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Cover von Soilwork -- Stabbing The Drama
Band: Soilwork Homepage  Metalnews nach 'Soilwork' durchsuchenSoilwork
Album:Stabbing The Drama
Genre:Death/Thrash Metal
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:28.02.05
CD kaufen:'Soilwork - Stabbing The Drama' bei amazon.de kaufen
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"Stabbing The Chainheart?"

An SOILWORK scheiden sich die Geister, wie sonst nur bei IN FLAMES. In ihrer Frühphase frönten sie rasend schnellem und überirdisch geilem Melodic Death und mit dem Album „The Chainheart Machine“ hatten sie eine Scheibe am Start, die auch heute noch für kollektives Herunterklappen der Kauleiste sorgt. Nach einer weiteren hochqualitativen, im Blätterwald gehypten Scheibe, kam der große Stilbruch hin zum modernen, leicht überproduzierten Metal, mit Hang zu großen Melodien und noch größeren, aufgebauschten Refrains.

Mit „Stabbing The Drama“ versuchen sich die Schweden an der Quadratur des Kreises, sprich der Vereinigung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und so wie es aussieht, fahren die Autos im Kreisverkehr demnächst um die Ecke.
Es wird wieder verstärkt Wert auf den Song und nicht auf das Drumherum gelegt, dies macht gleich der Opener und gleichzeitig der Titeltrack deutlich. Zwar hätte der Song auch auf „Figure Number 5“ seinen Platz gefunden, hätte aber dort eindeutig zu den härteren gezählt. „One With The Flies“ ist ein supermoderner (manche würden sagen „trendiger“ Song, mit eingängigem Refrain, groovender Strophe und knüppelhartem Riffing. Gerade dieser Song zeigt die neue Zielrichtung auf. Der Song wird durch Stakkato-artige Rhythmen getragen und die Melodien werden über den Gesang transportiert, wobei die Keyboards auf ein Minimum reduziert wurden. Vorbei die Zeiten, als die Gitarren vor sich hindudelten. Song Nummer drei schlägt in die gleiche Kerbe. „The Crestfallen“ hat ein wenig etwas von SPINESHANK und wurde mit dem geilsten Refrain von Speed veredelt, den ich bisher auf einer SOILWORK-Scheibe hören durfte. Wie er zwischen klarem, eindringlichen Gesang und bittersten Growls hin- und herpendelt ist einfach nur geil.
Die größte Überraschung stellen für mich aber „Stalemate“ und „Blind Eye Halo“ dar. Hell yes, die „Chainheart Machine“ rollt wieder. Rasendschnell mit einem Schuss Arroganz a la „komm her und ich spuck dir ins Auge du Penner“ in Speeds Stimme. Auch die nächsten Songs kommen alle fett und hart auf den Punkt. Nur „Fate In Motion“ und das abschließende „If Possible“ driften ein wenig aus dem Rahmen, zu sanft und einschmeichelnd ist der Grundtenor dieser Songs und passt nicht ganz ins Bild. Trotzdem wären Heerscharen von Bands froh, die Fähigkeit zu haben solche Songs zu schreiben.

Man kann sagen, das Konzept die Ursprünge mit den gegenwärtigen Soundelementen zu kreuzen, ohne den Blick für zukünftige Weiterentwicklungen außer acht zu lassen, ist voll aufgegangen. SOILWORK haben hier mit ihrer dritten CD seit ihrem spektakulären Stilbruch ihr reifstes und bestes Werk vorgelegt, welches sich (so vermessen sich das anhört) sogar mit „The Chainheart Machine“ messen kann.

Trackliste:
01.Stabbing The Drama
02.One With The Flies
03.Weapon Of Vanity
04.The Crestfallen
05.Nerve
06.Stalemate
07.Distance
08.Observation Slave
09.Fate In Motion
10.Blind Eye Halo
11.If Possible
12.Wherever thorns may grow


Frank Zschäbitz [Azriel]
06.03.2005 | 19:04
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