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Reviews von Solefald
CD Review: Solefald - Norrønasongen. Kosmopolis Nord [EP]

Solefald
Norrønasongen. Kosmopolis Nord [EP]


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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Solefald -- World Metal. Kosmopolis Sud
Band: Solefald bei Facebook Metalnews nach 'Solefald' durchsuchenSolefald
Album:World Metal. Kosmopolis Sud
Genre:Avantgarde, Electro, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:02.02.15
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"Großes Talent & viel Mut!"

Der Wahnsinn geht in die nächste Runde. Im Oktober letzten Jahres hat das norwegische Duo SOLEFALD eine EP namens „Norrønasongen. Kosmopolis Nord“ veröffentlicht, auf welcher sich vor allem experimentelle Songs, die mit Elektro-Beats und ähnlichen Späßen angereichert waren, fanden. Die kleine Scheibe war als Appetizer für das kommende Album „World Metal. Kosmopolis Sud“ gedacht, das nun via Indie Recording in die Läden gehievt wurde. Und als hätte man es geahnt, die Experimente gehen weiter.

Eigentlich sagt der Titel „World Metal. Kosmopolis Sud“ schon alles, denn SOLEFALD kombinieren auf ihrem achten Album Weltmusik, Elektro und Metal. So hört man auf „Bububu Bad Beuys“ afrikanische Trommeln, die den Takt vorgeben, und archaische Gesäng, bevor die Gaude dann noch mit Metal-Elementen angereichert wird. Der Opener „World Music With Black Edges“ beginnt mit subtilen Keyboard-Sounds, bevor sowohl Klargesang als auch harsche Vocals einsetzen und der Song von den Drums ordentlich vorwärts getrieben wird. Später kommt eine Zanzibar-Gitarre zum Einsatz, um dem Ganzen einen eigenen Flair zu geben und dann fallen auf einmal Techno-Beats über den Hörer her. Der letzte Track „Oslo Melancholy“ wiederum ist ein sehr ruhiger und von Gitarren getragener Track, den [abgesehen von den Vocals] man auch auf traditionellen Black Metal Scheiben als Intro finden könnte. Auch zu ULVER würde dieser Track passen. Man merkt schon, die Metal-Elemente werden dieses Mal deutlich zurückgefahren, sind aber nach wie vor anwesend. „The Germanic Entity“ beginnt zum Beispiel fröhlich mit afrikanischen Rhythmen, kommt dann aber nach wenigen Sekunden mit schwarzmetallischen Vocals, mächtigen Drums und ordentlichen Gitarren-Riffs daher. Ähnlich agiert man auch auf „Future Universal Histories“, wobei hier durch den gesprochenen Gesang die eigentlich metallische Instrumentalisierung etwas untergeht. Aber sowohl die Drum- wie auch die Gitarren-Arbeit braucht sich vor zahlreichen Extreme Metal Bands nicht zu verstecken. Auf „World Metal. Kosmpolis Sud“ ist aber nicht nur die Musik abgedreht, sondern auch die Lyrics. Da SOLEFALD teilweise auch auf Norwegisch singen, ist nicht ganz klar, um was es genau geht, aber das wird es auch in jenen Texten nicht, die man tatsächlich versteht. In den Songs fliegen einem Wörter wie Post-Kolonialismus, Freud, Surrealismus, James Joyce, Kosmopolis, Afrika, SLAYER und BURZUM um die Ohren. Richtig eindeutig scheint nur der Track „2011, Or A Knight Of The Fail“ zu sein, der sich um den Attentäter Breivik und die tragischen Ereignisse in Norwegen dreht. SOLEFALD scheinen da teilweise auch ihren eigenen Umgang mit diesem Attentat aufzuarbeiten. Diese teilweise verrückte Mischung von musikalischen Stilen und verschiedensten Lyrics macht „World Metal. Kosmopolis Sud“ natürlich spannend, weil man verstehen will, was hier eigentlich passiert. Außerdem verleiht es den Songs eine gewisse Langzeitwirkung, weil man nach den ersten paar Hördurchgängen wohl erst einen Bruchteil dessen aufnehmen kann, was in den Songs abgeht. Dabei ist sehr positiv, dass SOLEFALD nicht progressiv vor sich hinfrickeln und nur verkopfte und elitäre Musik machen. Nein, „World Metal. Kosmopolis Sud“ hat viele Facetten und viele Experimente, aber die Songs sind durchkomponiert und teilweise sogar eingängig.

Wie schon aus dem Review hervorgeht, ist es schwierig, „World Metal. Kosmopolis Sud“ zu beschreiben, geschweige denn zu bewerten. Die beiden kreativen Köpfe Lazare und Cornelius sind offensichtlich kreative und begabte Musiker, die auch verschiedenste Stile zu schlüssigen Songs formen können. Das ändert aber nichts daran, dass man mit sehr offenen Ohren [und einem toleranten Herzen] an das achte Album von SOLEFALD herangehen muss, um da wirklich etwas mitnehmen zu können. Wer nicht von Anfang an eine Freude damit hat, sich auf dieses Werk einzulassen und es Schritt für Schritt zu entdecken, der wird damit gar nichts anfangen können. Das führt auch dazu, dass sich „World Metal. Kosmopolis Sud“ – ähnlich wie die EP – einer punktuellen Bewertung entzieht. Man muss einfach reinhören und für sich selber entscheiden, ob man damit etwas anfangen kann. Von 0 bis hin zu 7 Punkten ist eigentlich alles drin.

Trackliste:
01. World Music With Black Edges
02. The Germanic Entity
03. Bububu Bad Beuys
04. Future Universal Histories
05. Le Soleil
06. 2011, Or A Knight Of The Fail
07. String The Bow Of Sorrow
08. Oslo Melancholy
Spielzeit: 00:50:15

Line-Up:
Lazare Nedland - Gesang, Keyboard, Synthies
Cornelius Jakhelln - Gesang, Gitarre, Bass, Kazoo

Session-Musiker:
Anania Ngoliga - Kalimba, Zanzibar Gitarre
Sindre Nedland - Gesang
Johnar Håland - Gitarre, Harmonizer
Gunnar Augland - Perkussion
Baard Kolstad - Drums
Alexander Lebowski Bøe - Bass
Petter Hallaråker - Gitarre
Raz - Conga-Trommeln
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
08.03.2015 | 15:58
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