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Cover von Sodom -- The Final Sign Of Evil
Band: Sodom Homepage Sodom bei Facebook Metalnews nach 'Sodom' durchsuchenSodom
Album:The Final Sign Of Evil
Genre:Thrash Metal
Label:Steamhammer
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:28.09.07
CD kaufen:'Sodom - The Final Sign Of Evil' bei amazon.de kaufen
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"Kult Killer"

Irgendwann Mitte der 80er: Nachdem mich ein paar Kumpels mit ihren KREATOR-, SLAYER- und POSSESSED-Scheiben beeindruckt haben, suche ich fieberhaft nach Material, das diese Bands zu Weicheiern degradieren kann. VENOM schocken schon lange niemanden mehr. ASSASSIN, EXUMER; HOLY MOSES oder DESTRUCTION kommen in Sachen Perversität nicht mit den genannten Kollegen mit. Aber es gibt ja noch die neue SODOM-LP
namens „Obsessed By Cruelty“. Das Teil klingt so schrecklich, dass ich mir damit für die nächsten Wochen Ruhe bei meinen Mit-Headbangern verschaffen kann. Glück gehabt. Doch als ich die Scheibe im Laden bezahlen will, beugt sich der Verkäufer mit verschwörerischem Grinsen zu mir herunter und sagt: „Kennst du eigentlich den Vorgänger? Der ist noch viel heftiger.“ Ich erstarre. Viel heftiger als das hier? Unmöglich. Ich frage, ob er das Ding da habe und mal auflegen könne. Er nickt…

Der Orgasmus, den mir der Genuss der fünf Gewaltorgien „Outbreak Of Evil“, „Sepulchral Voice“, „Blasphemer“, „Witching Metal“ und „Burst Command ’Til War“ verschaffte, hielt länger als die gesamte Beziehung zu meiner ersten Freundin. Was für ein Gedresche. Klar, Drums und Vocals feuerten beständig präzise an möglichen Timingvorgaben vorbei und der Mann, der sich Grave Violator nannte, brauchte offenbar auch nicht mehr als eine Saite auf seiner Klampfe. Aber zusammen erschufen SODOM das, was man als 15jähriger damals brauchte: zu Musik gewordene Gewalt, die so böse und zerstörerisch klang, dass man die unfreiwillige Komik der peinlichen Fressen auf dem Backcover einfach ignorierte und sich freute, das mit Abstand schlimmste Musikprodukt der Welt zu besitzen. Die Scheibe hat mich damals umgerechnet acht Euro gekostet, was für eine EP eine glatte Unverschämtheit war, aber die Tatsache, dass ich sie nie verliehen habe, aber mehr als einhundert mal kopieren musste, spricht eine deutliche Sprache. Noch heute sind die Riffs von „Sepulchral Voice“ oder „Blasphemer“ quasi in Stein gemeißelt.

Nun macht sich die Original-Besetzung von damals daran, die alten Perlen erneut einzutrümmern, erweitert um Songs, die es nicht auf das Debüt geschafft hatten, weil die Plattenfirma nach Anhören der ersten Demos sofort den Geldhahn zudrehte, um die Combo so schmerzlos wie möglich wieder loszuwerden. Natürlich wurde daraus nix, weil „In The Sign Of Evil“ zu einem echten Verkaufsschlager geriet. Aber die sieben weiteren Tracks blieben unveröffentlicht. 23 Jahre durften sie also nun reifen, bevor Angelripper, Witchhunter und Grave Violator sich erneut in ein Studio schleppten, um den Kram einzuhämmern. Konnte das gut gehen? Wahrscheinlich nicht, denn die Hörgewohnheiten haben sich in der Zwischenzeit ebenso verändert wie die Vibes des Trios. Obwohl Witchhunter sich bemüht, den Takt nicht zu halten und die Fills grundsätzlich an der falschen Stelle zu spielen, obwohl der Sound amtlich 80er mäßig reproduziert worden ist und die Riffs der übrigen Songs das Niveau der fünf Klassiker logischerweise nicht überschreiten, kann das Feuer nicht wieder entfacht werden. Die Brutalität ist weg. SODOM mussten ihre erste Scheibe so aufnehmen wie sie das eben getan haben – alle Nachbesserungen kommen nicht an den Mythos des 84er Werks heran. Heute machen SODOM andere Musik und haben ihren früheren Stil an Bands wie DESASTER vererbt, die bessere Riffs schreiben und authentischer daherkommen, sorry Tom.

Mit „Bloody Corpse“ und „Hatred Of The Gods“ sind zwar zwei gute Smasher auf der Platte, aber das Gefühl für die Band ist - zumindest bei mir - seit „Persecution Mania“ ein anderes. Deshalb lege ich nun mein – immer noch tadellos klingendes - Exemplar von „In The Sign Of Evil“ auf und gedenke der wirklich guten alten Zeit.

Trackliste:
01.The Sin Of Sodom
02. Blasphemer
03. Ashes To Ashes
04. Witching Metal
05. Sons Of Hell
06. Burst Command `Til War
07. Where Angels Die
08. Sepulchral Voice
09. Hatred Of The Gods
10. Bloody Corpse
11. Outbreak Of Evil
12. Defloration
Spielzeit: 00:49:49

Line-Up:
Angelripper - Vocals, Bass
Grave Violator - Guitar
Witchhunter - Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
27.09.2007 | 14:36
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