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Reviews von Solefald
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Cover von Solefald -- Norrøn Livskunst
Band: Solefald Homepage  Metalnews nach 'Solefald' durchsuchenSolefald
Album:Norrøn Livskunst
Genre:Post/Avantgarde Black Metal, Prog-Metal, Viking Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:19.11.10
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"Nordische Irrsinnskunst!"

Irrsinn aus Norwegen, die zweite! Neben VULTURE INDUSTRIES schickt sich mit SOLEFALD ein weiterer Vertreter der nordischen Avantgarde an, ein neues Album unters Volk zu bringen. Wobei "unters Volk" dabei relativ zu sehen sein dürfte, denn ob SOLEFALD mit "Norrøn Livskunst" den Status als Geheimtipp werden ablegen können, ist leider mal wieder zweifelhaft.

An der Qualität der zehn Songs liegt es nicht, das sei gleich vorangestellt – die ist bei SOLEFALD seit Jahren konsequent hoch bis sehr hoch. Ebenso hoch bis sehr hoch ist indessen auch die Dichte an verschrobensten Einfällen und Stilmixturen sowie ein sehr spezieller Humor, welcher SOLEFALD seit jeher auszeichnet und auch "Norrøn Livskunst" prägt. Wo das ruhige "Song Til Stormen" mit seiner gediegenen, pathosgeladenen Pagan-Atmosphäre und dem mitreißenden Klargesang von Cornelius noch geradezu das Potenzial zu einem Szenehit hat, gerät das folgende Titelstück trotz seiner starken Black Metal Schlagseite vor allem durch sein bewusst verstörendes Gesangsgewirr schon recht schräg. Spätestens bei der sowohl kreativen als auch seltsam hysterischen und überdrehten, kieksenden Gesangsdarbietung von "Tittentattenteksti über eingängige Riffs und Keyboardteppiche wird der an simpler Satanshuldigung interessierte Hörer das Schiff verlassen. Die überdrehtesten Teile davon stammen im Übrigen von Agnete Kjølsrud, deren Gastspiel auf dem aktuellen DIMMU BORGIR-Album ja bei Weitem nicht nur positive Reaktionen hervorrief. Hier passt sie allerdings hervorragend ins Bild, denn SOLEFALD wollen so ziemlich alles – außer sich langweilen. “Stridsljod [Blackabilly]” schlägt dann auch schon wieder in eine ganz andere Kerbe und erinnert eher an eine Rock'n'Roll-Parodie früher FINNTROLL mit jeder Menge Spaß in allen Backen. Das über neun Minuten währende Songmonstrum “Eukalyptustreet” hingegen schafft die Verbindung von entspanntem Jazz, Pianoballade und schwermütigem Viking Metal mit beängstigender Souveränität. Und wem dann der “Exorzist-trifft-Discopop-trifft-Phantom-der-Oper-Part” in “Vitets Vidd I Verdi” immer noch nicht klargemacht hat, dass Einheitliches nach Schema F bei SOLEFALD die groteske Ausnahme darstellt, dem dürfte nicht mehr zu helfen sein.

"Norrøn Livskunst" ist ein forderndes Album, an dem sich mit Sicherheit der eine oder andere Geschmacksstreit entzünden wird. Völlig frei von in irgendeiner Weise schratigen Ideen und Klängen sind die allerwenigsten der 54 Minuten von "Norrøn Livskunst". SOLEFALD sind auch auf ihrem siebten Album keine massentaugliche Band. Auch im Jahre 2010 schaffen sie progressive Klänge für diejenigen, die Black Metal einerseits lieben, ihn andererseits aber auch einfach irrsinnig lustig finden. Um den Kreis zum Anfang zu schließen: "Norrøn Livskunst" ist für Fans von ARCTURUS, ...AND OCEANS, DIABLO SWING ORCHESTRA und VULTURE INDUSTRIES Pflicht.

Trackliste:
01 Song Til Stormen
02 Norrøn Livskunst
03 Tittentattenteksti
04 Stridsljod, (Blackabilly)
05 Eukalyptustreet
06 Raudedauden
07 Vitets Vidd I Verdi
08 Haugferdi
09 Waves Over Vallhalla (An Icelandic Odyssey part 3)
10 Til Heimen Yver Havet
Spielzeit: 00:54:01

Line-Up:
Lazare - Gesang, Synthies, Elektronik, Schlagzeug, Percussion
Cornelius - Gesang, Gitarre, Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
16.11.2010 | 10:56
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