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DVD "Black Metal trifft Klassik"
Cover von Soil -- Picture Perfect
Band: Soil Homepage Soil bei Facebook Metalnews nach 'Soil' durchsuchenSoil
Album:Picture Perfect
Genre:Alternative, Rock
Label:AFM Records
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:23.10.09
CD kaufen:'Soil - Picture Perfect' bei amazon.de kaufen
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"Die Radiostationen warten schon"

Ich kann mich noch erinnern, als eine der unzähligen, damals angesagten New Rock-Formationen mit einem Lied namens „Halo“ ordentlich Staub aufwirbelte. Wow, das hatte Power, das hatte Eier und obendrein einen Sänger, der den schmalen Weg zwischen Gesang und Gebrüll fabelhaft zu meistern wusste. Nach dem gelungenen „Redefine“ verließ Frontmann Ryan McCombs aber SOIL und von da an hab ich den Werdegang der Truppe nicht weiterverfolgt. Jetzt haben sie ja da schon seit geraumer Weile einen neuen Mann am Mikro und während das dazwischen erschiene „True Self“ gänzlich an meinen Lauschern vorbeigegangen ist, liegt mir nun das lecker verpackte „Picture Perfect“ vor.

Der Opener „Tear It Down“ macht prinzipiell erstmal nicht viel falsch und kommt gewohnt groovig daher. Der letzte Kick fehlt aber trotzdem irgendwie und man hofft, dass sich das beim darauf folgenden „Lesser Man“ ändert. Das Gegenteil ist der Fall, denn bereits von da an zelebrieren SOIL biedersten Radiorock, Klischee-Solo inklusive. Da hilft es auch nicht viel, dass in „Like It Is“ ein böses “Motherfucker“ im Refrain vorkommt, die harten Jungs will man ihnen nicht mehr so recht abkaufen. Da macht auch der Titeltrack leider keine Ausnahme. Schön melodisch gehalten eigentlich gar keine so schlechte Nummer, allerdings wenn sie von NICKELBACK & Co. stammen würden, von welchen sich die Chicagoer aber gerade eben immer durch eine entsprechende Portion Eier abgehoben haben. Bei Nummer fünf kommt dann erstmal gleich die Akustik-Gitarre zum Einsatz und Sänger AJ Cavalier singt im Refrain „… I just can’t sleep without you here“. –„Ach ist das schön“, denken sich da die Hausfrauen der Nation. „Auch wenn er tätowiert und manchmal wild am Fluchen ist, das Herz hat er doch am rechten Fleck“. Der Rest der Songs verläuft dann ähnlich, da kann das etwas schmissigere „Temptation“ gegen Schluss überhaupt nichts mehr retten. Schon gar nicht, wenn ein weiterer Schmusesong wie „Last Wish“ das Album ausklingen lässt.

Lange nichts mehr von der Band gehört und scheinbar nicht viel verpasst. Da hilft auch nicht das dralle Mädchen auf dem Cover oder die Tatsache, dass Fronter AJ eigentlich recht gut singen kann. Amerikas Radio-Stationen warten sicher ganz gierig auf diese Lieder und es ist mir natürlich allemal lieber, wenn SOIL anstelle von Pop-Sternchen wie JESSICA SIMPSON Airplay bekommen. Ihn meiner Anlage werden sie dafür aber garantiert nicht mehr so schnell gespielt werden. Dann doch lieber mal wieder „Halo“, war ja auch meines Wissens nach ihr größter Hit bis dato.

Trackliste:
01. Tear It Down
02. Lesser Man
03. Like It Is
04. Picture Perfect
05. Surrounded
06. Wasted
07. Every Moment
08. Anymore
09. Falter
10. Too Far Away
11. Calling Out
12. Temptation
13. Last Wish
Spielzeit: 00:48:15

Line-Up:
AJ Cavalier - Vocals and Guitar
Adam Zadel - Lead Guitar
Tim King - Bass
Tom Schofield - Drums
Amadeus Mader [Ammosarier]
23.10.2009 | 14:11
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