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Cover von Soulburn -- The Suffocating Darkness
Band: Soulburn bei Facebook Metalnews nach 'Soulburn' durchsuchenSoulburn
Album:The Suffocating Darkness
Genre:Black Metal, Death Metal, Doom Metal
Label:Century Media
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:14.11.14
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"Solide, aber ohne Charme"

Manchmal hat man das Gefühl, dass die Metal-Szene von Band-Reunions lebt. Nahezu täglich verkünden irgendwelche Musiker, dass sie ab jetzt wieder unter dem früher so bekannten und kultig gewordenen Namen musizieren werden. Die Niederländer von SOULBURN gehören dazu. Ursprünglich ein Übergangsprojekt, welches Eric Daniels [Gitarre] und Bob Bagchus [Drums] nach dem kurzfristig Ableben von ASPHYX in den 90ern genutzt haben, um weiter Musik zu machen [es entstand ein Demo und ein Album], wollen SOULBURN nun eine vollwertige Band sein. Eric und Bob haben sich dafür Twan van Geel [Bass, Gesang] von LEGION OF THE DAMNED und Remco Kreft [Gitarre] von GRAND SUPREME BLOOD COURT ins Boot geholt. Und schwupp di wupp hat man ein neues Album namens „The Suffocating Darkness“ aufgenommen, das nun weniger nach klassischem Death Metal und mehr nach den schwarzmetallischen Anfängen von VENOM und CELTIC FROST/HELLHAMMER klingen soll.

Rein vom Zeitpunkt her haben die vier Mannen klug erkannt, dass eine solche Besinnung auf scheinbar ursprüngliche und dreckige Werte des extremen Metal wieder in ist und der durchschnittliche Metalhead alles kaufen wird, was an die alten Helden erinnert. So klingt auch „The Suffocating Darkness“ tatsächlich räudiger, schwarzmetallischer und okkulter als die Musik von ASPHYX oder GRAND SUPREME BLOOD COURT. Das grundsätzliche Problem aber ist, und das kann anhand dieser Scheibe tatsächlich gut aufgezeigt werden, dass man solche Musik eigentlich nicht nachspielen kann. Klar, es ist für einen handwerklich anständigen Künstler kein Problem, einen Song á la HELLHAMMER, VENOM oder BATHORY [die frühen Stücke] zu komponieren und zu zocken. Aber das alleine heißt nicht, dass die Tracks dann denselben Charme, dieselbe Kompromisslosigkeit und denselben Willen zum Chaos darstellen. Die Songs auf „The Suffocating Darkness“ tun das auch nicht. Da kann man beim Intro auch noch so sehr Satan loben und in anderen Songs unheimliches Gemurmel und andere Spielereien einbauen. Aber wenn gerade der einzigartige Charme, welcher die Pioniere dieser Musikrichtung ausgezeichnet haben, fehlt, dann bleibt eigentlich nicht mehr viel übrig. Denn seien wir ehrlich, bei solchen Bands hat damals die Kompromisslosigkeit der Musik, die schiere Wucht, die nie dagewesene Provokation und Brutalität gereizt. Viel seltener ging es darum, dass es wirklich „gute“ [im klassischen Sinne] Musik war. Man darf aber mit SOULBURN auch nicht zu hart ins Gericht gehen. Die Songs sind sinnvoll komponiert, tight gespielt und eignen sich zum Headbangen. Auf Tracks wie „The Mirror Void“ oder beim melodiösen „Claws Of Tribulation“ blitzt die Qualität und das Talent der Musiker auf und auch bei den restlichen Tracks handelt es sich keinesfalls um Ausfälle. Gelungen auch die Produktion, die zwar roh und räudig daherkommt, aber nicht den Fehler macht, absichtlich extrem „necro“ klingen zu wollen und damit unglaubwürdig zu werden.

„The Suffocating Darkness“ ist also ein ordentliches Album geworden. Wer sich schon immer gewünscht hat, dass ASPHYX und GRAND SUPREME BLOOD COURT schwarzmetallischer und räudiger klingen, der soll es einmal mit SOULBURN versuchen. Wer allerdings sämtliche klassische Scheiben schon kennt, auf welche sich dieses Album bezieht, der braucht „ The Suffocating Darkness“ nicht.

Trackliste:
01. Apotheosis Infernali [Intro]
02. Under The Rise Of A Red Moon
03. The Mirror Void
04. In Suffocating Darkness
05. Absinthesis
06. Hymn Of The Forsaken II
07. Black Aura
08. I Do Not Bleed From Your Crown Of Thorns
09. Wielding Death
10. Claws Of Tribulation
11. Eden's Last Sigh [Outro]
Spielzeit: 00:50:12

Line-Up:
Twan van Geel - Gesang, Bass
Remco Kreft - Gitarre
Eric Daniels - Gitarre
Bob Bagchus - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
24.12.2014 | 15:44
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