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Band: Smõuk bei Facebook Metalnews nach 'Smõuk' durchsuchenSmõuk
Album:Tere Tulemast Koju
Genre:Psychedelic, Stoner Rock
Label:Nailboard Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.07.09
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"Estnischer Kracher"

Die besten Überraschungen sind die Unerwartesten. Durch einen Kollegen vom jetzt schon wieder verblichenen Nailboard Magazine entdeckt, ist dieses vierköpfige Stoner-Kollektiv zwar alles andere als bahnbrechend revolutionär, hat mir aber jeden Tag der letzten Wochen mit ihrem sehr flüssig zusammengebastelten Debüt versüßt.

Dabei geht der Genre-Topf zu Anfang etwas über vor Bezeichnungen: Neben der schon erwähnten Stoner-Rock-Basis lassen sich - vor allem im letzten 22minütigen Epos "Torm" - diverse psychedelische Einflüsse ausmachen, wobei die Esten beruhigend geschmackssicher vorgehen und das Faß nicht vom Fleck weg zum Überlaufen zu bringen. Hier und da gibt es ein wenig Wah-Wah, den ein oder andere schrägen Einwurf sowie einige reine Blues- wie auch Jazz-Momente. Was sich wie eine heillose Versuchsbaustelle liest, ist in der Praxis ein wunderbar harmonisches Endprodukt, sieben hervorragende Beispiele haben es auf "Tere Tulemast Koju" geschafft. Egal, ob es die flotte, brummende Stoner-Hymne "Kivikuningas", das zweiteilige, vorwärts stampfende, megageile "Elav Tuli" oder was auch immer für eine Nummer gerade vom Laser abgetastet wird: Sie mutiert gleich zum momentanen Liebling. Wie kaum eine andere, musikalisch vergleichbare Platte vermittelt sie dieses gewisse Live-Feeling, was man unter anderem von den Wegbereitern BLACK SABBATH, beziehungsweise deren Debüt her kennt - das Kopfkino läuft auf Hochtouren, in den langsameren, ruhigeren Abschnitten mit der Extra-Portion Bass erst recht. Sogar die Soli - wie sie in "Roheline Planeet" besonders gut zur Geltung kommen - sind sehr stimming umgesetzt, was man vom generell grassierenden Fingergenudel heutzutage nur schwer behaupten kann.

Gibt es überhaupt einen nennenswerten Schwachpunkt an "Tere Tulemast Koju"? Eigentlich nicht, selbst auf den ersten Hinhörer vermeintliche Schnitzer im Spiel der Truppe werden so ausgebügelt, dass sie als Teil des Gesamtkonzeptes glaubhaft dem Hörer verklickert werden. SMÕUK haben das allererste Stoner-Scheibchen aus Estland veröffentlicht und man kann nur sagen: Hut ab! Wenn von derselben Qualität mehr kommt, gehöre ich zu den Erstbestellern!

Trackliste:
1. Veider Tubakas
2. Elav Tuli
3. Külvaja
4. Roheline Planeet
5. Hommik
6. Kivikuningas
7. Torm
Spielzeit: 00:59:10

Line-Up:
Ott - Gesang, Theremin
Mänts - Gitarre
Anz - Bass
Karl - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
31.08.2009 | 21:47
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