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Cover von Sodom -- Decision Day
Band: Sodom Homepage Sodom bei Facebook Metalnews nach 'Sodom' durchsuchenSodom
Album:Decision Day
Genre:Thrash Metal
Label:Steamhammer
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:26.08.16
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"Entscheidung leicht gemacht"

SODOM und MOTÖRHEAD, das gehört irgendwie zusammen, auch wenn Bandkopf Tom Angelripper selbst davon oftmals nichts hören will. Dennoch hat die Truppe für das Titelbild ihres neuen Albums „Decision Day“ einen gewissen Joe Pentagno verpflichtet, der sich vor allem dank seiner Arbeit für Lemmys Rock ‘n‘ Roll-Gespann einen Namen machte. Zieht man den Vergleich anhand jenes Albums, ist das aber auch wirklich die einzige Gemeinsamkeit der beiden Bands, denn mit Rock ‘n‘ Roll hat ein derart rabiates Album wie „Decision Day“ nun wirklich nicht mehr viel zu tun.

SODOM sind schon lange nicht mehr die undifferenzierte Rumpeltruppe, die als die sie einst galten und für die sie Unwissende oft noch heute halten. Viel mehr gehören die Ruhrpott-Drescher seit Jahrzehnten zur Chefetage des deutschen Thrash Metals - eine Position, die sich die Herren vor allem durch ihr intelligentes und vielschichtiges Songwriting verdient haben. Da passt es auch, dass sich die Truppe für „Decisoin Day“ zu modernem, fettem und vor allem definiertem Sound durchgerungen hat, der dem Songwriting von Tom Angelripper und Co. weitaus besser zu Gesicht steht als die etwas verunglückte Low Fi-Produktion von „Epitome Of Torture“. Statt dröhnendem Garagen-Bass und schwachen Gitarren gibt es auf „Decision Day“ ähnlich wie auf „In War And Pieces“ endlich wieder fetteste Gitarrenwände und ein Schlagzeug mit gehöriger Durchschlagskraft. Kurz: „Decision Day“ klingt, wie ein Thrash Metal-Album 2016 zu klingen hat. In Sachen Songwriting bleiben sich die Herren auch auf ihrem neuesten Album weitgehend treu und beschreiten einmal mehr den Grat zwischen kompromissloser Härte und stellenweise fast schon hymnischer Eingängigkeit, was auch im Falle von „Decision Day“ wieder für eine erfrischend vielschichtige Platte sorgt. Eingeleitet wird das neueste SODOM-Werk dank „In Retribution“ von einer der härtesten und schnellsten Nummern der jüngeren Bandgeschichte, was natürlich die grobe Marschrichtung für dieses Album vorgibt, allerdings hat das Ruhrpott-Trio wie immer einige Überraschungen auf Lager: Rollt etwa in „Rolling Thunder“ passend zum Titel zunächst die Groove-Walze, wird dies sodann nicht nur von überaus melodischen Leads, sondern auch einem gefühlvollen Akustik-Part kontrastiert. Hier beweisen SODOM einmal mehr, dass sie ihren Kollegen KREATOR in nichts nachstehen. Und genau dies macht die Qualität eines Albums wie „Decision Day“ und einer Band wie SODOM im Allgemeinen aus: Die Formation agiert auf ihrer neuesten Platte höchst abwechslungsreich, weshalb sich hier neben kompromisslosen Thrash-Granaten wie „Who Is God“ oder „Belligerence“ auch Nummern wie „Strange Lost World“, deren infektiöser Groove im Refrain zu einer echten Heavy Metal-Hymne wird oder auch der ebenso harte wie eingängige Titeltrack finden. Dreieinhalb Jahre nach dem etwas enttäuschenden „Epitome Of Torture“ sind SODOM also sowohl in Sachen Songwriting als auch im Hinblick auf ihre Spielfreude wieder voll im Saft und legen hier eine von vorne bis hinten starke und durchdachte Thrash Metal-Platte voll am Puls der Zeit vor.

Seit über 30 Jahren im Geschäft, haben SODOM doch stets ihr enormes Potential zur Weiterentwicklung unter Beweis gestellt. Auf „Decision Day“ mag das Trio seinem Erfolgsrezept der letzten Jahre überwiegend treu geblieben sein, allerdings korrigieren die Herren hier die meisten kleineren Ausrutscher des Vorgängers. So ist „Decision Day“ eine saustarke, moderne Thrash Metal-Platte mit unüberhörbar teutonischer Prägung geworden, die hinter der genretypischen Aggression so manche Überraschung bereithält. Mission erfüllt.

Trackliste:
01. In Retribution
02. Rolling Thunder
03. Decision Day
04. Caligula
05. Who Is God?
06. Strange Lost World
07. Vaginal Born Evil
08. Belligerence
09. Blood Lions
10. Sacred Warpath
11. Refused To Die
Spielzeit: 00:51:14

Line-Up:
Tom Angelripper - Vocals, Bass
Bernemann – Guitar
Markus “Makka” Freiwald – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
19.08.2016 | 10:25
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