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"Neue Söhne Finnlands" | ||||||||||||||||||
| Die finnische Band SONS OF AEON ist zwar komplett neu auf der metallischen Landkarte, ihre Mitglieder allerdings sind es keineswegs. Denn es haben sich hier fünf Finnen zum gemeinsamen Musizieren getroffen, die man sonst weites gehend aus anderen Bands kennt. Von GHOST BRIGADE kommen Gitarrist Wille Naukkarinen und Bassist Tommi Kiviniemi. SWALLOW THE SUN-Schlagzeuger Pasi Pasanen ist mit von der Partie, ebenso wie CODE FOR SILENCE-Sänger Tony Kaikkonen und als zweiter Gitarrist Tapio Vartiainen [ Ex-ENDSTAND ]. Musikalisch eingrenzen lässt sich das Debüt insofern, als dass man melodischen Death Metal als Hauptrichtung definieren darf. Mal etwas mehr Melodie, mal etwas weniger. Mal etwas moderner geprägt, mal etwas weniger. Die Sache mit etwas düsterer Stimmung gewürzt, was angesichts der finnischen Wurzeln vielleicht nicht jeden überrascht. Die Platte klingt sehr modern, was ebenso für die druckvolle Produktion gilt. Mit „Faceless“ hat man erst einmal einen Opener am Start, der die sieben-Minuten Grenze sprengt. Ein Song, der sich behäbig auf den Weg macht, bevor eine BOLT THROWER-kompatible Walze über den Hörer herein bricht. SONS OF AEON haben es allerdings drauf, die Elemente ihres Schaffens exakt nur bis zu dem Zeitpunkt zu strapazieren, wo es mir an Konzentrationsbereitschaft mangeln könnte. Daher bleibt zumindest diese Nummer, mein persönlicher Favorit, von A bis Z spannend, was vielleicht nicht unbedingt für alle Tracks gilt. Unter anderem möglicherweise auch deshalb, weil der Gesang es hier und dort etwas an Abwechslung fehlen lässt. Zwar bietet man daher nicht allzu viel von dem, was man als innovativ nennen könnte, aber dennoch zeigt das Quintett, wie man vernünftig austeilt. Dabei fährt man zwischendurch mit „The Centre“ auch mal ruhigere Töne auf und am Ende gibt es mit „Black Sheep Progress“ den einen oder anderen epischen Moment. „Sons Of Aeon“ ist also ein gutes Debütalbum. Die Kombination der an dem Projekt Beteiligten passt ausgezeichnet, der Sound ist hervorragend und ein paar gelungene Songs sind auch dabei. Was will man mehr, außer vielleicht ein weiteres SONS OF AEON Album? Für mich einer der besten Newcomerbands der letzten Zeit. | ||||||||||||||||||
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