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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Spineshank - Anger Denial Acceptance
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Album:Anger Denial Acceptance
Genre:Alternative, Neo-Thrash, Nu Metal
Label:Century Media
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:15.06.12
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"Ordentliches Comeback"

Ein neues SPINESHANK-Album hatten wohl die Wenigsten auf dem Schirm. Das letzte Album, „Self-Destructive Pattern”, liegt neun Jahre zurück und obwohl sich die Band nach kurzzeitiger Auflösung bereits 2008 wieder reformiert hat, herrschte weitestgehend Funkstille. Im Kämmerlein haben die vier Amis dann aber doch stetig ihr aktuelles Werk „Anger Denial Acceptance” ausgetüftelt, das nun die Ehre hat der Welt zu beweisen, dass SPINESHANK immer noch relevant sind, obwohl ihr bisheriger Stil, ein Mix aus Industrial-Elementen, Alternative, Neo-Thrash und Nu Metal, momentan nicht unangesagter sein könnte.

Und tatsächlich schafft die zu Zeiten des Debüts „Strictly Diesel” [1998] zu Unrecht als FEAR FACTORY-Klon verschrieene Truppe [der Legend nach soll ihnen sogar Dino Cazares höchstpersönlich ihren damaligen Deal bei Roadrunner Records besorgt haben] aus Los Angeles den Spagat zwischen purer Nostalgie und zeitgemäßer Arschtreterei – und das ohne mehr Metalcore-Elemente als früher in den Sound zu integrieren. Überhaupt haben SPINESHANK ihren Stil keineswegs generalüberholt, was man der Band nicht hoch genug anrechnen kann. Das zeigt, dass das Quartett wirklich Bock auf diese Reunion hat und nicht versucht mit dem bisschen Ruhm, der dem Namen SPINESHANK noch innewohnt [immerhin war die Band tatsächlich einst für einen Grammy nominiert], ein paar schnelle Dollar zu machen. „Anger Denial Acceptance” führt stilistisch das fort, was „Self-Destructive Pattern” [2003] damals schon angedeuetet hatte: Mehr Härte, weniger Elektronik, aber trotzdem noch genug Platz für eingängige Refrains und melodischen Gesang. Der Opener „After The End” tönt dementsprechend aggressiv, bietet gar kurze Blastbeats – hier machen die Amis keine Gefangenen. „Nothing Left For Me” und vor allem „Murder Suicide” sind typische SPINESHANK-Hits in bester „Smothered”, „Detached” oder „Synthetic”-Manie und decken die melodische Seite der Band wunderbar ab. Überraschend sind die reinrassigen Hardcore-Attacken „I Am Damage” und „God Complex [Anger]”, da „klassischer” Hardcore im Sound der Band bisher keine Rolle gespielt hat. Die muffige Produktion hätte etwas mehr Bumms vertragen, das ist leider eindeutig ein Schwachpunkt des Albums, denn dadurch gehen einfach zu viele Aggressionen und Druck verloren.

Alles in allem ist „Anger Denial Acceptance” ein ordentliches Comeback mit einigen packenden Momenten, aber insgesamt kein wirklicher Überflieger und letztlich waren die bisherigen Alben stärker. Wer die Band damals schon mochte, der sollte „Anger Denial Acceptance” durchaus eine Chance geben, aber einen richtigen Killer braucht hier niemand zu erwarten.

Trackliste:
01. After The End
02. Nothing Left For Me
03. Anger Denial Acceptance
04. I Want To Know You
05. Murder Suicide
06. The Endless Disconnect
07. I Am Damage
08. Ploratio Morbus
09. Everything Everyone Everywhere Ends
10. The Reckoning
11. God Complex [Anger]
12. Motive Method Opportunity [Denial]
13. Exit Wounds [Acceptance]
Spielzeit: 00:44:45

Line-Up:
Johnny Santos – Vocals
Mike Sarkisyan – Guitar
Rob Garcia – Bass
Tommy Decker – Drums
Michael Siegl [nnnon]
11.07.2012 | 23:32
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