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Cover von Soen -- Lykaia
Band: Soen bei Facebook Metalnews nach 'Soen' durchsuchenSoen
Album:Lykaia
Genre:Alternative, Prog-Metal
Label:UDR Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:03.02.17
CD kaufen:'Soen - Lykaia' bei amazon.de kaufen
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"Erweiterte Farbpalette"

Die schwedischen Alternative Progger von SOEN melden sich nach knapp zweieinhalb Jahren mit neuem Label im Rücken und ihrem dritten Album „Lykaia“ überaus eindrucksvoll zurück und liefern – nur kurz nachdem die Jahresbestenlisten für 2016 abgearbeitet wurden – schon jetzt einen extrem aussichtsreichen Kandidaten für die nächste Auslese.

An ihren Grundkoordinaten haben die Mannen um den ehemaligen OPETH-Drummer Martin Lopez – die sich zwischenzeitlich auch die Dienste des ehemaligen Gitarristen von EVERGREY, Marcus Jidell, der aktuell auch noch bei AVATARIUM und THE DOOMSDAY KINGDOM in die Saiten langt, gesichert haben – auch auf ihrem dritten Album nicht viel geändert. Schon bei den ersten Tönen des Openers „Sectarian“ kommen einem direkt wieder TOOL in den Sinn und besonders dann, wenn Frontmann Joel Ekelöf seine Refrains intoniert, gelangt man des öfteren unweigerlich zu A PERFECT CIRCLE. Auch OPETH schimmern durchaus immer mal wieder durch – und sei es nur in ganz kleinen Details. Neu hinzugekommen sind allerdings auch deutlich hörbare Einflüsse von 70er Prog-Heroen wie PINK FLOYD oder auch CAMEL, denen SOEN in ihren Balladen Tribut zollen. Moment mal! Balladen bei SOEN? Ja, auch das ist neu, aber mit dem hauchzarten „Lucidity“ und dem stellenweise an ein Schlaflied [im absolut positiven Sinne] erinnernden Rausschmeißer „Paragon“ haben die Schweden auf „Lykaia“ gleich zwei ganz herausragende Exemplare am Start. Dazu entführen sie am Ende von „Jinn“ noch in orientalische Gefilde und unterstreichen damit noch einmal, dass sie ihre ohnehin schon riesige Farbpalette erneut erweitern konnten.

Mit ihrem Debüt „Cognitive“ gelang SOEN im Jahre 2012 ein wahrer Paukenschlag, der ebenfalls tolle Nachfolger „Tellurian“ von 2014 fiel im Vergleich dazu dann aber leider etwas ab [Stichwort: „Jammern auf hohem Niveau“]. Mit „Lykaia“ präsentiert sich das Quintett jetzt in sensationeller Verfassung und generell auch einfach noch ein Stück gereifter, wodurch sie in der Lage sind, das insgesamt stimmigste Album ihrer bisherigen Bandkarriere vorzulegen, mit dem sie nun auch erfolgstechnisch endlich weiter voran kommen sollten. Zu gönnen wäre es ihnen allemal.

Trackliste:
01. Sectarian
02. Orison
03. Lucidity
04. Opal
05. Jinn
06. Sister
07. Stray
08. Paragon
Spielzeit: 00:49:26

Line-Up:
Martin Lopez - Drums
Stefan Stenberg – Bass
Joel Ekelöf – Vocals
Marcus Jidell - Guitars
Lars Åhlund - Keyboards
Timo Beisel [kaamos]
06.02.2017 | 01:01
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