegen oder befindet sich das Schlachtschiff des Thrash-Metals auf dem Weg in die flachen Gewässer der Belanglosigkeit?

Die Antwort auf den zweiten Teil der Frage ist ein kräftiges Nein! Da wäre zunächst mal der unglaublich wuchtige Sound. „Repentless“ ist das Meisterstück von Terry Date, auf dessen Konto Klassiker wie PANTERAs „Vulgar Display Of Power“ und OVERKILLs „The Years Of Decay“ gehen. Endlich kann man, ja muss man eigentlich, mit einem SLAYER Album wieder das tun, wozu es da ist, bis zum Anschlag laut aufdrehen nämlich. Definitiv nichts für schnöde Zimmerlautstärke. „Repentless“ ist die Schlingpflanze aus der Hölle, deren Ranken dich spätestens nach „Take Control“ erbarmungslos in den Schlund der Tiefe hinab ziehen, gleichzeitig ist das Album auch der Rettungsanker, der dich vor dem Fall ins totale Nichts rettet. „Repentless“ ist der Mittelfinger für alle Zweifler und Nörgler, die der Band nach Hannemans Tod und Dave Lombardos [erneutem] Weggang das Ende prophezeiten. Hier geht es nicht um Weiterentwicklung, Selbstfindung oder gar göttliche Inspirationen, nicht um alt oder neu, sondern einfach nur um einundvierzig Minuten SLAYER ohne Schnickschnack. Das Album steht nicht für Überraschungen und doch paradoxerweise auch genau dafür. Seien es die absoluten Klassiker wie der Titeltrack zu Beginn, das erst nach mehrmaligen Durchläufen als genial erkannte „You Against You“ oder das Jeff Hanneman-Vermächtnis „Piano Wire“, die Band haut die besten Songs seit zweieinhalb Dekaden raus, was ich [und das gebe ich offen zu] keinesfalls erwartet hätte. Natürlich hat „Repentless“ auch weniger komplett überzeugende Momente. Bei dem fast schon balladesken „When The Stillness Comes“ kommt es auf die Tagesform an und die beiden Nummern „Cast The First Stone“ sowie „Chasing Death“ sind wahrlich keine lupenreinen Perlen der Musikgeschichte, zünden nach einer Weile dann doch ordentlich und fügen sich eher unauffällig ins Konzept ein. Und seien wir ehrlich, auch bei den alten Referenzalben gab es den einen oder anderen schwächeren Song, das darf man als SLAYER-Fan schon verkraften.

„Repentless“ ist Auferstehung und Tod zugleich, das Ende aller Dinge und auch deren Anfang. Wenn beim ersten Durchlauf eines Albums bereits alle Tassen aus dem Schrank knallen, die Platte zur morgendlichen Pflicht wird und nach einer Woche immer noch heftige Nackenschmerzen verursacht, dann haben die Protagonisten alles richtig gemacht. „Repentless“ ist SLAYER, SLAYER ist „Repentless“. Punkt!

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SLAYER sind nicht gleich SLAYER. Unbewusst dürfte noch der härteste Fan längst akzeptiert haben, dass die Legende SLAYER und die real existierende Band zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Dass sie auch ohne den viel zu früh verstorbenen Jeff Hanneman weitermachen würden war eigentlich klar – dass es auch ohne Lombardo geht, haben sie ja schon einmal bewiesen. Man weiß aber, dass SLAYER längst nicht mehr aus reiner Liebe zur Musik Album um Album aufnehmen, Tour um Tour abreißen. Der Platz im Metal-Olymp ist ihnen sicherer als die Miete. SLAYER ist ein Job, zu dem vor allem Familienmensch Tom Araya eine veritable Hassliebe an den Tag zu legen scheint. Das ist der Stoff, aus dem Legenden-Leichentücher sind. „Repentless“ ist trotzdem oder gerade deswegen weit davon entfernt, ein Sargnagel zu sein. SLAYER wissen, wie SLAYER klingen müssen. SLAYER liefern ab. Nicht nur Hits, wann war das je der Fall, aber eine astreine SLAYER-Scheibe mit phasenweise überraschend hohem Aggressionslevel. Solange sie die Kraft und die Wut finden, weiterhin Songs wie den Titeltrack oder meinen persönlichen Favoriten „You Against You“ zu schaffen, solange wird die Show weitergehen – ohne dass SLAYER ihren Legendenstatus aufs Spiel setzen.

