.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Soulfly
CD Review: Soulfly - Archangel

Soulfly
Archangel


Death/Thrash Metal, Modern Metal
5.5 von 7 Punkten
"Und wieder ganz anders"
CD Review: Soulfly - Savages

Soulfly
Savages


Death/Thrash Metal, Groove Metal
6.5 von 7 Punkten
"Hochexplosiver Death/Thrash Molotov"
CD Review: Soulfly - Enslaved

Soulfly
Enslaved


Death/Thrash Metal, Neo-Thrash
5 von 7 Punkten
"Gehörgangzerbröselung à la Cavalera"
CD Review: Soulfly - Conquer

Soulfly
Conquer


Neo-Thrash, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Das Cavalera-Jahr 2008!"
CD Review: Soulfly - Dark Ages

Soulfly
Dark Ages


Death Metal, Death/Thrash Metal, Thrash Metal
6.5 von 7 Punkten
"Dark Ages - Leuchtende Zeiten"
Mehr aus den Genres
CD Review: Tracedawn - Lizard Dusk

Tracedawn
Lizard Dusk


Melodic Death Metal, Melodic Metal, Modern Metal, Pop
4 von 7 Punkten
"Glatt wie eine Eidechse am Morgen"
CD Review: Unleashed - Dawn Of The Nine

Unleashed
Dawn Of The Nine


Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Wo Unleashed draufsteht, ist auch Unleashed drin"
CD Review: Chimaira - Resurrection

Chimaira
Resurrection


Modern Metal, Neo-Thrash, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Wiedergeburt in Donzdorf"
CD Review: Vampire - With Primeval Force

Vampire
With Primeval Force


Death/Thrash Metal, Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Dem Vampir fehlt es an Biss"
CD Review: Suicidal Angels - Eternal Domination

Suicidal Angels
Eternal Domination


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Wenig innovativer, aber gut gemachter Old-School-Thrash"
CD Review: Almanac - Kingslayer

Almanac
Kingslayer


Heavy Metal, Power Metal, Symphonic / Epic Metal
6 von 7 Punkten
"Lang lebe der König"
CD Review: Iron Maiden - The Book Of Souls: Live Chapter

Iron Maiden
The Book Of Souls: Live Chapter


Heavy Metal, NwobHM
Keine Wertung
"Für jeden was dabei"
CD Review: Evanescence - Synthesis

Evanescence
Synthesis


Ambient, Atmospheric Rock
5.5 von 7 Punkten
"Alte Songs in neuen Kleidern?"
CD Review: Emil Bulls - Kill Your Demons

Emil Bulls
Kill Your Demons


Alternative, Modern Metal
5 von 7 Punkten
"Den Dämonen an den Kragen"
CD Review: National Suicide - Massacre Elite

National Suicide
Massacre Elite


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Neues von der Schnetzel-Elite"
Cover von Soulfly -- Omen
Band: Soulfly Homepage Soulfly bei Facebook Metalnews nach 'Soulfly' durchsuchenSoulfly
Album:Omen
Genre:Death/Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.05.10
CD kaufen:'Soulfly - Omen' bei amazon.de kaufen
Share:

"Brasilianische Refokussierung."

Zu erörtern, wer Max Cavalera und was SOULFLY ist, wäre wohl an dieser Stelle ein an Unnötigkeit grenzendes Unterfangen. Der Name Cavalera steht seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Death-, Thrash- und Nu-Metal sowie für beständige Arbeit, vielerlei Projekte und eine unbändige Produktionswut. Quasi ein Peter Tägtgren aus dem Süden. Über die Zeit konnte man jedoch beobachten, dass SOULFLY mit den Härten heutigen Death Metals divergieren und gen Nu-Metal driften. Sie verließen leider den mit SEPULTURA gelegten Pfad und waren gar MTV-kompatibel und lasch.

Mit ihrer siebenten Platte „Omen“ leitet der sympathische Dreadlock-Brasilianer jedoch einen Perspektivenwechsel ein. Man besinnt sich scheinbar zurück auf die Grundfeste, welche damals bei SEPULTURA schon erarbeitet wurden. Augenscheinlich stecken wir in einer Post-Post Zeit, oder einer Post-Entwicklungsphase. Was dabei entstand, darf man sich mit dem 11-Song starken Werk „Omen“ zu Gemüte führen.

