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Cover von Sombres Forêts -- La Mort Du Soleil
Band: Sombres Forêts Homepage Sombres Forêts bei Facebook Metalnews nach 'Sombres Forêts' durchsuchenSombres Forêts
Album:La Mort Du Soleil
Genre:Ambient, Black Metal
Label:Sepulchral Productions
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:09.07.13
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"Für Stunden der Melancholie"

Wenn eine Band es schafft, ein Cover-Artwork für ihre neue Scheibe auszuwählen, in welches man sich sofort verliebt, welches einen förmlich anzieht und welches so grandios ist, dass man die Platte eigentlich schon alleine wegen dem Artwork kaufen will, dann ist das oftmals der Beginn einer langen Freundschaft zwischen HörerIn und Band. Wenn noch dazu kommt, dass die Musik genau die Atmosphäre erschaffen kann, die das Artwork vorgibt, dann hält man als KäuferIn voller Glück eine neue Lieblingsscheibe in Händen.

Der Kanadier Annatar hat mit dem dritten Album „La Mort Du Soleil“ seines Solo-Projektes SOMBRES FORÊTS so etwas erschaffen. Das Cover-Artwork, welches vom bekannten Fursy Teyssier [LES DISCRETS, Ex-AMESOEURS] erschaffen wurde, zeigt die stürmische See, in deren Mitte langsam ein Schiff und eine Sonne unterzugehen scheinen – nicht umsonst kann man den Albumtitel mit „Der Tod der Sonne“ übersetzen. Annatar beginnt entsprechend mit dem Intro „Des Épaves“, welches einen mit Ambient-Soundkulissen und leisen Akustik-Gitarren an die Küste eines dunklen Meeres transportiert. Innerhalb von nur zwei Sekunden schaffen es SOMBRES FORÊTS, dass sich Gefühle von Einsamkeit, Verlassenheit und Melancholie einstellen. Nach dem fünfminütigen Intro ist man perfekt für den depressiven Black Metal, der einen die nächsten 45 Minuten erwartet eingestimmt. Dieser, wiederum perfekt zum Cover-Artwork, erwartet einen in Wellen. SOMBRES FORÊTS spielen geschickt mit metallischen Momenten, Piano-Interludes und akustischen Gitarren. Während man den nächsten fünf Songs lauscht, die sich strukturell alle ähneln und deren Aufgabe es hauptsächlich ist, die Atmosphäre am Leben zu erhalten, spürt man immer wieder, wie Wellen der Melancholie das sinkende Schiff des Menschseins treffen. „La Mort Du Solei“ ist ein Album, das man in einer gewissen Stimmung hören muss – man muss offen sein, für den Schwermut und die Traurigkeit, die der menschlichen Existenz innewohnen. Man muss bereit sein, sich damit auseinanderzusetzen und während man Annatar beim Musizieren zuhört, beginnt man automatisch zu reflektieren und nachzudenken. SOMBRES FORÊTS entführen einen geradezu in die eigene Innenwelt und schaffen es mit ihrem hypnotischen und meditativen Black Metal, dass irgendwann die Grenzen zwischen Musikhören und Innenerfahrung verschmilzt. Alles wird zu einer Einheit, zu einem einzigen Gefühl. Im Gegensatz zu Suicide Black Metal Bands wie SHINING [Schweden] geht es hier keineswegs darum, totale Verzweiflung oder Ähnliches zu propagieren oder dem/der HörerIn einzupflanzen. SOMBRES FORÊTS loten die düsteren Seiten der menschlichen Existenz aus; versetzen den/die HörerIn in Gedanken auf ein Schiff, welches in einem Sturm unterwegs ist und jederzeit kentern könnte und irgendwann auch untergehen wird. Es ist eine positive Melancholie, ein Weltschmerz, der nicht paralysierend und verzweifelnd wirkt, sondern einem vielmehr die eigene Zerbrechlichkeit und Fragilität vor Augen führt.

„La Mort Du Soleil“ ist vertonter Weltschmerz. „La Mort Du Soleil“ ist ein kanadisches Album, das sich aber verdammt skandinavisch anfühlt. „La Mort Du Soleil“ ist musikalisch irgendwo zwischen NOCTURNAL DEPRESSION, GRIS und XASTHUR angesiedelt. „La Mort Du Soleil“ ist ein Stück Kunst geworden, das trotz allerlei Ecken und Kanten und kleinen Fehlern in den richtigen Stunden unglaubliche Gefühle auslösen kann. Ich knie nieder vor diesem Album!

Trackliste:
01. Des Épaves
02. Étrangleurs de Soleils
03. Brumes
04. Au Flambeau
05. L'Éther
06. La Disparition
07. Effondrement
Spielzeit: 00:52:22

Line-Up:
Annatar - Alles
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
26.07.2013 | 12:52
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