5 von 7 Punkten I Grim Reaper

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Beginnen wir mit den positiven Aspekten: SLAYER klangen dank Produzent Terry Date [PANTERA, DEFTONES etc.] nie besser. Gerade der Vorgänger „World Painted Blood“ [2009] litt sehr unter der merkwürdigen Produktion, „Repentless“ ist zumindest in dieser Hinsicht sehr gelungen. Weiterhin scheint das Organ von Sänger/Bassist Tom Araya einfach unverwüstlich zu sein. Trotz seiner inzwischen 54 Lenze klingt der gebürtige Chilene in beeindruckender Weise immer noch genauso wie vor 20 Jahren. Das war es aber leider auch schon mit der Begeisterung. „Repentless“ ist ein etwas zu routiniertes Werk geworden, das gerade bei den schnellen Passagen regelrecht müde und gebremst wirkt. Ein gutes Beispiel dafür ist der „Up-Tempo“-Part nach dem ersten Break in „You Against You“, bei dem einem
echt die Füße einschlafen. Der vorab veröffentlichte Titeltrack bleibt in knapp 42 Minuten das einzige Stück, das zumindest größtenteils Arschtreter-Qualitäten zu bieten hat – aber auch nur im Albumkontext, verglichen mit der eigenen Vergangenheit klingt der Song immer noch recht hüftlahm. Highlights der Scheibe sind somit neben „Repentless“ eher die Mid-Tempo-Sachen wie das groovige „Vices“ [trotz beknackterem Text als bei SLAYER sonst so üblich] und das dunkle, noch von Jeff Hanneman [R.I.P.] komponierte und rhythmisch sehr interessant geratene „Piano Wire“. Die restlichen Songs sind entweder verzichtbar [die ebenfalls vorab veröffentlichte „Halbballade“ „When The Stillness Comes“] oder schlichtweg irrelevant [„Chasing Death“, „Pride In Prejudice“]. Man kann nur mutmaßen, welchen Einfluss die schwierigen Umstände [bekanntlich Hannemans Tod und Lombardos erneuter Rauswurf] auf „Repentless“ genommen haben und ob das Album mit den beiden in der Band qualitativ besser geworden wäre, aber so kommt man nicht umhin zu sagen, dass das Album insgesamt leider nur völliges Mittelmaß bietet und nur viel Aufmerksamkeit bekommen wird, weil SLAYER draufsteht.

3,5 von 7 Punkten I nnnon

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"God Hates Us All" war die letzte Platte, auf der Paul Bostaph trommelte und "Repentless" klingt über weite Strecken so, als hätte es die beiden Nachfolgealben nie gegeben. Das mag einerseits am recht ähnlichen Sound, aber auch am kompakten Songwriting liegen. Das macht die Abwesenheit von Jeff Hannemann immer wieder deutlich, denn "Repentless" trägt durchweg die Handschrift von Stiernacken Kerry King: Kaum filigran, aber dafür ultraheavy und stets auf die zwölf. Gary Holt leistet nur einen geringen Beitrag, spielt dafür aber vielleicht die schönsten Soli, die es bei Slayer je gab. Insgesamt ist "Repentless" kein neuer Meilenstein, bietet aber alles, was der Fan kennt und liebt und weist enorme Ähnlichkeiten zu Chef-Songwriter Kerry King selbst auf - ziemlich cool, aber auch ein bisschen stumpf.

