.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Spektr
CD Review: Spektr - Mescalyne [MCD]

Spektr
Mescalyne [MCD]


Black Metal, Industrial Black Metal
4 von 7 Punkten
"Stillstand"
Mehr aus den Genres
CD Review: October Falls - The Streams Of The End [MCD]

October Falls
The Streams Of The End [MCD]


Black Metal, Folk Metal
6.5 von 7 Punkten
"Gefühlte Natur"
CD Review: Iwrestledabearonce - It's All Happening

Iwrestledabearonce
It's All Happening


Avantgarde, Mathcore
6.5 von 7 Punkten
"Erfrischend grandios"
CD Review: Dark Funeral - Attera Totus Sanctus

Dark Funeral
Attera Totus Sanctus


Black Metal
3.5 von 7 Punkten
"...bis zum Brechen überzogene Härte"
CD Review: Grift - Syner

Grift
Syner


Black Metal, Dark Metal
6.5 von 7 Punkten
"Erik führt uns durch den Herbst."
CD Review: Hellsaw - Phantasm

Hellsaw
Phantasm


Black Metal
5 von 7 Punkten
"Frischer Wind aus Richtung Süd..."
CD Review: Evanescence - Synthesis

Evanescence
Synthesis


Ambient, Atmospheric Rock
5.5 von 7 Punkten
"Alte Songs in neuen Kleidern?"
CD Review: Emil Bulls - Kill Your Demons

Emil Bulls
Kill Your Demons


Alternative, Modern Metal
5 von 7 Punkten
"Den Dämonen an den Kragen"
CD Review: National Suicide - Massacre Elite

National Suicide
Massacre Elite


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Neues von der Schnetzel-Elite"
CD Review: Cripper - Follow Me: Kill!

Cripper
Follow Me: Kill!


Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Mir nach, ich folge euch!"
CD Review: Ram - Rod

Ram
Rod


Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Ramrod, der Zerstäuber"
Cover von Spektr -- Cypher
Band:  Metalnews nach 'Spektr' durchsuchenSpektr
Album:Cypher
Genre:Ambient, Avantgarde, Black Metal
Label:Agonia Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.02.13
CD kaufen:'Spektr - Cypher' bei amazon.de kaufen
Share:

"Der Weltraum, unendliche Weiten ..."

Hach ja, die französische avantgardistische Black Metal Szene. Man denke nur an BLUT AUS NORD, DECLINE OF THE I, MERRIMACK und so weiter. Mit welch schön verstörender Musik hat sie uns in den letzten Jahren verführt. Und eine Band, die zwar schon seit dem Jahre 2000 wie ein Geist durch die Szene spukt, aber bis her nur den wenigstens HörerInnen begegnet ist, veröffentlicht dieser Tage ihr drittes Album namens „Cypher“. Es handelt sich dabei um die Underground-Band SPEKTR, die zwar mit ihren Alben „Et Fugit Intera Fugit Irreparabile Tempus“ und „Near Death Experience“ durchaus Achtungserfolge in der Szene erzielen konnte, aber im Großen und Ganzen nie den Bekanntheitsgrad von anderen Bands dieser Strömung erreichen konnte. Zu Unrecht, meine ich, denn das Chaos, das SPEKTR produzieren, und die Atmosphäre, die einer Mischung aus abgrundtiefer Dunkelheit und alten Science-Fiction Filmen aus den UdSSR gleicht, sind durchwegs beeindruckend.

Verzerrt, unruhig, chaotisch, verspielt, instrumental, sphärisch und abgedreht sind nur einige Schlagwörter, die „Cypher“ von SPEKTR beschreiben können. Insgesamt finden sich auf der dritten Scheibe der Franzosen eigentlich nur vier echte Songs und zwar „Teratology“, „The Singularity“, „Antimatter“ und den Titeltrack; alles anderen sind verstörende Spielereien und Zwischenparts. Aber diese vier Tracks, die zwischen sieben und zwölf Minuten lang sind, haben es in sich und weisen eine beachtliche Dichte an hypnotischen und sphärischen Riffs auf, welche die Atmosphäre eines dunklen und einsamen Weltalls beeindruckend wiedergeben können. Untermalt wird der ganze Spaß noch von diversen Sound-Samples, die zum Teil der Science-Fiction-Serie „The Twilight Zone“ [aus den 50er und 60er Jahren] entlehnt wurden. Diese werden ordentlich in Szene gesetzt und auch wenn einige davon herrlich pathetisch sind, tragen sie eindeutig zur Atmosphäre bei. Auf Vocals verzichten SPEKTR dafür völlig und lassen die wilde musikalische Mischung aus Metal, Industrial, Dark Ambient, Noise und weiß der Teufel, was man hier noch alles finden kann, komplett für sich selbst sprechen. Eine weise Entscheidung, denn Vocals jeglicher Art hätte dieser dunklen Atmosphäre wohl tatsächlich eher geschadet als genützt und eine Gänsehaut kann auch ohne Gesang generiert werden. Wenn man nach Vergleichen sucht, muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir keine andere Band einfällt, mit der man das, was SPEKTR hier machen, wirklich vergleichen kann. Rein von der Atmosphäre her würde ich behaupten, dass man sich ungefähr am berühmten Track „Procession of the Dead Clowns“ [auf „The Work Which Transforms God“] von BLUT AUS NORD orientieren kann. Wenn man das Ding schneller, wilder und chaotischer gestaltet, dabei aber die grundsätzliche Atmosphäre beibehält, hat man ungefähr das, was SPEKTR ausmacht.

Klar ist „Cypher“ von SPEKTR mit den Dissonanzen, dem Lo-Fi Ansatz und dem ganzen Chaos vollkommen Banane, aber grad das macht die Scheibe natürlich auch einzigartig. Sie sticht, so wie auch die anderen Bands dieser ganzen französischen Szene, aus der Masse heraus. Sie erzeugt eine großartige Atmosphäre, auf die man sich einlassen muss und die einem für die erste Überwindung, die es braucht, um sich darauf einzulassen, absolut belohnt. „Cypher“ sollte man in totaler Dunkelheit hören; maximal darf man noch ein paar Sterne am dunklen Himmelszelt erblicken.

Trackliste:
01. Hermetism
02. Teratology
03. The Singularity
04. Solitude
05. Antimatter
06. Solve et Coagula
07. Cypher
08. Decorporation
09. Le Vitriol du Philosophe
Spielzeit: 00:45:51

Line-Up:
kl.K. - Gesang, Drums, Samples und Programmierung
Hth - Gesang, Gitarre, Bass, Samples und Programmierung
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
22.04.2013 | 23:19
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin