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Cover von Sonata Arctica -- Winterheart´s Guild
Band: Sonata Arctica Homepage  Metalnews nach 'Sonata Arctica' durchsuchenSonata Arctica
Album:Winterheart´s Guild
Genre:Melodic Speed Metal, NwobHM, Teutonic Metal, US-Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:28.04.03
CD kaufen:'Sonata Arctica - Winterheart´s Guild' bei amazon.de kaufen
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Für ein Powermetalmenü nach finnischer Art benötigen wir zunächst ein paar langhaarige Buben an denen Scheiben wie „Keeper Of The Seven Keys“ von HELLOWEEN nicht spurlos vorrübergegangen sind, einen guten Schuß klassischer und auch leicht mittelalterlicher Musik, der in Form von begleitendem Keyboardmelodien in Erscheinung tritt, einen markanten Sänger, einen gehäuften Eßlöffel gutes Songwriting und eine Messerspitze Pop/Rock. So oder so ähnlich könnte das Erfolgsrezept der Jungs von SONATA ARCTICA aussehen, die sich als Opener von Bands wie STRATOVARIUS einen Namen gemacht haben und nun mit „Winterheart’s Guild“ ihr drittes Full-Length Album vorlegen.

Daß auch der neue Output der Finnen vor Originalität nicht gerade überkocht, dürfte sich von selbst verstehen; wer die Band jedoch nur als schnöde Copycats empfindet tut den jungen Musikern aber dennoch unrecht. Der Wiedererkennungswert dürfte mit diesem Album sogar noch etwas steigen und die Menge wirklich guter Songs hat sich, neben einigen „Lückenfüllern“, im Vergleich zu den vorherigen Alben sogar noch etwas erhöht. So wird der Hörer vom Opener „Abandoned, Pleased, Brainwashed, Exploited“, an dem eigentlich nur der Songtitel wirklich ungewöhnlich ist, relativ solide an das Album herangeführt, was angesichts der ohrwurmigen Qualität des Songs aber nicht weiter schlimm ist. Der gesellschaftskritische Text bietet zudem einen interessanten Kontrast zum blumigen Cover und Albumtitel. Der nachfolgende Titel „Gravenimage“ gibt sich dagegen schon etwas origineller und wartet mit einem stimmigen Braveheart-mäßigen Intro, tollen Gesangslinien und viel Bombast auf, sodaß man geneigt ist, wie auch beim Opener, die Repeat-Taste mehr als nur einmal zu drücken. „Silver Tongue“ ist ein schöner Midtempo Rocker in dem mal wieder der Gesang, hier besonders der markige Refrain, einige Akzente setzen kann. Mit „The Misery“ haben die Finnen dann eine, auf die ersten Töne etwas typische Ballade am Start, die ein wenig an „The Last Unicorn“ von AMERICA erinnert und zum Ende des Stückes hin richtige Hitqualitäten entwickelt. Zum Kuscheln und Schwenken von Feuerzeugen (auf Konzerten, nicht in der Wohnung, Ihr kleinen Pyromanen!!!) auf jeden Fall `ne runde Sache. Das neunte Stück mit Namen „Ruins Of My Life“ legt mit einem tollen Gladiator-Intro los und stolpert sich dann seltsam aus dem Takt geraten in eine Uptempo Nummer. Der abgehackte Übergang ist aber bereits bei der Bridge und allerspätestens beim Refrain wieder verschmerzt. Denn wenn der Gesang bei SONATA ARCTICA so richtig super wird, möchte man ihnen einfach alles verzeihen. Der Song gibt sich des weiteren ordentlich abwechslungsreich, sogar ein düsterer Part mit fast schon gegrowlten Vocals ist eingebaut, auf den wieder eine hammermäßige Gesangslinie folgt. Richtig abgeschlossen wird der Titel aber nicht, denn, wie bereits beim Anfang, haben sich die Finnen auch für den Schluß wieder eine seltsame Macke ausgedacht – das Lied hört einfach apprupt auf. Zack! Aber schön war’s; für mich ist „Ruins Of My Life“ ganz klar der Spitzenreiter des Albums. Nach einer alles niederkuschelnden Ballade wie „The Misery“ dann aber noch am Schluß sowas wie „Draw Me“ dranzuhängen finde ich relativ überflüssig, zumal der finale Song eigentlich ziemlich platt und dösig ist. Und der „Secret Part“ mit finnischen Gebrabbel und zwitschernden Vögeln kann auch recht wenig reißen.

Einen Originalitätspreis kann man mit „Winterheart’s Guild“ sicher nicht gewinnen, allerdings ist das vorhandene Material qualitativ hochwertig und hat einige große Momente. Allein bei den Uptempo Nummern könnte noch etwas Feinschliff vorgenommen werden – Titel wie „The Cage“, „Victoria’s Secret“ und „Champagne Bath“ klingen einfach zu ähnlich, weshalb sie auch nicht wirklich aus den restlichen Songs hervorstechen können. Besser hätte man hier und da sicher einiges machen können, das Album insgesamt verfügt aber über den nötigen Charme (ich verweise nochmals auf die stellenweise brillianten Vocals) um den Hörer darüber hinwegzutrösten. Für Genrefans eine echte Pflichtnummer, für mich, der sonst eher weniger mit dieser Sorte von Metal anfangen kann, eine schöne, leichte Easy-Listening Scheibe, die gerne auch öfter mal eingelegt wird und für den ewigen Nörgler und absoluten Powermetalverächter sicher der ganz falsche Umgang. Die Wahl liegt ganz bei Euch! ;-)

Trackliste:
1. Abandoned, Pleased, Brainwashed, Exploited
2. Gravenimage
3. The Cage
4. Silver Tongue
5. The Misery
6. Victoria’s Secret
7. Champagne Bath
8. Broken
9. The Ruins Of My Life
10. Draw Me


Werner Heinz [sOULiON]
23.04.2003 | 22:19
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