5 von 7 Punkten I Metalviech

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Da ist sie also, „Repentless“, die erste SLAYER-Platte nach dem Alkoholtod von Jeff Hanneman, mit dem die kalifornischen Thrasher nicht nur ihren Hauptsongschreiber verloren haben. Bandunsympath Kerry King, der nunmehr fürs Songwriting verantwortlich zeichnet, hat seine Hausaufgaben [„You Against You“ wirkt wie aus dem SLAYER-Setzkasten] allerdings gründlich gemacht, so dass insgesamt kein Fan auf die liebgewonnenen Trademarks [samt sinistrem Intro und Hanneman-Gedächtnis-Soli] verzichten muss, soviel steht fest. Der [14 Jahre nach „God Hates Us All“] erneut huldvoll rekrutierte Drummer Paul Bostaph [ex-FORBIDDEN, ex-EXODUS, ex-TESTAMENT] wird in diesem Leben zwar nach wie vor kein Dave Lombardo mehr, dessen Punch für SLAYER für immer charakteristisch/unentbehrlich bleibt, schafft es aber immerhin, auch auf „Repentless“ so etwas wie eine Duftmarke zu hinterlassen. Highlight der LP bleibt der [unsterbliche] Hanneman-Überrest „Piano Wire“, der nun mal sämtliche Elemente, die einen SLAYER-Songs ausmachen, in sich vereint, gutklassig im Totschläger-Kanon machen sich neben „ausreichend“ zweckdienlichen Kompositionen wie „Take Control“ und „Pride In Prejudice“ allemal flottere Thrash-Abrissbirnen Marke Titeltrack, „Chasing Death“, „Atrocity Vendor“, „Implode“ und das Midtempo-Gemetzel bei „Vices“, „Cast The First Stone“ oder dem bereits bekannten „When The Stillness Comes“. Die trockene Terry Date-Produktion erfüllt ihre Pflicht ebenso zuverlässig, wie der zu Live-Zwecken angeheuerte Gary Holt, so dass „Repentless“ allemal einen würdigen Nachfolger zu „World Painted Blood“ und gleichzeitig wohl auch so etwas wie einen anständigen Nachruf für
Hanneman abgibt.

5 von 7 Punkten I dkay


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In den sechs Jahren, die seit "World Painted Blood" ins Land zogen, sprach Vieles gegen ein weiteres, gutes Album aus dem Hause SLAYER: Jeff Hannemans Tod, Dave Lombardos Rauschmiss und letztlich auch der Umstand, dass die Herren King und Araya nicht jünger werden. Und doch steht "Repentless" nun in den Startlöchern – und schlecht ist die Scheibe wahrlich nicht geworden! Mit dem Titeltrack und den ersten folgenden Stücken des Albums gibt es direkt die volle Breitseite mit Headbang-Garantie. SLAYER offenbaren auf dem Album eine Stärke, die ihnen viele zuletzt nicht mehr zubilligen wollten. Die Band kann auch 2015 noch einiges abreißen und beweist das vor allem mit starken und Stücken im Bereich der schnellen Nackenbrecher, seltener in der Mid-Tempo-Fraktion. So hat das Quartett ein kurzweiliges Album produziert, auf dem nahezu jeder Track mitzureißen versteht und zumindest rhythmisches Kopfnicken erzwingt. Abgesehen vom Titeltrack entwickeln sich im ersten Durchlauf keine prägnanten Ohrwürmer, zeigen sich jedoch auch keine besonderen Schwächen. Die Band bietet mit "Repentless" ein auf hohem Niveau solides Thrash-Metal-Album, das der Marke SLAYER treu bleibt. Nicht mehr und nicht weniger.


6 von 7 Punkten I sebyK






Trackliste:
01. Delusions Of Saviour
02. Repentless
03. Take Control
04. Vices
05. Cast The First Stone
06. When The Stillness Comes
07. Chasing Death
08. Implode
09. Piano Wire
10. Atrocity Vendor
11. You Against You
12. Pride In Prejudice
Spielzeit: 00:41:50

Line-Up:
Tom Araya – Vocals, Bass
Kerry King - Guitars
Gary Holt - Guitars
Paul Bostaph – Drums
Frank Wilkens [Fränky]
11.09.2015 | 18:56
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