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Cover von Solefald -- Norrønasongen. Kosmopolis Nord [EP]
Band: Solefald bei Facebook Metalnews nach 'Solefald' durchsuchenSolefald
Album:Norrønasongen. Kosmopolis Nord [EP]
Genre:Electro, Experimental, Folk
Label:Indie Recordings
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:30.10.14
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"Experimenteller Appetizer"

Das musikalische Duo hinter SOLEFALD ist etwas Besonderes. Seit 1995 machen die beiden Herren gemeinsam Musik, die sich nur selten in klare Genres einordnen lässt. Das Experimentieren liegt Cornelius Jakhelln und Lazare Nedland und sie haben sich mit dieser Liebe schon viele Fans geschaffen, gleichzeitig aber auch viele HörerInnen ratlos zurückgelassen. Nachdem 2010 nun das siebte und bislang letzte Album „Norrøn livskunst“ via Indie Recordings erschienen ist, folgt nun eine EP, die den Titel „Norrønasongen. Kosmopolis Nord“ trägt. Diese EP wird dabei offen als Experiment bezeichnet und soll als Vorgeschmack auf das kommende Album „Kosmopolis Sud“ dienen, das Ende Januar in die Läden kommen wird.

„Norrønasongen. Kosmopolis Nord“ als EP zu bezeichnen, ist allerdings etwas untertrieben, denn ganze 37 Minuten Musik wurden für das Teil komponiert. Neben drei Songs, die nur SOLEFALD kreiert haben, gibt es auch zwei Tracks, welche Kollaborationen zwischen SOLEFALD und den Bands STURMGEIST und THE FALL OF ROME darstellen. Dadurch wird auch etwas klarer, warum die Scheibe kein eigenständiges Album geworden ist, denn ein direkter roter Faden lässt sich nur selten erkennen. Die Tracks sind quasi Einzelkunstwerke und unterscheiden sich teils deutlich voneinander. So ist der Opener „Norrønaprogen“ eine melancholische Folk-Nummer geworden, die mit gut elf Minuten ein ziemliches Monument darstellt. SOLEFALD begeistern hier mit Klar- und Sprechgesang, einem druckvollen Bass und auch sehr ruhigen und atmosphärischen Momenten, die durch traditionelle Instrumente angereichet werden. Weiter geht es dann mit „Det Siske Landskap (An Icelandic Odyssey Part IV)“, welcher mit einem schon fast tanzbaren Beat daherkommt. Dazu hört man Sprechstimmen und fragilen Gesang, die sich teilweise vermischen. Die düsteren Hintergrund-Synthies verleihen dem Ganze noch einen sehr eigenen Touch. Mit sechs Minuten vielleicht etwas lang, aber irgendwie auch interessant. „Norskdom“ ist hingegen das komplette Gegenteil und bietet einen kurzen [01:33 Minuten] und verträumten Folk-Song, der von Geige und dem Doppelgesang lebt. Nett, aber wohl eher eine schöne Spielerei. Jetzt gibt es noch die Kollaborationen zu begutachten. Das elfminütige „Norrøna: Ljodet Som Ljoma“ macht den Anfang. Irgendwie klingt das wie der Opener, bei welchem man anstatt Folk-Elementen einfach auf Noise- und Elektro-Bausteine gesetzt hat. Im Hintergrund passiert hier viel Sphärisches und teilweise auch Lärmendes, während im Vordergrund nach wie vor der Folk-Gesang darübergelegt wird. Das funktioniert drei, vielleicht auch fünf Minuten lang, aber dann beginnt es doch etwas zäh zu werden und 11 Minuten sind schlicht zu viel. So hätte vielleicht auch ein SUNN O)))/ULVER-Split geklungen, wenn ULVER noch Folk gemacht hätten. Angenehmer ist da „Songen: Vargen“ ausgefallen. Der siebenminütige Track orientiert sich wieder deutlich am Folk und Frau Mari Skeie Ljones liefert an der Geige wieder gute Arbeit ab. Ein sehr ruhiger, gemächlicher und schöner Ausklang, auf dem wiederum deutlich weniger Elektro-Spielereien zu finden sind, auch wenn diese gegen Mitte des Tracks zunehmen. Eine recht simple Drum-Line, melancholische Geigen-Töne und ein dazu passender Gesang genügen, um einen mehr als ordentlichen Abschlusstrack auf die Beine zu stellen.

Es ist vernünftig, diese EP als Experiment und Appetizer auf das kommende Album zu sehen. Fans von SOLEFALD werden mit dieser Scheibe sicher ihre Freude haben, gibt es doch nach vier Jahren endlich wieder neues Material der Nordländer. Der Durchschnittsmensch sollte allerdings lieber zu den Alben greifen oder sich auf die kommende Langrille Anfang 2015 gedulden. Es ist anzunehmen, dass SOLEFALD da etwas bestimmter und geradliniger zur Sache gehen. So bleibt „Norrønasongen. Kosmopolis Nord“ ein interessantes Experiment mit einigen Schwächen. Trotz der Länge der EP scheint es deshalb angebracht, keine Wertung zu vergeben.

Trackliste:
01. Norrønaprogen
02. Det Siske Landskap (An Icelandic Odyssey Part IV)
03. Norskdom
04. Norrøna: Ljodet Som Ljoma
05. Songen: Vargen
Spielzeit: 00:37:38

Line-Up:
Cornelius Jakhelln - Gesang, Gitarre, Programmierung
Lazare Nedland - Gesang, Sythies, Programmierung

Gäste:
Zweizz - Drums, Glocken
Kvitrafn - Gesang
Mari Skeie Ljones - Hardanger Geige
Petter Hallaråker - Gitarre
Alexander Bøe - Bass
Baard Kolstad - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
05.12.2014 | 16:33
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