Bereits mit dem Opener „Bloodbath & Beyond“ wird ein ordentliches Kraftpaket entfesselt, welches ganz klare Death-Anleihen verzeichnet und durch treibend, kraftvolles Drumming überzeugt. Man wird beinahe umgerissen von dem starken Charakter dieses Titels, welcher mit herzerwärmenden Brasiliano-Riffs aufwartet und durch den brachialen Stimmapparat des Herren Cavalera tiefgreifendere Bedeutung erfährt. Man spürt deutlich den Geist vergangener Tage, die Härte, welche SEPULTURA einst so inhärent war und den brasilianische Reiz, welchen Cavaleras Riffs seit jeher versprühen. Es stiftet Verwirrung. Wieso erst jetzt und weshalb nicht gleich so?

Wenngleich mit „Rise Of The Fallen“ ein kleiner Ausflug in gewisse Metalcore-Gefilde unternommen wird, wozu auch Greg Puciato [THE DILLINGER ESCAPE PLAN] einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag leistet, ist mit „Omen“ ein durchweg mitreißendes und homogenes Album gelungen. Es nimmt das Spielvermögen des Jetzt und verfrachtet es in die Gedankenwelt der frühen Arbeiten. Man greift die Aggression und Wut wieder auf, welche in den Vorgängeralben leider etwas unterging. Die Einflüsse hierfür reichen von „Chaos A.D.“ über „Prophecy“ bis hin zu dezenten „Back To The Primitive“-Nuancen.

Und scheint dies auch das Motto dieser Platte zu sein. Zurück zum Ursprung, die Wurzeln neu entdecken und anstelle vieler Experimente die Brasilianische Dampfwalze wiederbeleben. Mit „Omen“ bekommt man Death-Thrash Metal geboten, welcher brachial nach vorn geht, aber stets einen Sinn für Gefühl und Atmosphäre hat. Verspielte Soli und atemberaubende Riff-Strukturen stehen in klangvollem Zusammenspiel und werden durch ein wirklich herausragendes Schlagzeug unterstützt, welches in den richtigen Momenten eingreift, um eine Vielfalt, eine Varianz in die Song-Strukturen zu integrieren.

Max Cavalera zeigt, dass er seine Fähigkeiten stetig erweitern konnte und dies gipfelt nun in „Omen“. Ein überzeugendes Album, welches jeden alteingesessenen SOULFLY Fan aus der Reserve locken wird und Anhänger der 1990er SEPULTURA-Phase durchaus überraschen kann. Sollte das der Weg sein, den SOULFLY zukünftig gehen, so ist dies ein mehr als gutes Omen!

Einzig der siebente Teil der „Soulfly“-Instrumentalserie wirkt etwas schwachbrüstig und banal. Wenngleich es einer gewissen Tradition unterliegt, hätte dieser Song vielleicht weichen können, um einem weiteren Killer-Riff Raum zu bieten. Aber mit diesem Manko, kann wohl jeder leben und sich schlichtweg an qualitativ hochwertiger, kulinarischer Death-Thrash Metal Kost erfreuen. Auch Anno 2010 kann diese Sparte wohl kaum einer so gekonnt darbieten, wie Altmeister Max Cavalera persönlich. Meine Empfehlungen: „Bloodbath & Beyond“, „Kingdom“ und „Off With Their Heads“ - Das ist SOULFLY, wie es sein sollte.

Trackliste:
01. Bloodbath&Beyond
02. Rise Of The Fallen
03. Great Depression
04. Lethal Injection
05. Kingdom
06. Jeffrey Dahmer
07. Off With Their Heads
08. Vulture Culture
09. Mega-Doom
10. Counter Sabotage
11. Soulfly VII
Spielzeit: 00:40:32

Line-Up:
Max Cavalera – vocals & guitar
Marc Rizzo - guitar
Bobby Burns - bass
Joe Nunez – drums
Tobias Naumann [Necrologue]
09.06.2010 | 13:27
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin