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"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Space Eater -- Aftershock
Band: Space Eater bei Facebook Metalnews nach 'Space Eater' durchsuchenSpace Eater
Album:Aftershock
Genre:Power Metal, Thrash Metal
Label:Stormspell Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:10.08.10
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"Balkan Area Thrash vom Feinsten!"

Im Hinblick auf das Thrash-Revival von einem Hype zu sprechen wäre zwar übertrieben – dennoch haben es in den letzten zehn Jahren neben den nach wie vor gut zur Sache gehenden alten Bands auch einige junge Bands geschafft, in diesem Stil Lorbeeren zu ernten und von sich reden zu machen.

Warum jedoch von MUNICIPAL WASTE, GAMA BOMB, EVILE, ANGELUS APATRIDA und Konsorten öfter, von SPACE EATER jedoch so gut wie nie die Rede ist, darf man sich da ruhig mal fragen. 2004 gegründet, haben die Serben mit "Merciful Angel" einen Einstand hingelegt, der sich in jeder Hinsicht mit international erfolgreichen Kollegen messen kann. Furioser Thrash Metal mit vielen Anleihen beim Power und beim klassischen Heavy Metal, gute Songs und jede Menge Leidenschaft – genau die Zutaten, die auch den Nachfolger "Aftershock" auszeichnen. Zehn Songs und knapp über 40 Minuten lang treten SPACE EATER das Gaspedal mehr oder weniger konsequent durch und entwickeln abermals eine Energie, die absolut mitreißend ist. Ob nun die messerscharfen Riffs, die anfeuernde Schlagzeugarbeit oder der charakteristische Gesang den größten Anteil daran haben, dass "Aftershock" von der ersten bis zur letzten Minute ein einziges Fest ist? Letztlich wohl alles zusammen und mehr, denn SPACE EATER brennen nicht nur ein Feuerwerk der guten Laune ab, sondern sind auch als Musiker und Band erste Sahne. Um das zu erkennen braucht es letztlich Stücke wie "FAA" gar nicht, obwohl Einfallsreichtum und Spielwitz sich sicherlich sehr gut daran messen lassen, wie kurz einem sieben Minuten vorkommen können.

Schön, dass sich diese auch in den kürzeren Songs wiederfinden und die Spielzeit von "Aftershock" folglich wie im Fluge vergeht. Das funktioniert auch mehrmals hintereinander und dürfte es auch für sehr lange Zeit tun, denn SPACE EATER haben auf "Aftershock" wie zuvor auf "Merciful Angel" Hits mit Seele und Substanz geschaffen, die jedem Headbanger mit Sinn für Thrash und Power Metal schnell ans Herz wachsen werden. Umso trauriger, dass Boško Radišićs grandiose Metal-Stimme zwischen Bruce Dickinson, Jason McMaster und Rob Halford nie wieder ein Album zieren wird – er und seine Schwester kamen Anfang Juni 2009 bei einem Wohnungsbrand ums Leben, seine Gesangsspuren stammen von Demoaufnahmen für dieses Album. Mögen sie in Frieden ruhen – im Gegensatz zu euren Nachbarn, wenn ihr "Aftershock" erst einmal in die Finger bekommen habt...

Trackliste:
01. Say Your Prayers
02. Abort
03. Divide & Conquer
04. Up On These Shores
05. FAA
06.Quantum Leap
07. No Retreat
08. Crush, Kill, Destroy
09. Anti-Psychiatry
10. Relationshit
Spielzeit: 00:42:17

Line-Up:
Luka "Tower" Matković - Gitarre, Gesang
Boško "RNA" Radišić [R.I.P.]
Nemanja Pavlović - Gitarre
Karlo Testen - Bass
arko "Tihi" Danilović - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
10.01.2011 | 18:04
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