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Cover von Sparzanza -- Folie à Cinq
Band: Sparzanza Homepage Sparzanza bei Facebook Metalnews nach 'Sparzanza' durchsuchenSparzanza
Album:Folie à Cinq
Genre:Heavy Metal, Rock
Label:Spinefarm Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:18.02.11
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"Ein wenig Misch, ein wenig Masch"

SPARZANZA sind fleißige Buben: Fünf Alben in knapp zehn Jahren haben die Schweden auf den Markt gewuchtet. Und trotzdem hält sich ihr Bekanntheitsgrad außerhalb Skandinaviens [besonders in Finnland sind die Jungs anscheinend eine große Nummer] in Grenzen. Jetzt haben SPARZANZA allerdings mit Spinefarm Records [aus, oh, Finnland] ein kompetentes Label im Rücken, das der Band auch hierzulande einen ordentlichen Popularitätsschub verpassen könnte. Wäre da nicht das Problem, dass SPARZANZA so gar nicht auf den deutschen Markt passen wollen...

...und das obwohl manche Versatzstücke an die sehr erfolgreichen VOLBEAT erinnern. Aber das ist nur eine Nuance im Sound der Schweden. Es scheint, als ob sich die Band mit „Folie à Cinq” von ihrem bisherigen Stoner Rock-Image lösen wollen und auf den Status der modernen Rockband für jedermann/frau hinarbeiten. Manche Riffs braten immer noch in bester MUSTASCH-Manier [deren Gitarrist David Johannesson auch kurzzeitg bei SPARZANZA tätig war] und auch die Produktion ist betont metallisch, aber stellenweise sind die kommerziellen Ambitionen [zumindest im Bezug auf den skandinavischen Markt] zu eindeutig. So tönt beispielweise der Song „Mr. Fish” [handelt natürlich von Serienkiller Albert Fish] wie typischer THUNDERSTONE/neue AMORAL-Massenmetal, die Ballade „Follow Me” beherbergt mehr Schmalz als jedes Ohr eines unterdurchschnittlich gepflegten Menschens, NICKELBACK schauen auch immer wieder rein und „Eyes Wide Shut” wirkt an schlechten Tagen zu allem Überfluss irgendwie glamig. „Pheonix Down” erinnert stellenweise sowohl musikalisch als auch gesanglich an späte SENTENCED, was den manchmal seltsam anmutenden Stilmix [ach ja, schüchterne Nu Metal-Riffs und sehr dezente Thrash-Anleihen haben SPARZANZA auch noch untergebracht] komplett macht. Wirklich homogen wirkt hier demnach gar nichts – was letztlich auch zum Wortspiel-behaftetem Albumtitel passt, der auf dem Cover betont furchtbar umgesetzt wurde.

Einigen Rohrkrepieren wie die bereits genannten „Mr. Fish” und „Follow Me” stehen ordentliche Songs wie „The Reckoning” und die Single „Temple Of The Red-Eyed Pigs” entgegen. Insgesamt reicht das, um „Folie à Cinq” in den erlauchten Kreise des Durchschnitts aufzunehmen [schließlich ist die Scheibe super produziert und technisch absolut im grünen Bereich], aber nach einigen zusätzlichen Durchläufen von „Follow Me” könnte sich das auch wieder ändern.

Trackliste:
01. Temple Of The Red-Eyed Pigs
02. Alone With A Loaded Gun
03. Mr. Fish
04. Follow Me
05. Crone Of Bell
06. Phoenix Down
07. Night Of The Demons
08. Eyes Wide Shut
09. Hell Is Mine
10. The Devil's Rain
11. The Reckoning
Spielzeit: 00:36:30

Line-Up:
Fredrik Weileby – Vocals
Calle Johannesson – Guitar
Magnus Eronen – Guitar
Johan Carlsson – Bass
Anders Åberg – Drums
Michael Siegl [nnnon]
11.02.2011 | 19:57
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