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Cover von Spiritual Beggars -- Sunrise To Sundown
Band: Spiritual Beggars Homepage Spiritual Beggars bei Facebook Metalnews nach 'Spiritual Beggars' durchsuchenSpiritual Beggars
Album:Sunrise To Sundown
Genre:Classic Rock, Hard Rock
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:18.03.16
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"Blues. Rock. Cool."

1993 von ARCH ENEMY-Gitarrist Michael Amott gegründet waren die Rocker SPIRITUAL BEGGARS stets Ventil für die rockigen Energien diverser bekannter Metal-Musiker. Während die Truppe in ihren Anfangstagen GRAND MAGUS-Mastermind JB am Mikrofon beschäftigte, singt seit 2010 der ehemalige FIREWIND-Frontmann Apollo Papathanasio bei den Schweden. Mit „Sunrise To Sundown“ hat die Band gerade eine neue Platte veröffentlicht.

Auf ihrem neuen Album scheinen SPIRITUAL BEGGARS die Coolness gepachtet zu haben. Das macht sich schon im lässig dahingroovenden Opener bemerkbar und auch im weiteren Verlauf von „Sunrise To Sundown“ zieht sich die unerschütterliche Coolness des Gespanns wie ein roter Faden durch die Kompositionen. Dabei machen die Schweden keinerlei Hehl daraus, wer sie zu ihrem Schaffen inspiriert hat und so erinnern Nummern wie „Diamond Under Pressure“ oder „No Man’s Land“ – letzteres mit einem total abgefahrenen BEATLES-Zitat in der Mitte – mit ihrem bluesigen Hard Rock samt Hammondorgel nicht selten an WHITESNAKE und im schwer blueslastigen „Still Hunter“ lassen LED ZEPPELIN grüßen. Dass die Truppe durchaus auch etwas mehr Power auffahren kann, beweisen SPIRITUAL BEGGARS dann mit Songs wie „What Doesn’t Kill You“, in dem die Herren eine ganze Ecke metallischer aus den Boxen scheppern, wobei gerade das ausufernde Orgel-Solo im Mittelteil dezent an die wüsteren Momente von DEEP PURPLE erinnert. Dabei versuchen die Schweden jedoch zu keiner Zeit, zwanghaft „retro“ zu klingen, was sich vor allem in der Produktion von „Sunrise To Sundown“ niederschlägt: Zwar klingt die Truppe dank erdiger Gitarren durchaus ein bisschen garagig, gleichzeitig punkten die Herren aber mit einer gehörigen Portion zeitgemäßen Drucks, was für ein amtliches, fettes Klangbild sorgt. Und genau hier liegt auch der Charme des Sounds von SPIRITUAL BEGGARS – die Band schafft auf „Sunrise To Sundown“ scheinbar mühelos die Gratwanderung zwischen traditionellem Hard Rock nach Bauart der 70er und wuchtigem Stoner Rock fürs 21. Jahrhundert. Dass die Mannschaft dabei nicht sonderlich originell agiert, dürfte anhand der vielen Vergleichsmöglichkeiten für ihren Sound recht schnell deutlich werden, allerdings geht es den Herren wohl auch vordergründig um den Spaß an der Sache und den hört man auf diesem Album in jeder Note. Die Musiker – größtenteils auch in anderen Bands beschäftigt – spielen hier traditionsbewusste Rockmusik von Fans für Fans und das funktioniert wunderbar. Zwar lässt „Sunrise To Sundown“ im hinteren Drittel etwas nach, allerdings haben SPIRITUAL BEGGARS bis dahin schon einen Ohrwurm nach dem anderen rausgehauen, weshalb das vollkommen in Ordnung geht.

Wer Innovation sucht, ist mit „Sunrise To Sundown“ denkbar schlecht beraten, denn SPIRITUAL BEGGARS feiern auf ihrer neuen Platte eine Party für alle Fans des kernigen Hard Rocks der späten 70er. Anders als Formationen wie etwa VOODOO CIRCLE lassen die Schweden dabei allerdings auch moderne Elemente zu, weshalb es auf „Sunrise To Sundown“ schnörkellosen Classic Rock fürs 21. Jahrhundert zu hören gibt – nicht innovativ, aber mit höchstem Spaßfaktor.

Trackliste:
01. Sunrise To Sundown
02. Diamond Under Pressure
03. What Doesn't Kill You
04. Hard Road
05. Still Hunter
06. No Man's Land
07. I Turn To Stone
08. Dark Light Child
09. Lonely Freedom
10. You've Been Fooled
11. Southern Star
Spielzeit: 00:43:56

Line-Up:
Apollo Papathanasio - Vocals
Michael Amott - Guitar
Sharlee D'Angelo - Bass
Per Wiberg - Keyboard
Ludwig Witt - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
22.03.2016 | 09:42
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