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Cover von Spheron -- Ecstasy Of God
Band: Spheron Homepage Spheron bei Facebook Metalnews nach 'Spheron' durchsuchenSpheron
Album:Ecstasy Of God
Genre:Brutal Death, Death Metal, Technischer Death Metal
Label:Apostasy Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:05.07.13
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"So muss ein Debütalbum sein"

Technical Death Metal steht für höchste Perfektion beim Musiker, aber auch für überdurchschnittlich hohe Konzentration beim Hörer. Doch bei all dem schneller-vertrackter-extremer-Wahn ist es umso wichtiger, die Musik nicht aus den Augen zu verlieren, schließlich geht es lange nicht nur um körperliche Höchstleistungen. SPHERON ist eine dieser Bands, die es verstehen, trotz technischer Versiertheit ihren Metal mit viel Seele aufzuladen.

Ohne jegliches Hintergrundwissen erweckt „Ecstasy Of God“ den Eindruck, es mit polnischen Zeitgenossen zu tun zu haben. Disharmonisch frickelnde Gitarren von monströser Verzerrung, komplexe Songstrukturen, eine diabolische Mixtur aus Growls und Screams, ein Drumspiel, das einer Treibjagd gleicht. Tatsächlich stammen SPHERON aber aus Deutschland, und zwar aus dem rheinischen Ludwigshafen. Mit ihrem Erstlingswerk zeigt die fünfköpfige Combo, was es heißt, auf musikalischem Weg Leid und Verderben zu beschwören.
Los geht es mit einem instrumentalen Intro voller Atmosphäre und sich aufstauender Wut. Bereits hier verdeutlicht sich eine Stärke von SPHERON, die im weiteren Verlauf der Scheibe noch oft zu hören sein wird: der wohl dosierte Einsatz der Leadgitarre, ohne diese dabei als bloßes Demonstrationswerkzeug technischer Fertigkeiten zu missbrauchen. Stattdessen unterstreichen die zahlreichen gefühlvoll gespielten Melodiebögen den ohnehin sehr emotionalen Charakter von „Ecstasy Of God“. Platz für moshbare Mörderriffs, Blastbeats und – sowieso fast permanent vorhandene – Doublebass-Drum-Orgien bleibt selbstverständlich noch mehr als genug, wie in „Pulse Of Instinct“ oder „Choking On Incense“ zu hören ist.
Die zweistimmige Gitarrenarbeit ist insgesamt enorm spannungsreich organisiert, so z. B. in „The Beheaded Coachman“ oder im glänzenden „Saturnian Satellites“. Der inbrünstig röhrige Gesang von Daniel fügt sich klanglich perfekt in den modern druckvollen Sound ein und erinnert ansatzweise an Novy während seiner Zeit bei DIES IRAE.
Auch stechen auf „Ecstasy Of God“ immer wieder kleine Feinheiten heraus, die das sonst so gnadenlose Klangmassaker zunächst abschwächen, um es anschließend noch erbarmungsloser weitermetzeln zu lassen [man achte nur auf das ruhige und doch beunruhigende „Prelude To The Misery“].

Die Musik von SPHERON benötigt zunächst ein wenig länger, bis sie sich ins Hirn eingenistet hat, doch das spricht letztlich nur für die Qualität des Songwritings. Wer es bei Death Metal lieber stumpf und weitestgehend anspruchslos mag, wird mit dieser Band eventuell überfordert sein. Wer hingegen nach bitterbösen Klängen auf allerhöchstem kompositorischen und spieltechnischen Niveau sucht und eine Band nicht nur mal so nebenbei hören möchte, ist mit SPHERON hervorragend bedient.
Angesichts der Tatsache, dass es sich bei „Ecstasy Of God“ um das erste Album von SPHERON handelt, ist die erst sechs Jahre alte Band erst recht als geschliffener Diamant anzusehen. Bei einem derart starken Debüt bleibt umso mehr zu hoffen, dass wir in Zukunft noch einiges von den Rheinländern zu hören bekommen und es sich nicht bloß um eine Eintagsfliege handelt. Das Zeug, mit den großen Namen des technischen Death Metal mitzuhalten, haben SPHERON jedenfalls allemal.

Trackliste:
01. A Means To An End
02. The Beheaded Coachman
03. Prestige Of The Mortals
04. Saturnian Satellites
05. Clasp The Thorns
06. Prelude To The Misery
07. Five Degrees
08. Pulse Of Instinct
09. Tragedy Of The Clerics
10. Choking On Incense
11. Anthropogenic
12. From Glint To Crackling
Spielzeit: 00:52:58

Line-Up:
Tobias Blach - Drums
Tobias Alter - Guitars
Mark Walther - Guitars
Daniel Spoor - Vocals
Matthias Minor - Bass
Steffen Peise [Peisestratos]
21.07.2013 | 18:49
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