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Album:Let Us Prey
Genre:Horror Punk, Industrial
Label:Ascendance
Bewertung:2.5 von 7
Releasedatum:29.02.08
CD kaufen:'Spyder Baby - Let Us Prey' bei amazon.de kaufen
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"Innovations- & belanglos"

Horror-Punk-Metal - zumeinst begrenzt innovative, aber durchaus rockende Musik, die einen kurzweiligen Zeitvertreib darstellen kann, da der Groove der Punk-Riffs gemischt mit Metal-Elementen und simplen, meist mitsingtauglichen Halloween-Party-Texten sowohl auf Platte als auch Live durchaus Spaß machen kann.

Die Betonung liegt auf kann, denn “Let Us Prey”, so der Titel des Werkes, für das es SPYDER BABY verantwortlich zu machen gilt, schafft genau das nicht: Was einem hier geboten wird, ist im großen und ganzen ganz großer Standart. Bis auf einige Elektro-Parts, die zwar eigenständiger als der Rest, allein deshalb aber noch lange nicht interessanter klingen, wirkt fast alles uninspiriert und schon mal gehört.

Das Album beginnt mit einem reichlich überflüssigen, 40 Sekunden langen Sprech-Intro, “Rock Star” betitelt, das fast bis zur Unverständlichkeit verzerrt und noch dazu sehr leise auf CD gebannt wurde. Der darauf folgende Opener basiert auf einem typischen Drei-Akkord-Punk-Riff mit Metal-Punk-Bonus-Akkord, dazu rotzt der Gruselrocker aus Detroit einen Text, dessen Refrain im musikalischen Kontext eher nach “Punk’s Not Dead” denn nach “Bugs Crawl In” klingt. Als Einstieg prinzipiell nicht schlecht, ginge es denn auf ähnlichem Level weiter.
Tut es aber leider nicht, als nächstes kommen nämlich zwei Lieder, von denen lediglich “Days Go On” aufzufallen weiß, und das auch nur dadurch, dass das Main-Riff - warum auch immer - wie ein billiger Abklatsch der israelischen Black Metaller MELECHESH klingt. Auf diese folgt dann ein weiterer überflüssiger, acht Sekunden langer Sampel-Track, der, dem Umschalten zwischen verschiedenen Radio-“Hits“ nachempfunden, mit “All The Hits” betitelt ist.
Völlig aus dem Rahmen fällt nun “Bitter”. Vom ersten Takt an fällt auf, dass der Song ungleich härter produziert ist als der Rest des Albums, dazu treiben seltsam vertraut anmutende, maschinengewehrsalvengleiche Beats den Song in hohem Tempo voran.
Prinzipiell nette Idee, nur leider nicht vom Spynnenbaby, sondern von MINISTRY-Frontmann und Industrial-Legende Al Jourgensen. Dieser ist nämlich mix- und produktionstechnisch für diesen Song zuständig gewesen. Was eine Größe wie ihn dazu bewegt, diese Aufgabe zu übernehmen, bleibt unnachvollziehbar, sollte er aber mit der Intention, aus dem "Bitter"-Material einen Song im typischen MINISTRY-Stil zu machen, zu Werke gegangen sein, hat er seinen Job recht gut gemacht.
Nach diesem unerwarteten und nicht minder unpassenden Ausflug in die Welt des Industrial-Metal verlässt man die Gefilde der Kreativität komplett und begibt sich auf vermeintlich sicheren Boden, in dem man sich auf die Erfolgsrezepte der Klassiker des Genres wie WEDNESDAY13 oder der MURDERDOLLS verlässt.
Und so kommt es, dass “Watch You Die” nicht nur beim ersten hören wie W13’s “Look What The Bats Dragged In” klingt und dabei auch nicht der einzige Song ist, der deutliche Parallelen zu anderen Shock-Rockern aufweist.
Kann dabei aber mit dem Standart, den zum Beispiel ein WEDNESDAY13 vorlegt, schon nicht mitgehalten werden, so entwickelt es sich zu einem Desaster, als mit Songs wie “The Worms” oder “Sacred Heart” auch noch die frühere Schaffensperiode von Altmeister MARILYN MANSON durch die Mangel genommen wird.

Die Songs sind nicht grundverkehrt, doch insgesamt trifft auf alle Kompositionen des Albums der Begriff “belanglos” sehr gut zu und so endet das Werk nach einem abrupt abgehackten Schluss-Akkord ohne viel Eindruck zu hinterlassen.
Somit mag der Horror-Punk-Fanatiker vielleicht der Aufforderung “Let Us Prey” folgen, für die meisten anderen wäre diese CD wohl eher ein Beleg dafür, dass dieses Genre genau so einfallslos ist, wie sie sich das immer vorgestellt haben.

Anspieltipps:
Für W13-Fans: “Watch You Die”
Für MARILYN MANSON-Fans: “The Worms”
Für MINISTRY-Fans: “Bitter”

Trackliste:
01. Rock Star
02. Watch You Die
03. All the Hits
04. Bitter
05. Lips of Red
06. Bugs Crawl In
07. Goodbye
08. Days Go On
09. Sex Action
10. Worms
11. We All Fall Down
12. Sacred Heart
13. Raining When I Go
14. Kill the King
15. Everyday Is Halloween
Spielzeit: 00:46:03

Line-Up:
MR. Spyder Baby: All Instruments
Moritz Grütz [Morg]
22.02.2008 | 02:07
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